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Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners


15. April 2020 - 15:07 | von | Kategorie: Umwelt |
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt geht auch 2020 wieder gegen die Raupen des Eichenprozessionsspinners vor. „Um die Darmstädter Bevölkerung vor den gesundheitlichen Gefahren der Haare dieser Raupe zu schützen, werden 3891 Bäume prophylaktisch mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel behandelt. Die präventive Bekämpfung findet ab 20. April bis Mitte Mai 2020 statt, und die Bäume werden dann mittels Hubarbeitsbühne oder Hochleistungssprühkanone besprüht. Die befallenen Eichen befinden sich im gesamten Stadtgebiet verteilt auf Spielplätzen, Friedhöfen, in öffentlichen Grünanlagen und Straßen, in Kindergärten, Schulen und Freibädern, sowie im Vivarium“, teilt Umweltdezernentin Barbara Akdeniz mit.

An folgenden Gewässern ist ebenfalls eine Behandlung mit einem biologischen Schädlingsbekämpfungsmittel (Nematoden-Fadenwürmer) vorgesehen: Großer Woog, Steinbrücker Teich, Grube Prinz von Hessen, Erich-Kästner-See, Arheilger Mühlchen. Da die Fadenwürmer sehr licht- und austrocknungsempfindlich sind, ist die Anwendung nur in den späten Abend- und Nachtstunden (zwischen 19 und 6 Uhr) möglich. Das Grünflächenamt und die ausführende Firma werden versuchen, die Arbeiten so zu organisieren, dass die Lärmbelästigung für die Anwohnerinnen und Anwohner möglichst gering gehalten wird.

Ergänzend zur Bekämpfungsmethode vom Boden aus werden am 22. April 2020 folgende Anlagen vom Hubschrauber aus besprüht: Waldfriedhof, Freizeitgelände Orplid und Tierschutzverein Darmstadt e.V. Hierfür müssen die Anlagen für kurze Zeit gesperrt werden. Der Waldfriedhof bleibt voraussichtlich bis 10 Uhr gesperrt.

Bekannt ist der Eichenprozessionsspinner als eher selten vorkommender Forstschädling, der bevorzugt Eichen im Wald befällt.

„Aufgrund der heißen Sommer der letzten Jahre und des milden Winters ist mit einem massiv erhöhten Vorkommen des Eichenprozessionsspinners auch in innerstädtischen Bereichen zu rechnen. Die unscheinbaren Schmetterlingsraupen bilden ab dem 3. Larvenstadium so genannte Brennhaare aus, welche bei Kontakt mit Mensch und Tier Hautrötungen mit Schwellungen und Juckreiz bis hin zu asthmatischen Anfällen und allergischen Schockreaktionen auslösen können“, erläutert Akdeniz abschließend.

Für Fragen zum Thema und für Hinweise auf Standorte befallener, städtischer Eichen steht das Grünflächenamt unter Telefon 06151 13-4507 zur Verfügung. Informationen gibt es auch online unter https://liup.de/Eichenprozessionsspinner.

Bild: By Accipiter (R. Altenkamp, Berlin) (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons
Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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