Wissenschaftsstadt Darmstadt wird Ökomodellregion – Gemeinsame Bewerbung mit umliegenden Landkreisen erfolgreich


29. Juni 2018 - 09:15 | von | Kategorie: Aktuelles, Umwelt | Artikel drucken
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WochenmarktDie Region Südhessen und damit auch die Wissenschaftsstadt Darmstadt werden Ökomodellregion. Dies gab die Hessische Umweltministerin Priska Hinz im Umweltministerium bekannt. Die Stadt hatte sich gemeinsam mit dem Odenwaldkreis, dem Landkreis Darmstadt-Dieburg und dem Kreis Groß-Gerau um die Einrichtung einer weiteren Ökomodellregion in Südhessen beworben.

Umweltdezernentin Barbara Akdeniz freut sich über die Entscheidung des Umweltministeriums: „Mit der Anerkennung als Ökomodellregion wird die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur Partnerin in der neuen Region, die aufgrund ihrer Größe aber auch wegen ihrer Verzahnung von Stadt und Land etwas Besonderes ist. Ihre Vielfalt spiegelt sich auch in ihrer Landwirtschaft wider: Grünland und Viehhaltung für Milch und Fleisch prägen den Osten der neuen Region, während im Westen Sonderkulturen wie Spargel und Erdbeeren sowie Gemüsebau dominieren. Die nächsten Jahre bieten nun viele Möglichkeiten für die Vollerwerbslandwirtschaft auf Darmstädter Stadtgebiet, von denen nicht nur die Menschen in der Region sondern auch die Natur profitieren werden. Sichtbar wird der nachhaltige Aspekt von ökologischer Landwirtschaft auf jeder Fläche, die blühende Pflanzen enthält, sei sie auch noch so klein. Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten werden die neuen Flächen dankbar annehmen.“ Das gemeinsame Motto aller Ökomodellregionen heißt: ‚Mehr Bio aus Hessen für Hessen!‘. Das bio-regionale Angebot soll stärker ausgebaut werden. Für die Landwirtschaft in Darmstadt sollen mehr Anreize zur Umstellung auf ökologischen Landbau geschaffen werden. Aber auch die Betriebe, die schon ökologisch wirtschaften, wie einer der ältesten Demeter-Höfe Deutschlands der Eichwaldhof und das Hofgut Oberfeld erfahren noch mehr Aufmerksamkeit. Gräben zwischen konventionell und ökologisch wirtschaftenden Betrieben sollen überwunden werden zum Nutzen einer nachhaltigen und zukunftssichernden Bewirtschaftungsweise.

Der Einrichtung der neuen Ökomodellregion vorausgegangen war ein aufwendiger Bewerbungsprozess in dessen Verlauf unter anderem ein breit angelegter Workshop mit über 150 Akteurinnen und Akteuren aus der Landwirtschaft aber auch aus Handel, Gastronomie und Tourismus durchgeführt wurde. „Dabei wurden die bereits guten Voraussetzungen aber auch Defizite und vor allem viele gute Ideen für die nun neu geschaffene Region gemeinsam erarbeitet. Insbesondere der Grundwasserschutz soll ein Schwerpunktthema werden aber auch Vermarktungsstrukturen für Bio-Produkte bis in Gaststätten, Supermärkte oder in Mensen sind Ziel der neuen Region“, erklärt Akdeniz weiter.

Der Aufbau von Partnerschaften dafür ist eines der Leuchtturmprojekte für die nächsten Jahre. Weitere Leuchtturmprojekte sind die Entwicklung einer „Online-Plattform Bio“, die die zentralen Themen der Modellregion Erzeugung, Vermarktung, Wissen, Öffentlichkeit verbinden und für einen transparenten Austausch aller Akteurinnen und Akteure sorgen soll. Auch ein „Runder Tisch Ökolandbau“ soll zur festen Institution werden, um Erfahrungen auszutauschen und ein besseres Klima für Umstellung auf Bio zu bewirken. Daneben ist geplant Umstellungspilotbetriebe im Sonderkultur- und Gemüseanbau zu unterstützen und in Pilotprojekten mit Betrieben zum Beispiel neue Arbeitsverfahren im Ökolandbau zu entwickeln. Wichtig ist der Dialog der Erzeugerinnen und Erzeuger mit den Verbraucherinnen und Verbrauchern, weswegen daraus ein weiteres Leuchtturmprojekt entstehen soll.

Bei so vielen Ideen und Projekten ist die Unterstützung des Ministeriums nun äußerst hilfreich: Gefördert wird zwei Jahre lang 75 Prozent des Aufwands für eine ggfs. eineinhalb Personalstellen, die die vielen Anregungen für die neue Ökomodell-Region umsetzen soll. „Ein wunderbares Projekt, das die kommunalübergreifende Zusammenarbeit weiter stärkt und die Regionen noch enger verzahnt“, betont Umweltdezernentin Akdeniz abschließend.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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