Wissenschaftsstadt Darmstadt veröffentlicht Statistische Berichte zum ersten Halbjahr 2016


27. November 2016 - 11:11 | von | Kategorie: Lokal | Artikel drucken
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Das Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die neuesten Statistischen Berichte in einem Heft aufbereitet. Neben Statistikdaten zum ersten Halbjahr 2016 werden im neuen Bericht nun erstmals auch differenzierte Daten zu Darmstädter Menschen mit Migrationshintergrund veröffentlicht. „Darmstadts Stärke ist seine Internationalität“, sagt dazu Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Das spiegelt sich in der hohen Zufriedenheit der hier lebenden Menschen. Ankunftsstädte sind Städte mit Zukunft – hier kommen Technik, Talente und Toleranz zusammen.“

Die neuen Daten zur Bevölkerung mit Migrationshintergrund ermöglichen es laut Partsch in vielen Planungsbereichen, sich noch besser auf die Bedürfnisse der Bevölkerung einzustellen – sei es bei den Kitas, in den Grundschulen, in den Berufsschulen oder in der Altenpflege, im Sozialen, bei der Integrationsarbeit oder bei der weiteren Stadtplanung und Stadtentwicklung. „Die Zahlen bestätigen, dass aktuell Menschen aus 150 Nationen friedlich in unserer Stadt zusammenleben. Die Daten über in Darmstadt lebende Menschen mit Migrationshintergrund sind eine wichtige Hilfe für die Fachämter, um das weltoffene Darmstadt zu stärken.“

Die nun in den Statistischen Berichten veröffentlichten Daten sind nach Stadtteilen, Altersgruppen sowie nach Geschlecht für 2014 und 2015 analysiert und erlauben tiefgehende Einblicke in eine vielfältige Stadtgesellschaft. Bis zum 31. Dezember 2015 lebten demnach 157.390 Personen in Darmstadt. Davon waren 18,9 Prozent Personen mit einer ausländischen Staatsangehörigkeit und 59.657 Personen hatten einen Migrationshintergrund. Das entspricht einem Anteil von 37,9 Prozent aller Darmstädterinnen und Darmstädter. „Dies ist unter anderem ein Beleg für die Attraktivität Darmstadts auch für Menschen ausländischer Herkunft“, sagt Oberbürgermeister Jochen Partsch.

In der neuen Publikation sind detaillierte Karten zur Verteilung der Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtgebiet zu finden: 18 Prozent im statistischen Bezirk 740 „Am Frankenstein“, über 60 Prozent in den Bezirken 250 „Mornewegviertel“ und 750 „Kirchtannensiedlung“. Viele Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund leben in den einwohnerstarken Bezirken 910 „Kranichstein-Süd“ und 750 „Kirchtannensiedlung“.

Die Bevölkerungspyramide zeigt deutliche Unterschiede im Altersaufbau der Darmstädter Bürgerinnen und Bürger. Bei Kindern und Jugendlichen bis 15 Jahre mit Migrationshintergrund beträgt deren Anteil über 50 Prozent. Auffällig ist zudem, dass deren Anteil in den Altersklassen von 25 bis unter 45 Jahre über 40 Prozent beträgt und die älteren Altersgruppen ab 45 Jahre einen deutlich kleineren Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund haben. In der Altersgruppe 80 Jahre und älter leben rund 700 Frauen und 450 Männer mit Migrationshintergrund in Darmstadt. Der höhere Anteil an Frauen entspricht dem bundesweiten Durchschnitt in dieser Altersgruppe.

Bei der Betrachtung von Nationalitäten in Darmstadt sind laut Statistik Menschen mit einer Herkunft aus der Türkei, aus Polen und Italien am stärksten vertreten. Erstmals können nun auch Nationen aus der ehemaligen Sowjetunion, wie Kasachstan, ausgewiesen werden. Bei diesen Menschen handelt es sich überwiegend um Aussiedlerinnen und Aussiedler, die in den Jahren vor und nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in die Stadt gekommen sind.

Die Publikation kann entweder kostenlos auf www.darmstadt.de/standort/statistik-und-stadtforschung heruntergeladen werden oder ist in gedruckter Form in der Bürgerinformation am Luisenplatz erhältlich.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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