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Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt ersten Bildungsbericht vor


31. Januar 2019 - 08:16 | von | Kategorie: Soziales |
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SchuleBürgermeister und Schuldezernent Rafael Reißer sowie Stadträtin und Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz haben am Dienstag (29.01.2019) den 1. Bildungsbericht für die Wissenschaftsstadt Darmstadt vorgestellt. Das für das Jahr 2018 erstellte Papier liefert einen ersten datenbasierten Überblick über die Bildungslandschaft der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Dabei bringt es vor dem Hintergrund des frühen Kindesalters bis zum Einstieg in den Beruf Daten aus Schul- und Sozialdezernat, dem Staatlichen Schulamt für den Landkreis Darmstadt-Dieburg und die Stadt Darmstadt, dem Gesundheitsamt für die Stadt Darmstadt und den Landkreis Darmstadt-Dieburg sowie von einzelnen Bildungsakteurinnen und Bildungsakteuren erstmals gemeinschaftlich unter dem Fokus Bildung zusammen.

„Dem Bericht liegt ein umfassendes Bildungsverständnis zugrunde, das zum einen Lernen in allen Lebensphasen, also Lebenslanges Lernen, umfasst und zum anderen sowohl formales, abschlussorientiertes Lernen, zum Beispiel an Schulen als auch non-formale und informelle Lernbereiche, wie zum Beispiel Schulkindbetreuung, Hort und offene Kinder- und Jugendarbeit, einschließt. Der Fokus im ersten Bildungsbericht liegt auf Bildung im Kinder- und Jugendalter von der frühen Kindheit bis zum Einstieg in den Beruf. Themen im Bereich Erwachsenenbildung werden in zukünftigen Berichten genauer betrachtet“, erläutert Schuldezernent Rafael Reißer. „Um Bildungsgerechtigkeit herbeizuführen, ist es wichtig, dass die Lernenden und ihre individuellen Bildungsbiografien im Zentrum der Überlegungen und Bemühungen stehen und nicht die Perspektiven einzelner Institutionen. Nur so können wir die Potentiale von Kindern und Jugendlichen gemäß ihrer unterschiedlichen Begabungen fördern und nutzen. Der Bildungsbericht mit seiner Lebenslaufperspektive ist daher ein wichtiger Baustein für diese institutions- und zuständigkeitsübergreifende Betrachtung.“

Kinder- und Jugenddezernentin Barbara Akdeniz lobt die ämter- und dezernatsübergreifende Arbeit: „Der Bildungserfolg junger Menschen hängt nach wie vor zu stark von der sozialen Herkunft und dem sozioökonomischen Status der Eltern ab. Um Chancen- und Bildungsgerechtigkeit zu ermöglichen, ist es notwendig, die Stellschrauben zu finden, an denen wir drehen können. Denn bei ungleichen Voraussetzungen müssen die Lösungsansätze auch unterschiedlich und vielfältig sein, um strukturelle Defizite auszugleichen und Zugänge sowie Durchlässigkeit der Bildungssysteme zu erreichen. Der Bildungsbericht in Verbindung mit der Sozialberichterstattung gibt wichtige Hinweise und zentrale Aussagen für unsere Weiterarbeit.“

Im Bericht werden zunächst relevante sozio-demographische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen dargestellt, gefolgt von der detaillierten Betrachtung von Bildung in der Wissenschaftsstadt Darmstadt entlang verschiedener Lebensphasen. Vom frühen Kindesalter über den Eintritt in die Grundschule, den Übergang in eine weiterführende Schule bis hin zum Einstieg in den Beruf werden unterschiedliche – sowohl formale als auch non-formale – Lern- und Unterstützungsbereiche für Kinder und Jugendliche sowie für ihre Familien vorgestellt. Der Bericht schließt mit einem Ausblick auf Handlungsbedarfe, gibt jedoch bewusst noch keine konkreten Handlungsempfehlungen. Diese sind im Anschluss gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus den unterschiedlichen Bildungsbereichen sowie Bürgerinnen und Bürgern zu erarbeiten. Im Sinne der Chancengerechtigkeit werden so oft wie möglich die Daten hinsichtlich Geschlecht und Migrationshintergrund überprüft und ausgewertet. Die Themen Integration und Sprachbildung sowie Inklusion sind bewusst nicht in gesonderten Kapiteln dargestellt, sondern werden als Querschnittsthemen entlang der Bildungsbiografie stets mitbearbeitet.

Erarbeitet wurde der Bildungsbericht im Rahmen des Förderprogramms ‚Bildung integriert‘, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union. Mithilfe dieses Programms hat sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr 2016 zum Ziel gesetzt, ein datenbasiertes kommunales Bildungsmanagement aufzubauen und zu etablieren. Ziel ist es, die Bildungslandschaft vor Ort auf Grundlage einer soliden Datenbasis unter Mitwirkung unterschiedlicher Akteurinnen und Akteure zu gestalten.

Download: 1 Bildungsbericht 2018 (PDF)

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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