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Magistrat beschließt Neubau eines Betriebshofes für das Grünflächenamt am südlichen Ende der ehemaligen Stadtgärtnerei


29. August 2018 - 06:47 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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In Rahmen der Haushaltsberatungen zu Beginn dieser Woche hat der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt den Neubau eines Betriebshofes für das Grünflächenamt am südlichen Ende der ehemaligen Stadtgärtnerei beschlossen und der Errichtung eines Umweltbildungszentrum für Stadtnatur durch den BUND anstelle des nördlichen Gewächshauses zugestimmt: „Bei dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei handelt es sich um ein wertvolles Areal, bei dem die Chance einer qualitätsvollen Entwicklung genutzt werden soll. Wir sind davon überzeugt, dass uns dies mit dem jetzt vorliegenden Konzept gelingt“, so die Stadträtinnen Barbara Boczek und Barbara Akdeniz in einer ersten Einordnung. Die ehemalige Stadtgärtnerei in der Orangerie wurde zu Beginn des Jahres 2015 geschlossen, da der Betrieb unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr wirtschaftlich darstellbar war. In Folge der Aufgabe des eigenen Gärtnereibetriebs wurde nördlich des Orangeriegartens eine Fläche von rund 17.300 qm frei, die nun für eine Nachnutzung zur Verfügung steht.

„Im Nachgang zur Schließung wurden aus der Bürgerschaft, von Vereinen, Einrichtungen und Initiativen Konzepte eingereicht, wie das Stadtgärtnereigelände als neuer Teil des Orangeriegartens gestaltet und für die Bürgerschaft nutzbar gemacht werden könnte. Von Bürgergärten, Lernfeldern für alle Bevölkerungsgruppen, Raum für Kunst und Kultur, Terra-Preta-Herstellung, Betreuungsangeboten für Kinder, gastronomischer Nutzung als Café, der Nutzung als Umweltbildungszentrum oder als Verkaufsstätte für Pflanzen bis zum Erhalt und der Modernisierung der Stadtgärtnerei Darmstadt, um dort ein energetisches Pilotprojekt generieren zu können, war alles dabei. Allerdings fehlte bei vielen der Konzepte ein Finanzierungskonzept. So hat sich zum Beispiel das im Zusammenhang mit der ehemals projektierten Landesgartenschau 2022 angedachte energetische Pilotprojekt Stadtgärtnerei mangels Fördermittel zwischenzeitlich zerschlagen“, blickt Stadträtin Barbara Boczek zurück.

Von Beginn an stand fest, dass ein Pflegestützpunkt des Grünflächenamtes am Standort Orangerie verbleiben soll. „Auf dem ehemaligen Stadtgärtnereigelände ist das Personal für die Pflege des Orangeriegartens sowie aller öffentlichen Grünanlagen im südlichen Stadtgebiet untergebracht. Das Grünflächenamt benötigt dringend einen neuen Betriebshof, weil die vorhandenen baulichen Anlagen stark sanierungsbedürftig sind und den Arbeitsstättenrichtlinien nicht mehr genügen. Die Neuordnung bietet nun die Möglichkeit, die Nutzungen in einem neuen Betriebshof zu arrondieren, der dem Personal zudem eine zeitgemäße Unterbringung in einer modernen Arbeitsstätte ermöglicht“, so Boczek.

Der Betriebshof wird Sozial-, Wasch- und Umkleideräume, ein Büro für den Revierleiter, Fahrzeughalle, Technikräume, Werkstatt, Schüttgutboxen und ein neues 400 qm großes Gewächshaus in direkter Nachbarschaft der bestehenden großen Überwinterungshalle für Kübelpflanzen erhalten. Durch die geplante Lage am Südende verkürzen sich die Wegezeiten für das Pflegepersonal der Orangerie. Der Park ist damit ohne Umwege auf kurzem Weg erreichbar. „Durch die Arrondierung des Betriebshofes im Süden kann das verbleibende zusammenhängende Restgelände neu aufgeteilt und einer sinnvollen bürgerschaftlichen beziehungsweise öffentlichen Nutzung zugeführt werden“, so Barbara Boczek.

Neben dem neuen Betriebshof ist nun auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei die Einrichtung eines Umweltbildungszentrums geplant, das im Bereich Natur- und Artenschutz, Ökologie, Gartenbau und Klimaschutz Wissen vermitteln kann. „Der BUND Darmstadt bekundete in den letzten Jahren immer wieder sein hohes Interesse für die Errichtung eines ‚Umweltbildungszentrums für Stadtnatur‘ und legte ein überarbeitetes Konzept dazu vor, das auch die Entwicklung und Nutzung von Bürgerschaftsgärten, zukünftigen Schulgärten und auch ein Engagement der Stadt vorsieht, um die Umsetzung von Aspekten des 25-Schritte-Programmes zur Förderung der Biologischen Vielfalt zu gewährleisten. Für das Zentrum für Stadtnatur wird von Seiten des BUND die Gründung einer gemeinnützigen GmbH angestrebt. Das Gelände, auf dem das Zentrum für Stadtnatur errichtet werden soll, soll als Grundstück ausparzelliert und in Erbpacht an den BUND vergeben werden“, so Umweltdezernentin Barbara Akdeniz. „Die städtebaulichen, denkmalschutzrechtlichen und freiraumplanerischen Rahmenbedingungen wurden dazu bereits festgelegt. Für das restliche Gelände außerhalb des Betriebshofes des Grünflächenamtes, wird deshalb eine Gesamtkonzeption angestrebt, die die Qualitätsansprüche sichert“, ergänzt Planungsdezernentin Barbara Boczek. Vom Eigenbetrieb Immobilienmanagement wurde deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die gestalterische und qualitative Vorgaben für die geplanten Gebäude macht und die technischen Voraussetzungen für die Gebäudeerschließung sowie Ver- und Entsorgung klärt. Planungsrechtlich ist die Errichtung des Umweltbildungszentrums/Zentrum für Stadtnatur ebenso wie der Neubau des Betriebshofes möglich. Angedacht ist auch ein inklusives Café zu errichten. Die planungsrechtliche Grenze für das Café liegt bei ca. 60 bis 80 Sitzplätzen und rund 150 qm Außengastronomiefläche. Nach derzeitigem Stand gibt es lediglich eine Interessenbekundung der Behinderteneinrichtung Aumühle, das Café inklusiv zu betreiben. Die Aumühle wird das Gebäude jedoch nicht errichten.

Die Kosten für den Abbruch der alten Gewächshäuser und der Nebengebäude sowie den Neubau des Betriebshofes und der öffentlichen Toiletten werden auf rund 5,1 Mio. Euro geschätzt. Der Neubau des Zentrum für Stadtnatur wird durch den BUND finanziert. Für den Entwurf der Freiflächen soll ein qualifizierter Landschaftsplaner beauftragt werden, damit der Rahmen für die Einrichtung der Bürgergärten und der Multifunktionsfläche geschaffen werden kann. Für die Herrichtung der Freiflächen inkl. Planungsmittel und Risikozuschlag liegt eine erste Kostenschätzung über 420.000 Euro vor.

Nach dem die parlamentarischen Gremien abschließend über die Vorlage des Magistrates beschlossen haben, ist eine Bürgerinformationsveranstaltung gemeinsam mit dem BUND geplant.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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