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Weiterer Schritt zur Fertigstellung: Friedensplatz erhält neun Hainbuchen


30. April 2019 - 12:35 | von | Kategorie: Lokal |
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Friedensplatz - Bild: Stadtplanungsamt DarmstadtDie Fertigstellung des neu zu gestaltenden Friedensplatzes ist einen wichtigen Schritt vorangekommen. Der neue Eingangsbereich ist in Betrieb, die Bänke sind aufgestellt, und in den vergangenen Tagen sind neun Hainbuchen gesetzt worden. „Dieser Ort nimmt nun die qualitätvolle Form an, die er braucht, um seine Funktion zu erfüllen – ein Platz des Innehaltens und der Begegnung zu sein“, betonte Oberbürgermeister Jochen Partsch bei einem Pressetermin am Dienstag, 30. April 2019. „Als Folge des dynamischen Wachstums unserer Stadt wird auch das Zentrum stärker frequentiert, und die Nutzungen werden vielfältiger, bunter – manchmal auch lauter. Umso wichtiger“, ergänzte Partsch, „werden künftig Ruhepole, kleine Oasen in der Stadt.“ Partsch dankte Planern und Ausführenden – und den Bürgerinnen und Bürgern für ihre Geduld.

Schon seit dem 1. April 2019 bereits ist der neue Eingangsbereich zur Tiefgarage zugänglich. Der Pavillon ist zurückhaltend gestaltet. Der Zugang zur Tiefgarage präsentiert sich mit einer einladenden Geste Richtung Platzfläche. Als „fünfte Fassade“ wird die Dachfläche begrünt. Mit dem neuen Eingangsbauwerk am südwestlichen Ende des Friedensplatzes am Übergang zum Ernst-Ludwig-Platz erhält die Tiefgarage Friedensplatz einen zeitgemäßen hellen und ansprechenden Zugang mit Aufzug und Behinderten-WC. Gleichzeitig entsteht eine wettergeschützte und helle Zone für die Kassenautomaten und die Wartefläche vor dem neuen Aufzug. Die Größe der Aufzugskabine ermöglicht auch eine Nutzung mit dem Rollstuhl.

Während der Osterferien erfolgte nun die Bepflanzung der Plateaus mit neun einzelnen Hochbeeten, die neben Gräsern und Stauden mit jeweils einem Baum bepflanzt wurden. Als Baumart wurde die Hainbuche gewählt (Kosten dafür insgesamt 52.500 Euro).
Ingenieure und Planer wurden hier vor eine größere Herausforderung gestellt. Die Auswertung der Bestandsunterlagen der Tiefgarage, die erst ab 2014 im Detail zur Verfügung standen, ergab, dass die im ursprünglichen Gestaltungsentwurf für die neue Platzfläche enthaltenen Baumbeete nicht, wie geplant, auf der Tiefgaragendecke errichtet werden können. Die Tragfähigkeit der Bestandsdecke war hierzu nicht ausreichend. Zur Umsetzung der maßgeblich gestalterischen Lösung mussten die Lasten aus den Baumbeeten unmittelbar in die Stützenpfeiler der Tiefgarage abgetragen werden. Konstruktiv war dieses Problem nur durch die Anordnung einer Tragplatte oberhalb der Tiefgaragendecke möglich. Das hatte auch Einfluss auf die Platz-Entwässerung.

Ziel der Neugestaltung der Platzfläche ist die Schaffung eines offenen und freundlichen Platzes im historischen Umfeld, der nicht nur zum Überqueren, sondern auch zum Verweilen und Ruhen Anreize geben kann. In der direkten Nachbarschaft des dominanten Schlosses sollten keine Ein-bauten oder andere bauliche Nutzungsangebote den freien Blick, die Sicht- und Funktionsachsen zwischen Schloss, Landesmuseum und Mollerbau verstellen. Die Baumplateaus haben durch ihre Erhöhung zur restlichen Platzfläche und durch die Bäume eine eigene Aufenthaltsqualität erhalten. Der Übergang zwischen den Plateaus und Platzniveau wird jeweils auf drei Seiten von einer durchgehenden Treppenanlage gebildet, die in loser Abfolge durch Sitzmöglichkeiten zum Platz hin aufgelockert wurde. Zwischen den beiden Plateaus gibt es eine breite barrierefreie Durchgangsmöglichkeit.

Das Projekt Neugestaltung Friedensplatz ist ein gemeinsames Projekt der Wissenschaftsstadt Darmstadt mit der Heag Holding (Eigentümerin der Tiefgarage) und der Heag mobilo. Schon im Herbst 2018 ging die erneuerte Nahverkehrsfahrbahn mit der Gleisschleife „Schlossumfahrt“ in Betrieb. Auch die Erschließungsfahrbahn wird seitdem wieder als Fußgängerzone und als Zufahrt für den Lieferverkehr genutzt. Mit Nahverkehrsfahrbahn, Baumplateaus und neuem Eingang zur Tiefgarage kann ein wesentlicher Teil des Friedensplatzes jetzt wieder von allen genutzt werden.

Bild: Stadtplanungsamt Darmstadt
Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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