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Hohe urbane Qualität – Auszeichnung für die TU Darmstadt als „Stadtgestalterin“


30. September 2018 - 10:46 | von | Kategorie: Lokal |
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Die TU Darmstadt hat im Wettbewerb „Deutscher Städtebaupreis 2018“ den mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis „Orte der Bildung und Kultur im städtebaulichen Kontext“ erhalten. Die feierliche Verleihung fand in Mainz statt. Der Preis wird alle zwei Jahre von der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung ausgelobt und von der Wüstenrot Stiftung gefördert.

Die Jury des Städtebaupreises fand es überzeugend, wie die Technische Universität Darmstadt ihre Sanierungsprojekte und Neubauten „mit hoher urbaner Qualität“ ins städtebauliche Ensemble behutsam eingefügt und die Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt wesentlich mitgeprägt hat. Insbesondere seit 2005 – die Universität hat seither einen gesetzlich abgesicherten Autonomiestatus mit Eigenverantwortung als „Bauherrin“ – hat sie mehr als 500 Millionen Euro in eine Vielzahl von neuen Gebäuden, Sanierungsmaßnahmen, technische Infrastruktur und die Gestaltung von Freiflächen investiert.

In der Jurybegründung heißt es: „Die Universität Darmstadt hat ihren Campus als zentralen Bestandteil der Innenstadt in bemerkenswert anspruchsvoller Weise aufgewertet und als Ort der Bildung im innerstädtischen Kontext gestärkt: Zahlreiche Bestandsgebäude der vier Jahrzehnte nach 1949 wurden mit hoher Sensibilität eingebunden, die Qualitäten und Potenziale des Bestandes genutzt, um weitere Stadtbausteine ergänzt und als urbanes Ensemble neu gefasst.“

Bemerkenswert sei der ganzheitliche Ansatz der stadträumlichen Transformation des Campus nach dem Leitbild der Reurbanisierung und was er bewirke: Auf Basis eines Gesamtkonzeptes seien Freiräume qualifiziert, Bauten modernisiert, an neue Bildungsanforderungen angepasst und durch Neubauten wie das Empfangsgebäude „karo 5“, die Universitäts- und Landesbibliothek oder Kongresszentrum „Darmstadtium“ ergänzt worden. Innerhalb nur einer Dekade sei es gelungen, den Universitätscampus zu einem wegweisenden offenen Bildungsort und integrierten Bestandteil der Innenstadtentwicklung werden zu lassen.

„Ich bin sehr glücklich über diese hohe Auszeichnung“, sagte der TU-Kanzler Dr. Manfred Efinger anlässlich der Preisverleihung. „Sie unterstreicht die hohe städtebauliche Qualität der TU-Baumaßnahmen der letzten Dekade. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und zahlreichen Planerinnen und Planern haben wir der Stadt ein markantes und zeitlos modernes Gesicht gegeben.“

Ein festes jährliches Baubudget sowie Mittel aus dem Konjunkturpaket II, dem Hochschulpakt 2020 und Eigenmitteln ermöglichten es der TU Darmstadt unter anderem, die Universitäts- und Landesbibliothek neu zu bauen, das Universitätszentrum am Karolinenplatz zu sanieren und um ein zentrales Eingangsgebäude zu ergänzen. Außerdem gelang es, das historische Maschinenhaus zu einem multifunktionalen Hörsaal- und Seminargebäude umzubauen, im Neubau „Karl-Plagge-Haus“ zugleich Flächen für das Hochschulrechenzentrum und kulturelle Zwecke zu schaffen sowie den Schlossgraben zum Park umzuwandeln und dafür auch Spenden aus der Bürgerschaft zu gewinnen.

Der Innenstadt-Campus ist deutlich aufgewertet – aus Hinterhöfen und Flächen mit wild geparkten Autos sind neu angeordnete großzügige Orte zum Verweilen entstanden. Der denkmalgeschützte Gebäudebestand auf dem Areal zwischen Alexanderstraße und Landgraf-Georg-Straße wurde saniert, öffnet sich nun stärker zum nachbarschaftlichen Umfeld und integriert den modernen Neubau eines Wissenschafts- und Kongresszentrums.

Zwischen dem Residenzschloss am Stadtzentrum, dem Herrngarten und einem Forschungs-Neubau am Kantplatz werden aktuell historische Wegebeziehungen wieder belebt und gestaltet. Die Universität zeigt so beispielhaft, wie sie als essentieller Teil der Stadt ein „städtebauliches Gelenk“ ausbildet und Verantwortung für eine harmonische „funktionale Vernetzung“ übernimmt. Es ist der TU auf vielfältige Weise gelungen, ihr bauliches Erbe behutsam für alle Stadtbürgerinnen und -bürger zu erhalten, zu sanieren und zu ergänzen sowie den Campus (wieder) nachhaltig mit den umliegenden Stadtquartieren zu verbinden.

Quelle: TU Darmstadt

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