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Magistrat beschließt städtebaulichen Vertrag mit der BVD New Living zur Entwicklung des Ludwigshöhviertels


4. Juni 2020 - 11:58 | von | Kategorie: Lokal |
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In seiner Sitzung am Mittwoch (3. Juni 2020) hat der Magistrat dem städtebaulichen Vertrag zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der BVD New Living, einer Tochtergesellschaft der bauverein AG, zur Konversion des Geländes der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der Jefferson-Siedlung, dem künftigen Ludwigshöhviertel, zugestimmt.

„Der städtebauliche Vertrag ist für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein zentraler Meilenstein zur Entwicklung eines lebendigen, sozial ausgewogenen und generationenübergreifenden Zukunftsquartiers mit bezahlbarem Wohnraum zwischen Bessungen und Eberstadt, das vielen Menschen ein lebenswertes Zuhause bieten wird. Gemeinsam mit der BVD New Living als starke Partnerin erarbeiten wir mit dem Ludwigshöhviertel ein beispielhaftes Projekt, das – ähnlich wie die Lincoln-Siedlung – zeigt, wie nachhaltige Mobilitäts- und Siedlungsentwicklung in so stark wachsenden Städten wie der unseren realisiert und die urbane, ökologische Verkehrswende mit ÖPNV-, Fuß-, Radverkehrs- und Sharing-Angeboten gelebt werden kann“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch.

„Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum steigt weiter“, ergänzt Planungsdezernentin Dr. Barbara Boczek. „Daher können wir uns als Stadt glücklich schätzen, dass wir auf dem ehemaligen Kasernengelände die Möglichkeit haben, für ca. 3.000 Menschen in naher Zukunft dringend benötigten Wohnraum und die dazugehörigen Verkehrs- und Versorgungsinfrastrukturen sowie Bildungs- und Sozialeinrichtungen anzubieten. Dass dabei zugleich ökologische Maßstäbe für den modernen Wohnungsbau gesetzt werden, haben wir nun durch den städtebaulichen Vertrag mit der BVD New Living untermauert.“

Das Vertragswerk, das kooperativ und unter Beteiligung zahlreicher Fachämter gemeinsam mit der BVD New Living ausgestaltet wurde, enthält wichtige Schwerpunktsetzungen für ein autoarmes Gebiet mit innovativen Verkehrslösungen.

Die Regelungen zielen außerdem auf eine möglichst emissionsarme Energieversorgung unter Nutzung von Photovoltaik, Nahwärme und Geothermie ab. Gesichert wird mit ihm unter anderem auch die Qualität der Grün- und Freiflächen, dabei nicht zuletzt der Landschaftstreppe als zentrales Element des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Entwurfs, sowie die Artenschutzerfordernisse, die in den Planungen von Anfang an einen wichtigen Rang einnahmen.

Darüber hinaus greift der städtebauliche Vertrag die Fragestellungen der Schaffung von Sozial- und Bildungsinfrastruktur mit Schule, Jugendzentrum und zwei Kitas sowie eines Nahversorgungsangebots auf. Er legt auch fest, dass die städtischen Ziele zur Schaffung von Wohnraum für Menschen mit geringem oder mittlerem Einkommen exakt umgesetzt und auch innovative gemeinschaftliche Wohnformen ihren Platz finden werden.

Die bauverein AG hat, in Abstimmung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die ehemalige Cambrai-Fritsch-Kaserne / Jefferson Siedlung von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) erworben und nimmt für die Stadt die kommunale Erstzugriffsoption bei der BImA wahr. Mit dem Abschluss des Kaufvertrages zwischen der BImA und der von der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Kauf ermächtigten Bauverein-Tochter BVD New Living am 16. Januar 2019, wurde der Weg für die Entwicklung der Konversionsflächen östlich der Heidelberger Straße freigemacht. Der Stadtteil soll künftig einmal 3.000 Menschen beherbergen. Für sie sollen dort in den nächsten Jahren rund 1.400 Wohnungen errichtet werden. 25 Prozent der neuen Wohnungen sollen gefördert und 20 Prozent für Empfänger mittlerer Einkommen reserviert werden. Bis zu zehn Prozent der Wohnungen werden zudem für Sonderwohnformen und Wohnprojekte bereitgestellt. Die vom Bund in Aussicht gestellte Verbilligungsrichtlinie bei der Umsetzung von sozial gefördertem Wohnungsbau wurde durch die BVD NL in Anspruch genommen.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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