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Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht 2. Quartalsbericht 2020 über umgesetzte Maßnahmen im Bereich Radverkehrs-Infrastruktur
16. Juli 2020 Verkehr

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat kürzlich den 2. Quartalsbericht über umgesetzte Maßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur für den Radverkehr in Darmstadt für das Jahr 2020 veröffentlicht. Er fasst die von April bis Juni 2020 umgesetzten Maßnahmen im gesamten Stadtgebiet zusammen.

„Auch im zweiten Quartal dieses aufgrund der Covid-19-Pandemie bisher herausfordernden Jahres sind wieder zahlreiche Verbesserungen beim Ausbau der Radverkehrsinfrastruktur in der Wissenschaftsstadt Darmstadt umgesetzt worden. Wie es mittlerweile gute Tradition ist, sind die umgesetzten Maßnahmen in einem Quartalsbericht transparent und nachvollziehbar zusammengefasst worden“, erläutert Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. „So wurden vor allem bestehende Routen erweitert und leistungsfähiger gestaltet, als auch Gefahrenquellen für Radfahrerinnen und Radfahrer durch andere Verkehrsteilnehmer ausgeräumt. Auch in Zeiten der Pandemie werden wir für die Bürgerinnen und Bürger weiter am Ausbau dieser für die Verkehrswende wichtigen Strukturen arbeiten.“

Die umgesetzten Maßnahmen im Einzelnen:

Im zweiten Quartal 2020 wurde der Radweg Heidelberger Straße zwischen Goethestraße und Annastraße von 1,50 Meter auf 2,10 Meter verbreitert. Zuvor wurde bereits die Radverkehrsführung stadteinwärts mit einem neuen baulichen Radweg erheblich verbessert (siehe Quartalsbericht 1/2020). Durch eine Neueinteilung des Seitenraums (Gehweg und Grünflächen) soll zudem illegales Gehwegparken verhindert werden. Der Abschnitt Hermannstraße bis Goethestraße folgt in den nächsten Wochen.

In der Holzhofallee wurde im Abschnitt zwischen Hindenburgstraße und Schöfferstraße die Fahrbahndecke erneuert. Im Zuge dessen wurde der sehr schadhafte Radfahrstreifen in Fahrtrichtung Ost erneuert. Außerdem wurde die Absperrschranke durch eine kleinere Bake ersetzt, um die Sichtbeziehungen zu verbessern. Im laufenden Jahr wird die Radverkehrsführung in Fahrtrichtung West ebenfalls aufgewertet.

Unter Federführung der Regionalpark RheinMain Südwest gGmbH und mit Förderung des Landes Hessen wurde das nächste Teilstück der Raddirektverbindung zwischen Darmstadt und Frankfurt fertiggestellt. Der Bauabschnitt verbindet das bisherige Ausbauende im freien Feld mit dem Bahnhof Wixhausen. Dafür musste unter anderem eine neue Brücke gebaut werden. Die Trasse wird auf der gesamten Länge mit Solarlampen beleuchtet und ist bis auf eine kurze Engstelle durchgehend vier Meter breit.

In Zeiten der Covid-19-Pandemie wurden außerdem viele Kleinmaßnahmen realisiert, darunter:

In der Dieburger Straße, Höhe Nummer 75, drei Fahrradanlehnbügel für sechs Räder auf einer Fläche, die zuvor zum widerrechtlichen Kfz-Parken genutzt wurde, aufgestellt. Auf dem neugestalteten Strahringerplatz wurden bei der Straßenbahnhaltestelle Borsdorffstraße ebenfalls drei Anlehnbügel für sechs Räder aufgestellt.

An einigen Stellen im Stadtgebiet stehen Sperrpfosten, um die Einfahrt von Kfz zu verhindern. Um die Sichtbarkeit der Sperrpfosten zu erhöhen und die Unfallgefahr für Radfahrende zu minimieren, wurden Warnmarkierungen angebracht. Bereits im letzten Jahr wurde dazu ein Versuch mit mehreren Markierungsvarianten in der Lindenhofstraße durchgeführt. Diese Markierungen wurden nun vereinheitlicht und ebenfalls an der Fasaneriemauer und in der Maulbeerallee, Weiterführung Schreberweg sowie in der Zufahrt Froschweg auf Höhe Landgraf-Georg-Straße 120 aufgebracht.

Die Lincoln-Siedlung wurde als Modellquartier mit einem alternativen Mobilitätskonzept entworfen, das auf die Reduktion von Pkw-Besitz und Pkw-Verkehr setzt. Im öffentlichen Raum gibt es keine kostenlosen Stellplätze, für private Pkw gibt es Quartiersgaragen. Im letzten halben Jahr wurden die ersten Neubauten bezogen. Um das illegale Parken auf Gehwegen und Grünflächen zu verhindern, wurden rund um den Kreisel Einsteinstraße Sperrpfosten auf den Gehweg gesetzt. Weitere Maßnahmen zum Freihalten von Grünflächen sind in Planung.

Am Ostbahnhof gibt es einen separaten Bahnübergang für zu Fuß Gehende. Dieser wurde nun auch für Radfahrende freigegeben.

Ein Teil des Modau-Radwanderwegs, der von der Modau-Quelle bei Neunkirchen bis zur Mündung in den Altrhein bei Stockstadt führt, verläuft durch Darmstadt-Eberstadt. Dort wurde die Radroute ausgeschildert und kann von Radfahrenden für Ausflüge und Touren genutzt werden.

Im Bürgerpark wurden beim Berufsschulzentrum zwei Betonpoller im Bürgerpark entfernt – dadurch wurde eine Gefahrenstelle für den Radverkehr beseitigt. Hingegen wurden an der Landgraf-Georg-Straße an der Badestelle „Familienbad“ zwei Betonpoller montiert, wodurch das illegale Zuparken der Fahrradabstellanlage am Familienbad verhindert wird.

Unabhängig von umgesetzten Maßnahmen:

Seit Frühjahr 2020 stehen dem Mobilitätsamt zwei mobile Zählstellen zur Verfügung, um Radverkehrsmengen zu erfassen. Statistische Daten zu Radverkehrsmengen sind wichtig für die Bedarfsanalyse (Planung neuer Radwege) sowie die Messung von Nutzungsänderungen nach der Umsetzung von Maßnahmen (Verifikation). Bisher waren die Geräte an drei Orten im Einsatz: Aschaffenburger Straße, Ida-Seele-Weg und Pankratiusstraße. Die Erfassung erfolgt pneumatisch: Quer über die Fahrbahn sind zwei Gummischläuche in einem definierten Abstand gespannt. Wenn Fahrzeuge darüber fahren, ergibt sich durch die Kompression ein Druckimpuls am Gerät, der gespeichert und ausgewertet wird. Die Zähldaten können hier eingesehen werden. Bereits im Oktober 2019 hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt die erste feststehende Zählsäule für den Radverkehr an der Ecke Heidelberger Straße / Einsteinstraße in der Lincoln-Siedlung in Betrieb genommen. Die Zählstelle zeigt die Radnutzung pro Tag und pro Jahr auf dem Display an. Die Zählwerte können ebenfalls unter dem vorgenannten Link öffentlich eingesehen werden. In den kommenden Jahren sollen weitere Zählstellen im Stadtgebiet folgen. Ziel ist es nämlich, auf allen wichtigen Hauptradverbindungen Zählstellen einzurichten.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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