Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschließt neue Marktordnung


18. August 2009 - 08:32 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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MarktplatzDer Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat am vergangenen Mittwoch (12.08.09) eine neue Marktordnung für den Wochenmarkt in der Stadtmitte beschlossen.

Im neuen Regelwerk für den Wochenmarkt, das voraussichtlich im September nach Beschluss durch die Stadtverordnetenversammlung in Kraft tritt, wird eine Begrenzung der derzeitigen Wochenmarkttage von sechs Werktagen auf zukünftig vier Werktage von mittwochs bis samstags vorgenommen. Die Öffnungszeiten sind dann mittwochs und donnerstags von 8 Uhr bis 15 Uhr (vorher 7 Uhr bis 16 Uhr), freitags von 8 Uhr bis 18 Uhr (vorher 7 Uhr bis 16 Uhr) und samstags von 8 Uhr bis 15 Uhr (vorher 7 Uhr bis 14 Uhr).

Eine verpflichtende Kernverkaufszeit für alle Marktbeschicker besteht mittwochs und samstags jeweils von 8 Uhr bis 14 Uhr.

Nach wie vor werden Jahres- und Tagesplätze von der Marktaufsicht des Eigenbetriebs Bürgerhäuser und Märkte vergeben. Mit der Zuweisung eines Jahresplatzes verpflichtet sich der Marktbeschicker zukünftig, mindestens mittwochs und samstags auf dem Wochenmarkt vertreten zu sein, eine Präsenz am Donnerstag oder Freitag ist optional.

„Das alte Konzept, den Wochenmarkt täglich anzubieten, hat sich überholt. Die Bereitschaft der Marktbeschicker, an jedem Tag mit einem Stand präsent zu sein, ist gering, und auch der Bedarf der Kundenmehrheit hat sich verändert. Es gibt nur noch sehr wenige Menschen, die täglich frühmorgens zum Markt gehen, um einzukaufen. Dagegen hat sich der Freitag als besonderer Wochenmarkttag für Berufstätige etabliert, die mittags oder nach dem früheren Feierabend mit dem Wochenmarktbesuch das Wochenende einläuten“ erläutert der für den Wochenmarkt zuständige Dezernent, Stadtrat Dr. Dierk Molter. Mittwoch und Samstag seien auch weiterhin die klassischen Markttage: „Das Angebot auf dem Marktplatz richtet sich mittwochs an die traditionellen Vormittagsmarktkunden, samstags werden insbesondere Familien angesprochen, die einmal pro Woche in die Stadt gehen und diesen Einkauf mit dem Besuch des Wochenmarktes verbinden“.

Die Jahresplatzgebühren für Marktbeschicker bleiben unverändert. Die Gebührenordnung für die Benutzung des Wochenmarktes der Wissenschaftsstadt Darmstadt an einzelnen Tagen schreibt erstmals seit 2002 eine Erhöhung der Gebühren fest: Die Tagesplatzgebühr je Verkaufsplatz in der Größe von sechs Quadratmetern für das Angebot „Gemüse, Eier, Butter, Käse, Backwaren, Geflügel, Fisch“ beträgt in Zukunft sechs Euro (bisher: vier Euro), Anbieter von „Obst, Kräuter, Gewürze und sonstiges“ zahlen acht Euro (bisher: 5,50 Euro).

„Ziel der neuen Marktordnung ist die Steigerung der Angebotsattraktivität. Wir möchten weitere regelmäßige Anbieter aus der Region Starkenburg für den Darmstädter Wochenmarkt gewinnen, das gilt für Selbsterzeuger wie auch Direktvermarkter. Frische Lebensmittel, spezielle Bioerzeugnisse und Delikatessen aus der Region sollen in Zukunft den Kern des Wochenmarktes bilden. Wesentliches Element ist auch das gastronomische Angebot, das wir aus den Produkten der regionalen Anbieter heraus entwickeln wollen. Wochenmärkte sind die älteste und gleichzeitig schönste Einkaufsmöglichkeit in der Stadt. Das wollen wir erhalten und gezielt weiterentwickeln. Die Bereitschaft aller Beteiligten, den Wochenmarkt in der Darmstädter Innenstadt wieder zu einem Erfolgsmodell zu machen, ist sehr hoch“, so Stadtrat Dr. Molter.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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Ein Kommentar
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  1. gegen diesen Beschluss müssen unbedingt Maßnahmen ergriffen werden! Geht es denn mittlerweile nur noch um Profite und Renditen? Die Menschen die ihre Waren auf dem Markt verkaufen, leben doch nicht nur von Stammkunden, sondern in erster Linie auch durch Laufkundschaft. Und nur Samstags verkaufen zu dürfen, wenn man auch Mittwochs verkauft, ergibt in meinen Augen wenig Sinn. Der Samstagsmarkt macht schließlich den Großteil des Umsatzes aus. Wer samstags nicht verkaufen darf, weil er mittwochs nicht verkaufen kann, der kann seine Waren gleich in die Mülltonne werfen.
    Mit dieser Regelung stellt die Stadt – wie schon mit der Abschaffung des Flohmarktes auf dem Karolinenplatz – unter Beweis, dass ihr an der Darmstädter Kultur nicht sehr viel gelegen sein kann und auch nicht an den Menschen, die davon ihren Unterhalt bestreiten. Wir Darmstädter und Nicht-Darmstädter sollten uns dies nicht gefallen lassen. Wir wollen keine großen Einkaufskomplexe und Hotels – wir wollen unsere Darmstädter Märkte!! Punkt.

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