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Wissenschaftsstadt Darmstadt gibt neue Brücken in der Hilpertstraße und im Stirnweg frei


12. Oktober 2019 - 15:54 | von | Kategorie: Info, Verkehr |
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Am Freitag, 11. Oktober 2019, sind die beiden neuen Brücken, die die Hilpertstraße und den Stirnweg über die Main-Neckar-Bahn führen, für den Verkehr freigegeben worden. „Damit ist eine der wichtigsten und komplexesten Infrastrukturmaßnahmen der vergangenen drei Jahre in unserer Stadt abgeschlossen worden“, sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch anlässlich der Freigabe. „Zugleich ist die entscheidende Voraussetzung geleistet, um nun den Neubau der Rheinstraßenbrücke über das Vorfeld des Hauptbahnhofs in Angriff zu nehmen. Dabei geht es nicht allein um die Wiederherstellung in die Jahre gekommener Verkehrswege. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt investiert vielmehr darin, diese Verkehrswege leistungsfähiger zu gestalten, um den Verkehrsfluss am westlichen Stadteingang und die Erschließung des  prosperierenden Telekom-Quartiers zu optimieren – und dies für alle Verkehrsträger.“

Bis zum heutigen Tag, so OB Partsch, „war es ein anspruchsvoller Weg, auf dem es viele Herausforderungen zu meistern gab“: Der Verkehr auf der Straße musste trotz der Bautätigkeiten so weit wie möglich aufrechterhalten werden, und es war ein reibungsloser Zugverkehr sicherzustellen. Zum Teil mussten sogenannte Sperrpausen genutzt werden, in denen der Zugverkehr eingestellt war; außerdem galt es, eine Vielzahl von Versorgungsleitungen umzuverlegen. Vor allem nicht in den Karten eingetragene Leitungen und Kanäle haben anfangs zu Verzögerungen des Bauablaufs geführt. Die Arbeiten begannen im Oktober 2016; im Januar 2018 wurden die Fertigteile der Hilpertstraßenbrücke, im September 2018 jene der Stirnwegbrücke eingehoben. Die Gesamtkosten betragen rund 17,5 Millionen Euro, wovon die Stadt etwa 5,5 Millionen Euro zu tragen hat.

Vor sechs Jahren waren Magistrat und Stadtverordnetenversammlung informiert worden, dass sich als Folge der turnusmäßigen Überprüfung der Brücken über die Bahnstrecke Frankfurt–Darmstadt–Heidelberg die Notwendigkeit ergibt, diese zu sanieren oder zu erneuern. Insgesamt sind sechs Brücken betroffen: die beiden Brücken in der Hilpertstraße und im Stirnweg, die Brücke in der Rheinstraße, die Brücke in der Schepp Allee, die Brücke in der Eschollbrücker Straße sowie die Brücke im Heimstättenweg. Alle Bauwerke sind über hundert Jahre alt und befinden sich in schlechtem Zustand: verrostete Träger, abplatzender Beton.

Die beiden zuerst sanierten Brücken haben dabei eine Schlüsselfunktion. Die Brücke in der Hilpertstraße übernimmt die wesentliche Erschließung für das Gewerbegebiet Südwest, wo sich unter anderem das TZ Rhein-Main und die Konversionsflächen West befinden; am Knotenpunkt Haardtring / Hilpertstraße / Holzhofallee fließt der Verkehr aus den verschiedenen Richtungen zusammen, sodass dieser eine zentrale verkehrliche Bedeutung für das Gebiet hat. Die Brücke im Stirnweg hingegen dient in erster Linie dem in West-Süd-Richtung orientierten Verkehr, der über den Stirnweg die Hauptverkehrsstraße Haardtring oder umgekehrt von dort die Rheinstraße und die Autobahn erreicht. Beide Brücken werden im Umleitungskonzept für den nachfolgend anstehenden Neubau der Brücke in der Rheinstraße eine wesentliche Rolle spielen.

Die neue Hilpertstraßenbrücke wurde parallel zur Bestandsbrücke hergestellt. So konnte der Verkehr bis zur Freigabe der neuen Brücke über die bisherige laufen. Die neue Brücke aus 330 Tonnen Betonstahl ist mit 18 Meter rund vier Meter breiter als ihre Vorgängerin; Richtung Osten wird sie künftig zwei Fahrspuren sowie Streifen für Radfahrer haben. Die neue Stirnwegbrücke ist in gleicher Lage wie im Bestand erstellt worden – mit 260 Tonnen Betonstahl.

„Mir ist bewusst, dass wir den Verkehrsteilnehmern viel abverlangt und den Anwohnerinnen und Anwohnern hier viel zugemutet haben“, sagte OB Partsch. „Geduld und Verständnis aller sind notwendig, damit solche großen Projekte zugunsten der ganzen Stadt bewältigt werden können. Dafür danke ich allen – und ich danke allen Firmen und ihren Arbeitern, die diese Arbeit geleistet haben.“

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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