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Städtebaulicher Wettbewerb für Cambrai-Fritsch und Jefferson entschieden – Erster Preis geht an AS+P Albert Speer + Partner GmbH aus Frankfurt


19. Dezember 2017 - 10:49 | von | Kategorie: Lokal | Artikel drucken
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Darmstadts Planungsdezernentin Barbara Boczek hat am Montag, 18. Dezember 2017, die Ergebnisse des städtebaulichen Wettbewerbs zur Konversion der ehemaligen Cambrai-Fritsch-Kaserne und der benachbarten Jeffersonsiedlung vorgestellt. Den ersten Preis erkannte die Jury bei ihrer Sitzung am Freitag, 15. Dezember 2017 unter Vorsitz von Professor Sophie Wolfrum dem Büro AS+P Albert Speer + Partner GmbH, Frankfurt zu. Der zweite Preis ging an Kramm & Strigl, Architekten und Stadtplaner, Darmstadt, und Freiraum, Rabsilber und Heckmann, Wiesbaden. Platz drei sicherten sich die Dömges Architekten AG, Regensburg, und lab landschaftsarchitektur brenner Partnerschaft mbH, Landshut. Auf Platz vier landeten Baurmann Dürr Architekten, Karlsruhe, und Schmid Treiber Partner Landschaftsarchitekten, Leonberg.

Mit Ankäufen wurden Motorplan Architekten, Heidelberg, metris Architekten + Stadtplaner BDA und BHM Planungsgesellschaft mbH, MORPHO-LOGIC Architektur+Stadtplanung, München, und Lex Kerfers_Landschaftsarchitekten, Bockhorn sowie VAU, Breisach, und Pit Müller Landschaftsarchitekt, Freiburg ausgezeichnet. An dem Wettbewerb hatten sich insgesamt 16 Architekturbüros beteiligt.

„Die Konversion der beiden ehemaligen Kasernenareale Lincoln sowie Cambrai-Fritsch/Jefferson in Wohnquartiere ist für die Stadt Darmstadt von größter Bedeutung, denn wir wollen in den nächsten Jahren 10.000 Wohnungen bereitstellen, um der großen Nachfrage nachzukommen“, sagte Boczek bei der Vorstellung des Wettbewerbsergebnisses. „Auf Lincoln entsteht derzeit Wohnraum für rund 5000 Menschen. Auf dem Areal von Cambrai-Fritsch und Jefferson sollen auf 34 Hektar 1300 Wohnungen für über 3000 Menschen errichtet werden.“

Geplant sei, so Boczek, ein gemischtes Wohnungsangebot für unterschiedliche Nutzergruppen, ein breites Versorgungsangebot für Menschen aller Altersgruppen; ein attraktives Angebot an sozialer Infrastruktur, ein autoarmes Wohnumfeld und qualitativ hochwertige Freiräume sollen das neue Stadtquartier kennzeichnen. Dabei werden 25 Prozent geförderter Wohnungsbau und zwanzig Prozent Wohnungen für Bezieher mittlerer Einkommen entstehen, um das Angebot für Gruppen, die am Darmstädter Wohnungsmarkt nur schwer bezahlbaren Wohnraum finden, zu verbessern. Das Areal soll in Etappen bebaubar sein.

Auch bei Cambrai-Fritsch/Jefferson fördert die Wissenschaftsstadt Darmstadt nachhaltige Mobilität, um ein autoarmes Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität und bespielbaren öffentlichen Räumen zu schaffen. So wird die Straßenbahnlinie 3 so schnell wie möglich durch das neue Wohngebiet führen, mit zwei neuen Haltestellen, und verlängert zur Heidelberger Straße. „Wie auf Lincoln werden wir eine Mobilitätszentrale einrichten, mit Miet- und Leihangeboten von Rädern und Autos. Analog zur Lincoln-Siedlung soll ein umfassendes Mobilitätskonzept inklusive Stellplatz- und Mobilitätsmanagement für das neue Wohnquartier erstellt werden, das durch vielfältige alternative Mobilitätsangebote den freiwilligen Verzicht auf die Nutzung des eigenen PKW ökonomisch attraktiv und komfortabel macht“, erklärte Boczek. „Durchgangsverkehr für den motorisierten Individualverkehr soll es nicht geben. Das musste im Wettbewerb berücksichtigt werden.“

Nach Entscheidung durch das Gremium des Preisgerichts ist vorgesehen, den Siegerentwurf mit der Überarbeitung seines Entwurfs unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts zu beauftragen. Diese Überarbeitung wird dem Magistrat und der Stadtverordnetenversammlung zum Beschluss vorgelegt und dient dann als Grundlage zur Erarbeitung des Bebauungsplans. Das Areal soll zügig entwickelt werden. Dazu muss das Gelände zunächst von der Bundesagentur für Immobilienaufgaben (BImA) erworben werden; die Verhandlungen laufen. Ein Vertreter der BImA war am Preisgericht beteiligt.

Das Areal der Cambrai-Fritsch-Kaserne war 1938 von der Wehrmacht bebaut worden. Nach 1945 diente der Komplex, erweitert um die Jefferson-Siedlung, der US Army. Die amerikanischen Streitkräfte und ihre Familien verließen 2008 Darmstadt. Die Wettbewerbsarbeiten aller Teilnehmer können bis Donnerstag, 21. Dezember 2017, mittwochs von 10 bis 17 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 13 bis 20 Uhr im ehemaligen Kreistagssitzungssaal in der Rheinstraße 67 besichtigt werden.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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