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Wissenschaftsstadt Darmstadt führt im März Mobilitätsbefragung in der Lincoln-Siedlung durch


3. März 2021 - 10:14 | von | Kategorie: Info, Lokal |
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt führt in den kommenden Wochen in Kooperation mit der Frankfurter Goethe-Universität (unter Leitung von Prof. Dr. Martin Lanzendorf und Marcus Klein von der Arbeitsgruppe Mobilitätsforschung am Institut für Humangeographie) eine schriftliche Haushaltsbefragung zur Mobilität in der Lincoln-Siedlung durch. 1500 Fragebögen sollen dabei Antwort auf die folgenden Fragen geben: Wie ist die Bevölkerung der Lincoln-Siedlung unterwegs? Welche Aspekte des nachhaltigen Mobilitätskonzepts werden angenommen? Wo hakt es noch? Welche Verbesserungen wünschen sich die Menschen vor Ort? Diese und andere Fragen sollen im Konversionsquartier im Darmstädter Süden beantwortet werden. Dazu werden in der ersten Märzwoche die Fragebögen verteilt. Anwohner werden gebeten, sich etwa 20 Minuten Zeit zu nehmen, um sie auszufüllen und mit dem beiliegenden Umschlag kostenlos und anonym zurückzusenden.

„Von der Befragung erhoffen wir uns neue Erkenntnisse rund um die Themen innenstädtischer Verkehr und Förderung nachhaltiger Mobilität“, erklärt dazu Oberbürgermeister und Verkehrsdezernent Jochen Partsch. „Denn den Herausforderungen bei der Zunahme des Verkehrs auch durch den anhaltenden Bevölkerungszuwachs und die Notwendigkeit zur Verringerung der Schadstoffemissionen müssen wir weiter begegnen und weiter kluge Lösungen entwickeln. Hier soll uns die Befragung weitere Impulse liefern.“

Eine Besonderheit der vorliegenden Untersuchung ist, dass künftige Herausforderungen an die Mobilität bei der Planung der Lincoln-Siedlung als Wohnstandort bereits von Anfang an berücksichtigt wurden. „Für das Mobilitätskonzept, das für die Siedlung entwickelt wurde, gewann die Stadt Darmstadt 2018 den Deutschen Verkehrsplanungspreis und 2019 den deutschen Mobilitätspreis. Die Angebote in der Siedlung, etwa Carsharing, E-Carpooling, Fahrradverleihsysteme und eine gute ÖPNV-Anbindung sollen dazu befähigen, den persönlichen Alltag zu gestalten, ohne ständig auf ein Auto zurückgreifen zu müssen“, erläutert OB Partsch und Professor Martin Lanzendorf ergänzt: „Die Erfahrung aus anderen Projekten zeigt, dass solche Maßnahmen nur Erfolg haben können, wenn die Sichtweisen der Bevölkerung einbezogen werden.“

Die Ergebnisse der Fragebogenstudie fließen in das Projekt „NaMoLi – Nachhaltige Mobilität in der Lincoln-Siedlung“. Das Projekt wird von der Goethe Universität Frankfurt in Kooperation mit dem Darmstädter Mobilitätsamt bearbeitet und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die kommende Befragung bildet den zweiten Teil einer im Jahr 2020 gestarteten Forschungsreihe. „Je mehr Informationen wir über die zeitliche Entwicklung der Mobilität der Bewohner haben, desto besser kann das Mobilitätskonzept in der Lincoln-Siedlung an die Bedürfnisse angepasst werden. Daher hoffen wir auf ausgefüllte Fragebögen von möglichst vielen Bewohnern – egal ob diese bereits vor einem Jahr teilgenommen haben oder nicht“, sagt der wissenschaftliche Mitarbeiter Marcus Klein. Um den Rücklauf zu steigern, wird es neben der eigentlichen Befragung eine schriftliche Vorankündigung sowie eine Erinnerung etwa eine Woche nach dem Verteilen der Fragebögen geben. Astrid Samaan, Abteilungsleiterin der Abteilung Mobilität im Mobilitätsamt, merkt an: „Mit dem Mobilitätskonzept für die Lincoln-Siedlung gehen wir neue Wege und greifen die Verkehrsproblematik auf, die derzeit viele Städte in Atem hält. Um das Konzept laufend zu evaluieren und auch zu verbessern, sind wir auf die Mithilfe und die Rückmeldung der Bewohner angewiesen.“

Die Lincoln-Siedlung in Bessungen ist ein gelungenes Beispiel für die Konversion innenstadtnaher Flächen, die im Zuge des Strukturwandels neu genutzt werden. Mehr als 50 Jahre lang diente die „Lincoln Family Housing“ Mitgliedern der US-Army und deren Familien als Zuhause. Im Jahr 2014 hat der Prozess der Umwandlung zu einem modernen Wohnquartier begonnen, der nach wie vor andauert.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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