Bürgerinformation zum Auftreten der Gespinstmotte an Bäumen und Sträuchern

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Derzeit sind in der Wissenschaftsstadt Darmstadt viele Bäume und Sträucher zu sehen, die von spinnennetzartigen Gespinsten überzogen sind. „Es handelt sich dabei nicht um Nester des Eichenprozessionsspinners, dessen Brennhaare allergische Reaktionen hervorrufen können, sondern meistens um die sehr auffällige, aber harmlose Gespinstmotte“, erklärt Umweltdezernent Michael Kolmer.

Die Raupen der Gespinstmotte bilden im Frühjahr Gespinste aus, die ganze Bäume oder Sträucher überziehen können. Die Gehölze werden anschließend teilweise komplett kahlgefressen. Mitte bis Ende Juni verpuppen sich die Raupen und fliegen nach 10 bis 20 Tagen als weiße Falter mit schwarzen Punkten davon.

„Die Gespinste finden sich an unterschiedlichen Gehölzarten, auch an Obstbäumen. Für den Menschen sind diese Raupen ungefährlich und für Vögel sind sie eine wertvolle Nahrungsquelle. Auch die Gehölze tragen in der Regel keinen Schaden davon, da sie im Juni mit dem Johannistrieb erneut austreiben. Von Seiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt finden deshalb keine Bekämpfungsmaßnahmen gegen die Gespinstmotte statt. Sollte es durch die Gespinstmotte vorübergehend zu Beeinträchtigungen kommen, bitten wir um Verständnis und etwas Geduld“, so Kolmer weiter.
Anders verhält es sich mit den Nestern der Eichenprozessionsspinnerraupen. Diese findet man nahezu ausschließlich an Eichen. Derzeit befinden sich die Raupen noch überwiegend in den oberen Kronenbereichen der Bäume. Jedoch wandern sie im Laufe des Frühjahrs und des Sommers nach unten. Ab Anfang Juni kann man an befallenen Bäumen Nester auch im unteren Stammbereich entdecken. Diese haben jedoch, anders als bei der Gespinstmotte, keine netzartige Struktur, sondern sind sehr kompakt und beinhalten die Häutungsreste der Raupen.

Da die Haare der Eichenprozessionsspinnerraupen bei Kontakt allergische Reaktionen auslösen können, wurden Eichen auf vielen städtischen Grundstücken prophylaktisch behandelt. Weitergehende Informationen zum Eichenprozessionsspinner finden Sie im Internet über https://liup.de/Eichenprozessionsspinner.

Das Auftreten von Eichenprozessionsspinnerraupen auf öffentlichen Grünflächen oder im Straßenbereich können Bürgerinnen und Bürger dem städtischen Grünflächenamt unter der Telefonnummer 06151 / 13-2900 oder 13-4507 melden.

Auf privaten Grundstücken ist grundsätzlich der Eigentümer für die Bekämpfung verantwortlich. Mieter werden gebeten, sich direkt an den Eigentümer wenden und die Veranlassung geeigneter Maßnahmen einzufordern.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt


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