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„Hessen muss Zukunftsthemen Schub geben“ – TU-Präsident Prömel fordert mehr Investitionen zur Gestaltung der Digitalisierung


5. Dezember 2018 - 07:32 | von | Kategorie: Wissenschaft |
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Schnelle und gezielte Investitionen in Zukunftsthemen wie Robotik, Smart Cities, Digitalmedizin und Weltraumtechnologien hat der Präsident der Technischen Universität Darmstadt, Professor Hans Jürgen Prömel, von der künftigen hessischen Landesregierung gefordert.

Der Standort Hessen dürfe seine vielversprechende Startposition und Stärke, die technologische Transformation für die Wirtschaft und Gesellschaft zu gestalten, nicht verspielen, so Prömel. In einer schriftlichen politischen Positionierung mahnt der Präsident an, Schlüsseltechnologien wie etwa Künstliche Intelligenz und IT-Sicherheit müssten stärker systematisch gefördert werden – auch an den Universitäten. So könne Hessen in Zukunftsthemen eine Spitzenstellung in Forschung, Bildung und Transfer wahren. Zugleich verweist Prömel auf bereits laufende millionenschwere Investitionsprogramme in anderen Bundesländern.

Die Positionierung im Wortlaut:

Hessen startet durch: Zentralen Zukunftsthemen jetzt Schub geben!

Die gegenwärtige technologische Transformation ist in ihrem Tempo historisch einmalig und wird von der Digitalisierung von Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft getrieben. Diese tiefgreifende Transformation bietet für Hessen erhebliche Chancen, um Grenzen des Wissens zu überwinden, neue Technologien zu entwickeln und gesellschaftliche Gestaltungsmöglichkeiten zu schaffen. Bei einer zu langsamen Transformation kann Hessen andererseits wissenschaftlich und wirtschaftlich abgehängt werden – mit langfristigen Konsequenzen für Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Zu den zentralen Zukunftsthemen für Hessen, die aktuelle wirtschaftliche Stärken des Landes repräsentieren und zugleich von der technologischen Transformation besonders stark erfasst werden, gehören insbesondere Robotik, Smart Cities, Digitalmedizin, Weltraumtechnologien, Industrie 4.0 und Fintech.

In allen diesen Themen entstehen in hohem Tempo die Märkte und Nutzungsmöglichkeiten der Zukunft. Damit einhergehend verändern sich Forschungsbedarfe und Kompetenzanforderungen für Fachkräfte. Entscheidende Schlüsseltechnologien für die Entwicklung dieser Zukunftsthemen sind Künstliche Intelligenz (KI) und IT-Sicherheit.

Viele Bundesländer – wie auch viele Staaten weltweit – investieren derzeit erheblich und nachhaltig in die Zukunftsthemen und die ihnen zugrundeliegenden Schlüsseltechnologien. Beispielhaft sind zu nennen: Neugründung Technische Universität Nürnberg (1,2 Mrd. Euro); Cyber Valley KI Stuttgart-Tübingen (10 neue Professuren und 10 Forschungsgruppen); Einstein Center Digital Future Berlin (50 neue Informatikprofessuren); Neugründung Universitätsmedizin Bielefeld mit Fokus medizinische Informations- und Kommunikationstechnologien (45 Mio. Euro pro Jahr).

Hessen hat für diese Zukunftsthemen eine vielversprechende Startposition. In Darmstadt besitzt Hessen einen europaweit führenden Wissenschaftscluster für IT-Sicherheit sowie herausragende Kompetenzkerne in KI. In einigen Zukunftsthemen wurden zudem bereits signifikante Aktivitäten aufgegleist, etwa in Industrie 4.0 (Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum) und Fintech (Digital Hub sowie TechQuartier). In den weiteren Zukunftsthemen hat Hessen eine gute Ausgangslage zur Weiterentwicklung, beispielsweise in der Robotik durch einige international herausragende Forschungsgruppen oder in den Weltraumtechnologien durch das Europäische Satellitenkontrollzentrum ESOC.

Um die Chancen der technologischen Transformation zu nutzen und in zentralen Zukunftsthemen künftig an der Spitze zu stehen, muss Hessen nun gezielt investieren. Die Zukunftsthemen Robotik, Smart Cities, Digitalmedizin und Weltraumtechnologien sind dabei für die hessische Wirtschaft und Gesellschaft besonders relevant und werden zugleich noch nicht hinreichend stark verfolgt. Die Landesregierung muss diese Zukunftsthemen und die zugrunde liegenden Schlüsseltechnologien gezielt und nachhaltig fördern.

Konkret braucht es dazu den Ausbau der wissenschaftlichen Exzellenz in KI sowie den Aufbau neuer Zentren für die Zukunftsthemen, etwa durch eine zusätzliche LOEWE-Förderlinie. Von den Universitäten ausgehend, binden diese Zentren alle relevanten Akteure in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ein und machen die Schlüsseltechnologien für die technologische Transformation nutzbar. So erreicht Hessen in den Zukunftsthemen eine Spitzenstellung in Forschung, Bildung und Transfer.

Quelle: TU Darmstadt

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