Darmstädter Modell „Kinder schützen – Familien fördern“ startet


15. Mai 2009 - 13:25 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Am heutigen Freitag (15.05.09) startet die Wissenschaftsstadt Darmstadt das Darmstädter Modell „Kinder schützen – Familien fördern“. Alle Kinder, die ab dem 1. April in Darmstadt geboren wurden oder noch werden, besucht der Begrüßungsservice des städtischen Sozialdienstes sechs bis acht Wochen nach der Geburt zu Hause. Das Begrüßungsteam überbringt dann neben kleinen Geschenken einen Ordner mit wichtigen Informationen für jede Familie. So gibt es eine Notrufliste, Tipps für eine gesunden Ernährung und Hinweise zur Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr. Auch Gutscheine finden ihren Platz in diesem Ordner , so etwa für einen Kurs im Familienzentrum, Eintrittskarten für ein Spiel des SV Darmstadt 98, ein Sparbuchgutschein der Sparkasse und vieles mehr. Als Sponsoren des Darmstädter Modells konnten neben dem SV Darmstadt 98 der Lions Club Darmstadt, die Heag Holding AG, die Sparkasse Darmstadt und der Verein für Lohnsteuerhilfe Darmstadt gewonnen werden„Ziel des Projektes ist es, den Familien die vielfältigen Beratungs- und Unterstützungsangebote vor Ort vorzustellen. Wir schaffen mit dem Darmstädter Modell Schutz und Vorsorge für Kinder und ihre Familien von Anfang an. Wir haben ein systematisches, abgestimmtes und institutionelles Verfahren zur frühzeitigen Einschätzung von Gefährdungslagen von Kindern in Familien geschaffen, damit Kindeswohlgefährdung möglichst nicht entsteht und nicht übersehen wird. In Darmstadt werden jedes Jahr rund 1.500 Kinder geboren, auf der Grundlage der Erfahrungen anderer Städte mit vergleichbaren Hilfsmodellen gehen wir davon aus, dass rund 15 Prozent der besuchten Familien einen weitergehenden Unterstützungsbedarf haben. Ich bin sehr froh, dass sich unsere Sponsoren gerade für dieses Projekt und damit für die direkte Hilfestellung für Kinder und Eltern entschieden haben und danke allen, die sich dafür engagieren“, erläuterte Darmstadts Jugend- und Sozialdezernent Jochen Partsch zum Projektstart.

Das Darmstädter Modell hat zwei tragende Säulen: Die erste Säule bezieht sich auf eine vertrauensvolle, konstruktive, wertschätzende und verlässliche Kooperation und Vernetzung von Kinder- und Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Polizei, Wohlfahrtspflege und Kinderbetreuungsformen. Die zweite Säule des „Darmstädter Modells“ sind die frühen Hilfen selbst, die Familien bei der Erziehungsverantwortung für ihre Kinder unterstützen und begleiten. Kernelemente des Darmstädter Modells sind ein an den Städtischen Sozialdienst angegliederter Begrüßungsservice für Familien mit Neugeborenen auf der Basis des Kooperationsnetzwerk der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit freien Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und entsprechenden Hauswirtschafts- und Gesundheitsdiensten.
Bei Gefährdungen greift weiterhin das standardisierte Verfahren von Schutzmaßnahmen und Inobhutnahmen, das direkt und ausschließlich von der Bezirkssozialarbeit des Städtischen Sozialdienstes veranlasst wird.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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