TU Darmstadt setzt Hoffnungen in geplantes Konjunkturprogramm


17. Dezember 2008 - 07:18 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Die Absicht der hessischen Landesregierung, im Rahmen eines 500 Millionen Euro starken Konjunkturprogramms dringend nötige Hochschulbau-Investitionen vorzuziehen, wird vom Kanzler der TU Darmstadt, Dr. Manfred Efinger, ausdrücklich begrüßt. „In diesem Zusammenhang könnte ein Teil des Sanierungsstaus der seit 2005 autonomen TU Darmstadt abgebaut werden, der mit den bisherigen Budgetmitteln in absehbarer Zeit sonst nicht zu beheben ist“, sagte Efinger.

Die TU Darmstadt war im Jahr 2004, als das Autonomiegesetz verhandelt wurde, von einem jährlichen Bedarf für Baumaßnahmen vom 40 Mio. Euro ausgegangen. Ein Landesanteil von 20 Mio. Euro, aus dem dann auch Geräte zu finanzieren sind, wurde im Gesetz festgeschrieben, weitere 20 Mio. Euro sollten aus Mitteln der Hochschulbauförderung des Bundes kommen, die im Jahr 2007 im Rahmen der Föderalismusreform aber abgeschafft wurde.

Zwar stellt das Land 5,5 Mio. Euro für weggefallene Bundesmittel zur Verfügung und unterstützt den Neubau der Universitäts- und Landesbibliothek und die Sanierung des Darmstädter Schlosses zusätzlich mit jeweils 30 Mio. Euro, für weitere dringende Projekte wie die Sanierung der Elektrotechnik, der Physik oder den erforderlichen Neubau eines Hörsaalzentrums auf der Lichtwiese gibt es bisher keinen Spielraum. Ein Teil des vorhandenen Etats wurde darüber hinaus durch die erheblichen Baupreissteigerungen der letzten Jahre, die zum Teil bei über sechs Prozent pro Jahr lagen, aufgezehrt.

Aus dem Konjunkturprogramm der Landesregierung erhoffe sich auch die TU Darmstadt, so Kanzler Dr. Efinger, dass der Etat für Baumaßnahmen so aufgestockt wird, dass die dringendsten aufgeschobenen Projekte realisiert werden können. Das derzeit laufende Bauprogramm, das neben dem Bibliotheks-Neubau unter anderem zahlreiche Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wie die der Chemiegebäude und des Schlosses beinhaltet, ließe unter den bisherigen finanziellen Gegebenheiten bis zum Jahr 2015 keine Spielräume für neue Projekte.

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