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Merck ist Partner in Projekt DELTA zur besseren Energienutzung der Stadt Darmstadt


11. Mai 2021 - 10:41 | von | Kategorie: Umwelt, Wirtschaft |
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MerckMerck hat am Dienstag (11.05.21) bekannt gegeben, Mitglied des Reallabors DELTA (Darmstädter Energie-Labor für Technologien in der Anwendung) zu sein, in dem die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie Darmstädter Hochschulen und Unternehmen ein klimafreundlicheres Energiesystem schaffen und so Kohlendioxid (CO2) einsparen wollen.Für das Vorhaben sollen in den kommenden fünf Jahren von allen involvierten Partnern insgesamt rund 100 Mio. € bereitgestellt werden. Dabei untersuchen die Projektbeteiligten unter Federführung der Technischen Universität Darmstadt (TU Darmstadt), wie ein bestehendes Energiesystem so optimiert werden kann, dass Darmstadt oder vergleichbare Städte die nächsten Schritte zur Energiewende und Klimaneutralität gehen können. Merck erforscht in dem Projekt die effizientere Nutzung eigener Abwärme.

„Als Wissenschafts- und Technologieunternehmen haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt. Bis 2030 möchten wir die Treibhausgas-Emissionen weltweit um 50% gegenüber 2020 reduzieren und bis 2040 wollen wir klimaneutral sein. Darauf richten wir auch die Energiestrategie am Standort Darmstadt aus. DELTA hat das klare Ziel, zur Emissionsreduzierung beizutragen. Darum freue ich mich sehr, mit Merck an diesem wichtigen Projekt maßgeblich beteiligt zu sein“, sagte Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung und CEO Electronics. „Als zukunftsorientiertes Unternehmen gehören für uns wirtschaftliche und ökologische Ziele zusammen. Daher bewerten wir bei Merck neue Investitionen hinsichtlich ihrer Bedeutung für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Zum einen geht es darum, unsere Ressourcen optimal auszunutzen und unser Handeln an nachhaltigen Kriterien auszurichten. Zum anderen, einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft und Umwelt zu leisten. Für uns bedeutet dies: Heute für Morgen investieren.“

Merck erforscht im Reallabor DELTA das energetische Potenzial industrieller Niedertemperaturabwärme. Ausgelotet werden soll dabei u.a., wie Abwärmeüberschüsse genutzt und neue Abwärmequellen integriert werden können. Ziel ist es, Merck-intern und auch über die kommunalen Energienetze CO2-minimierte Wärme zu erzeugen und zur Verfügung zu stellen. Dabei wird Merck komplexe thermische Produktionsprozesse sowie Wärme- und Kältenetze auf ihre Wechselwirkung hin untersuchen. Durch Kopplung und Steuerung mit digitalen Simulationen und Monitoringsystemen könnten sie besonders effizient genutzt werden.

Im Rahmen des Projekts will Merck Innovationen vorantreiben und plant die technischen Voraussetzungen für eine quartiersübergreifende Abwärmeauskopplung an die Nahwärmeversorgung des örtlichen Energieversorgers Entega. Bisher ungenutzte Abwärme aus Kühlwassernetzen und anderen Quellen soll hier eingebunden werden. Parallel plant Merck, ein effizientes und ausbaufähiges Niedertemperaturwärmenetz aufzubauen.

In der intelligenten Verknüpfung einzelner Energiewende-Technologien steckt ein großes, weitgehend noch ungenutztes Potenzial zur Einsparung von Emissionen. Im jetzt gestarteten Reallabor DELTA wollen die Partner gemeinsam einen wesentlichen Beitrag zu den anstehenden Veränderungen im Energiesystem leisten. DELTA adressiert die Frage, wie innovative Ansätze zur Einsparung von CO2 in urbanen Quartieren optimal eingesetzt und durch Sektorenkopplung vernetzt werden können. Dabei werden mit Wohnen, Industrie und Gewerbe, Mobilität und regenerativer Energieerzeugung wesentliche Gebiete des urbanen Energiesystems einbezogen. Neben den technologischen Innovationen soll auch untersucht werden, welche Triebkräfte die Themen Digitalisierung, neue Geschäftsmodelle und Konzepte zur Bürgerbeteiligung für eine erfolgreiche Energiewende entfalten können.

Das DELTA-Team erwartet, in Darmstadt etwa 14.500 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen zu können. Das entspricht, grob gerechnet, dem kompletten CO2-Fußabdruck von über 1.600 Menschen, also einem Prozent der Darmstädter Bevölkerung. Außerdem tragen Speichertechnologien wie Batterien und der Einsatz von Wasserstoff dazu bei, das Energieangebot und die Nachfrage zeitlich aufeinander abzustimmen. Die Flexibilität des Stromsystems steigt und es können mehr zeitlich schwankende Erneuerbare Energien in das Netz eingespeist werden. Erwartet wird ein zusätzliches Flexibilitätspotenzial von 4,6 MW.

Professor Jens Schneider vom Institut für Statik und Konstruktion der TU Darmstadt wird das Vorhaben eng mit Professor Matthias Weigold vom Institut für Produktionsmanagement, Technologie und Werkzeugmaschinen, TU Darmstadt, koordinieren. Die TU Darmstadt, die bereits erfolgreich große Energieforschungsprojekte abgeschlossen hat bzw. aktuell durchführt (z. B. ETA-Fabrik, EnEFF:Stadt Campus Lichtwiese und SWIVT ), zeigt gemeinsam mit Unternehmen der Stadtwirtschaft, dem am DELTA-Konzept beteiligten Spin-Off der TU Darmstadt, ETA-Solutions GmbH, und weiteren Forschungspartnern die Potenziale einer vernetzten Optimierung verschiedener Energieteilsysteme (Sektoren) auf. Im Kern geht es darum, die Chancen für die Energiewende auf dem Stadtgebiet unter Einbeziehung neuer Technologien und optimaler Ausnutzung bestehender Energieressourcen und Infrastrukturen zu nutzen.

Quelle: Merck KGaA

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