Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Präsentation des Siegerentwurfs für den Hochhausbau auf dem Marienplatz | DarmstadtNews.de

Präsentation des Siegerentwurfs für den Hochhausbau auf dem Marienplatz


9. Juli 2022 - 09:40 | von | Kategorie: Lokal |
  Teilen auf: Twitter | Facebook | AddThis

Den Realisierungswettbewerb für den Hochhausbau auf dem Darmstädter Marienplatz hat das Darmstädter Architekturbüro „netzwerkarchitekten“ gewonnen. Die hochkarätig besetzte Wettbewerbsjury mit sechs Fach- und fünf Sachpreisrichterinnen und -richtern, darunter Oberbürgermeister Jochen Partsch und Stadtplanungsdezernent Michael Kolmer, hatte zunächst zwei gleichwertige Entwürfe in einer ersten Jurysitzung für eine Überarbeitungsphase im Mai 2022 ausgewählt. In der zweiten und finalen Jurysitzung überzeugte schließlich der Entwurf von „netzwerkarchitekten“. Der zweite Platz ging an das Architekturbüro „a+r Architekten“ aus Stuttgart.

Gegenstand des Wettbewerbs war die hochbauliche Planung für das Hochhaus mit kleinteiligen Gewerbeflächen. In dem Hochhaus sind hauptsächlich Wohnungen geplant. Im Erdgeschoss wird es einen Nahversorger und eine kleine Gastronomiefläche, in dem darüberliegenden Geschoss Büroflächen geben.

Oberbürgermeister Jochen Partsch äußerte sich erfreut über das Wettbewerbsergebnis: „Der Marienplatz ist der letzte große Entwicklungsbaustein im inneren Stadtgefüge der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Mit dem Wettbewerb für das Hochhaus haben wir nun einen wichtigen Auftakt für die weitere Hochbauentwicklung geschaffen.“

Die Architektin Prof. Christa Reicher, die den Vorsitz des Preisgerichts innehatte, ergänzte: „Beide Teams haben ihre Entwürfe intensiv weiterentwickelt und die Qualität ihrer Arbeiten nochmals deutlich gesteigert. Wir können einen überzeugenden Entwurf präsentieren, der auf die städtebauliche Situation adäquat reagiert und der Bedeutung des Standortes gerecht wird“, so Prof. Christa Reicher. Der Marienplatz liegt im Zentrum der Wissenschaftsstadt Darmstadt und ist Teil des sogenannten Anlagenrings, der die Nahtstelle zwischen der Kernstadt und den später entstandenen Stadtquartieren bildet.

Ausgelobt wurde der Wettbewerb von dem multinationalen und führenden Bau- und Immobiliendienstleister mit Hauptsitz in Zürich. Die Zentrale des deutschen Development-Bereichs von Implenia Real Estate ist in Raunheim. Das Verfahren wurde in enger Abstimmung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt durchgeführt.

Auf dem Marienplatz plant Implenia ein urbanes, modernes und nachhaltiges Wohnquartier, das sich in einen mäanderförmigen Baukörper und einen 16-geschossigen Wohnturm gliedert. Insgesamt sollen in dem Quartier rund 320 Wohnungen entstehen, die für alle Einkommensgruppen und Haushaltsformen geplant sind. 45 Prozent des Wohnraums im Gesamtprojekt werden im Segment des geförderten Wohnraums entstehen. 25 Prozent der Wohnfläche sind für Wohnungen von Haushalten mit geringem Einkommen, 20 Prozent für Wohnungen von Haushalten mit mittlerem Einkommen vorgesehen. Zudem sind kleinteilige Nahversorgungseinheiten sowie eine öffentliche Kindertagesstätte geplant.

Planungsdezernent Michael Kolmer sagte: „Projektentwickler und Verwaltung, darunter das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung, arbeiten derzeit intensiv an der Schaffung des notwendigen Bau- und Planungsrechts. Wir können nun im weiteren Verfahren voranschreiten. Insbesondere die ökologischen Qualitäten des Entwurfs überzeugen. Die Jury hat eine gute und zukunftsweisende Lösung für die Bebauung am Marienplatz gefunden.“

Bereits 2019 hatte Implenia zusammen mit den „netzwerkarchitekten“ und „GTL Landschaftsarchitekten“ aus Kassel den städtebaulichen Realisierungswettbewerb für das rund 1,4 ha große Grundstück am Marienplatz gewonnen. „Wir bedanken uns sehr herzlich für die Arbeiten aller teilnehmenden Büros. Wir sind beeindruckt von der Vielfältigkeit der Lösungen, dem gestalterischen Anspruch und dem Willen, mit dem Gebäude den Anspruch an Nachhaltigkeit weiterzuführen, den das Mäander-Gebäude bereits aufweist“, so Markus Roer, Verantwortlicher bei Implenia.

Parallel laufen nun weiterhin die Arbeiten zur Schaffung des notwendigen Planungs- und Baurechts für die Projektentwicklung. Als nächste Planungsschritte stehen die Offenlage und der Satzungsbeschluss auf der Agenda. Die für das Gebiet erforderliche Kita wird durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt auf einem im städtischen Besitz befindlichen Teil des Grundstücks errichtet. Die Kita ist in das Gesamtkonzept des Mäanders und in das erforderliche Bauleitplanverfahren eng integriert.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Teilen auf: Twitter | Facebook | AddThis

Tags: , ,