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Volkshochschule Darmstadt und BUND: 10 Jahre Fukushima, 60 Jahre Atomkraft in Deutschland – Wohin mit dem Atommüll?


13. September 2021 - 07:06 | von | Kategorie: Umwelt, Veranstaltung |
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Die Volkshochschule Darmstadt und der Darmstädter Kreisverband des BUND für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) laden ein zum Vortrags- und Gesprächs-Online-Abend 10 Jahre Fukushima, 60 Jahre Atomkraft in Deutschland – Wohin mit dem Atommüll? Referent ist der renommierte Atommüll-Experte, Berater der Bundesregierung und langjährige Geschäftsführer des Öko-Instituts (Berlin, Freiburg, Darmstadt) Dipl.-Ing. Michael Sailer. Vortrag und Diskussion finden wegen der Corona-Pandemie als Online-Veranstaltung statt. Anschließend diskutieren Michael Sailer, Gabriela Terhorst (Energie-Sprecherin des BUND Hessen) und Günther Bachmann (früher Öko-Institut Freiburg, langjähriger Energie-Experte, ehemaliger stellv. Leiter der Volkshochschule Darmstadt und Leiter der Statistik bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt). Der gemeinsame Abend ist ein Beitrag zu den Darmstädter Klima- und Umweltaktionstagen 2021. Termin: Donnerstag, 16. September 2021, 19.00 Uhr. Voranmeldung unter www.darmstadt.de/vhs (Button Gesellschaft/ Politik / Umwelt) erforderlich. vhs-Kursnr. 104.04.2. Der Link zur Veranstaltung wird an alle vorher Angemeldeten verschickt. Mehr Infos auch auf www.bund-darmstadt.de.

Weitere Infos:
Vor genau zehn Jahren explodierten mehrere Atomanlagen im japanischen Fukushima vor den Augen der Welt: In vier von sechs Reaktoren kam es am 11. März 2011 zu einer schweren Kernschmelze. Fukushima, Tschernobyl, Harrisburg und anderswo haben gezeigt, wie gefährlich, unbeherrschbar und verheerend die Atomtechnik ist. Unter dem Eindruck des Super-GAUs von Tschernobyl am 26.April 1986 erschien Ulrich Becks immer noch aktuelles Buch „Risikogesellschaft“, das heute ein Klassiker ist. Die vor genau 60 Jahren, 1961, in Deutschland gestartete Atomkraft-Ära hat viele nukleare Abfälle hinterlassen. Atommüll verschwindet auch nicht mit dem Ende des Atomkraftwerk-Zeitalters, selbst, wenn der Atomkraftwerkbetrieb im Jahr 2022 in Deutschland endet. Klar ist: Die radioaktiven Abfälle müssen sicher von der Biosphäre ferngehalten werden. Heute befinden sie sich in Zwischenlagern. Sie sollen nach dem Willen des Gesetzes endgelagert werden. Wie soll das geschehen? Gibt es dazu Alternativen? Es mehren sich in jüngster Zeit Stimmen, die den Charakter der Atomtechnik als Risikotechnologie in Abrede zu stellen versuchen: So zuletzt jüngst der Bericht des Joint Research Centre (JRC), der im Auftrag der Europäischen Kommission prüfen sollte, ob die Atomkraft angeblich keinen „signifikanten Schaden“ für Mensch und Umwelt verursache. Wird dem Risiko schwerer Unfälle und der Atommüll-Problematik durch diese Atomkraft-Verfechter genügend Rechnung getragen? Wie könnte der Weg zur Energiewende aussehen?

Über Michael Sailer
Der Referent Michael Sailer, Jahrgang 1953, geboren in Nürnberg, Dipl.-Ing., studierter Chemiker, gilt seit vielen Jahren als einer der bundesweit renommiertesten Sicherheitsexperten für Atomanlagen und Experte für den Umgang mit radioaktiven Abfällen – und als einer der profiliertesten Kritiker der Atomenergie. Begann von 1980 als Energieexperte beim Öko-Institut. Von 1999 bis 2019 war er Geschäftsführer desselben, das auch eine Dependance in Darmstadt hat, zuletzt zehn Jahre Sprecher der Geschäftsführung.

Nach dem Impuls-Vortrag diskutieren der Referent, Gabriela Terhorst (Energie-Sprecherin des BUND Hessen) und Günther Bachmann (früher Öko-Institut Freiburg, langjähriger Energie-Experte, ehemaliger stellv. Leiter der Volkshochschule Darmstadt und Leiter der Statistik bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt) zum Thema „Wege aus der Atomkraft – warum wir mehr Greta wagen müssen: Hin zu mehr Klimaschutz, Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien“. Ein Abend der Volkshochschule Darmstadt in Kooperation mit dem BUND.

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