Stille Riesen – Baumbilder von Helge & Saxana

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Das Künstlerduo Helge & Saxana, die seit 2017 gemeinsam arbeiten und ausstellen, zeigen mit ihren Bildern, als Künstler und Aktivisten, dass die bildende Kunst und die Verbundenheit von Mensch und Natur eng miteinander verknüpft sind. Mit ihrer herausragenden, fast fotorealistischen Malerei vom raumgreifenden „Riesen der Natur“, dem Baum und dem Wald, vermitteln sie, pur und reduziert, ihren unmittelbaren Bezug zu Stamm, Verästelung und Baumindividualität. Mit ihrem Werk hinterfragen sie die menschliche Entwicklung in der Natur und den Punkt an dem die Zivilisation heute angekommen ist. Ihre Gemälde lenken den Betrachter zur Frage des eigenen „SEIN’s“ und lassen die wortlosen „Helden der Natur“ sprechen. Eines verbindet sie in ihrer Malerei aufs Stärkste: Der dringliche und unaufschiebbare Aufruf zur Verantwortlichkeit und zur Achtsamkeit im Umgang mit der Natur und mit sich selbst, als Teil der Natur und der Umwelt.

Mit ihrer Teilnahme durch Installationen/Malerei/Performance an großen Aktionen und Demonstrationen im Hambacher Forst (aufgerufen dazu von Prof. Wolfgang Beckers im Juni 2018), Reinhardwald und Dannenröder Wald 2019 und LÜTZERATH 2020 – 2023 vereinen Helge & Saxana eindrucksvoll bildende Kunst mit Klima-Aktivismus. Die Langzeitperformance (in Form der „sozialen Plastik“) „ZUKUNFTSSPAZIERGANG 2021-2023“, in der Sie in der 6. Etappe (als Teil der documenta 15) das riesige Gemälde „Das große Gelingen“ (260 x 600 cm) von Kassel zu Fuß mit der Hilfe von vielen Menschen 256 km nach Lützerath trugen, das Gemälde – das schon Dank Prof. Peter Weibel auf dem Stand des ZKM auf der Art Karlsruhe präsentiert wurde – (das Kunstforum international berichtete) ist der kunstaktivistische PIK der letzten Jahre.

Es ist kein Zufall, dass die Ausstellung des Künstlerduos im Jubiläumsjahr des 250. Geburtstags des Ausnahmekünstlers Casper David Friedrich stattfindet. Friedrich gehört zu den großen Vorbildern des Künstlerpaars, deshalb ist ihm die Ausstellung gewidmet.

Saxana Nicole Schötschel wurde 1966 in Düsseldorf geboren. Nach einem Studium an der Werkkunstschule in Köln, Anfang der 1990er Jahre, widmete sie sich in ihrer Kunst sehr früh dem Thema „Baum“, der Natur und dem Menschen, was sich bis heute in ihrer Malerei widerspiegelt. Ihre kraftvollen und urtümlichen Baumbilder entstehen unmittelbar vor der Natur – aus dieser Kraft der Bäume bezieht sie ihre Inspiration und ist in diesem Sinne eine klassische Pleinair-Malerin, mit dem Bezug zum mittleren 19. Jahrhundert.

Helge Hommes wurde 1964 in Schwelm/Wuppertal geboren und ist im Ruhrgebiet aufgewachsen. Früh beschäftigte er sich mit Philosophie und der Kunst. Nach seinem Zivildienst widmete er sich der Malerei. Es entstanden kritisch-expressive Stadt- und Menschenbilder. Die ersten Baum- und Waldbilder entstanden ab 1997. Die leidenschaftlich-engagierte Betrachtung der Architektur der Natur spiegelt sich über viele Jahre in unterschiedlichen Werkgruppen. In dieser Ausstellung begegnen den Betrachtern Arbeiten aus den letzten Jahren, die die breite malerische Palette des Künstlers offenbaren. Von den schwarz-weißen Abstraktionen bis hin zu großformatigen surreal-fotorealistischen Arbeiten.

Helge & Saxana unterhalten ein großes gemeinsames Atelier in Leipzig, wo sie leben und arbeiten und haben im Herbst 2023 den Kunstverein 1,5° ‒ Atelier für Gegenwartskunst gegründet. Die Ausstellung, die bis zum 6. April 2024 zu sehen ist, wird von einem umfangreichen Parallelprogramm begleitet.

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Helge & Saxana

Stille Riesen
Der Baum im Fokus der Gegenwart
Auf den Spuren von Capser David Friedrich

Ausstellungsdauer: 18. Feburar bis 6. April 2024

Galerie Netuschil
Schleiermacherstr. 8
64283 Darmstadt

Bilder: Helge & Saxana
Quelle: Galerie Netuschil


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