Wissenschaftsstadt Darmstadt befragt zur Erstellung des neuen Mietspiegels


11. Oktober 2017 - 08:30 | von | Kategorie: Lokal | Artikel drucken
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beginnt im Oktober 2017 mit der schriftlichen Befragung der Mieterinnen und Mieter zur Erstellung des neuen qualifizierten Mietspiegels 2018. Die Befragung der Vermieter und Vermieterinnen folgt im November 2017. Der Mietspiegel gibt verlässliche Auskunft über die ortsübliche Vergleichsmiete und soll von Vermieterinnen und Vermietern auf der einen, wie auch von Mieterinnen und Mietern auf der anderen Seite genutzt und angewandt werden. Er soll dazu beitragen, das Mietpreisgefüge im nicht preisgebundenen Wohnungsbestand möglichst transparent zu machen, um Streitigkeiten zwischen Mietvertragsparteien, die sich aus Unkenntnis des Mietpreisgefüges ergeben könnten, zu vermeiden, Kosten der Beschaffung und Bewertung von Informationen über Vergleichsmieten im Einzelfall zu verringern und den Gerichten die Entscheidung in Streitfällen zu erleichtern. Er trägt damit wesentlich zum sozialen Frieden zwischen den Parteien auf dem Wohnungsmarkt bei. Die Grundlage für den Mietspiegel findet sich im Mietrecht des Bürgerlichen Gesetzbuches, wobei unterschieden wird zwischen dem ‚normalen‘, und dem ‚qualifizierten‘ Mietspiegel. Voraussetzung für einen ‚qualifizierten‘ Mietspiegel ist, dass er auf repräsentativer Datenbasis, erstellt wurde.

Die für das Wohnungswesen zuständige Dezernentin, Stadträtin Barbara Akdeniz, teilt dazu mit: „In Darmstadt ist die Verwendung ‚qualifizierter‘ Mietspiegel schon seit Jahren Standard. Auch der derzeitige Mietspiegel, der auf der Grundlage einer Datenbasis aus dem Jahr 2013 erstellt wurde, entspricht dem Anspruch nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen. Der Mietspiegel hat sich dabei als anerkannter Orientierungs- und Entscheidungsmaßstab zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete bei Mieterinnen und Mietern und Vermieterinnen und Vermietern bewährt. Aber auch für Behörden und Gerichte, die in Streitfällen zu entscheiden haben, hat der Mietspiegel wertvolle Dienste geleistet. Der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigt deshalb wieder einen aktualisierten Mietspiegel zu erstellen. Um den Spiegel zu erstellen bittet wir dabei um Unterstützung und weisen darauf hin, dass die Mitarbeit jedes ausgewählten Haushaltes wichtig und notwendig ist, um eine verzerrte Wiedergabe dieses Abbilds der Mietlandschaft zu vermeiden und dass auch in Zukunft ein aktueller Orientierungsmaßstab für Mieterinnen und Mieter sowie Vermieterinnen und Vermieter in Form eines Darmstädter Mietspiegels zur Verfügung stehen wird.“

Zur Erstellung des qualifizierten Mietspiegels wurde das Institut Wohnen und Umwelt beauftragt, eine Forschungseinrichtung des Landes Hessen und der Wissenschaftsstadt Darmstadt, um auch in Zukunft einen aktuellen und repräsentativen Mietspiegel zur Verfügung zu stellen. Das Vorhaben ist mit dem Mieterbund Darmstadt, Region Südhessen e.V. und Haus&Grund Darmstadt e.V. abgestimmt und wird von beiden unterstützt. Der neue Mietspiegel soll bis spätestens Juni 2018 veröffentlicht werden.

Die Befragung der Teilnehmer und Teilnehmerinnen erfolgt wieder, wie auch schon im letzten Mietspiegel, über einen schriftlichen Fragebogen. Gleichfalls zur Mieter- und Mieterinnenbefragung findet eine Befragung der Vermieter und Vermieterinnen mittels eines zugesandten Fragebogens zum Einfluss von energetischen und anderen Modernisierungsmaßnahmen des jeweiligen Hauses bzw. der Wohnung statt, welche für die Beantwortung von großem Wert ist. Die Fragebögen, der Mieter/Mieterinnen- und Vermieter/ Vermieterinnenbefragungen können per Post kostenlos zurückgeschickt werden, bei der Mieter/Mieterinnenbefragung ist die Beantwortung zusätzlich auch online möglich.

Soweit es Fragen zur Mietspiegelerstellung oder zum Fragebogen gibt, sind Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen des Instituts Wohnen und Umwelt zwischen 9 Uhr und 16 Uhr unter der Telefonnummer 06151/2904-10 erreichbar. Gerne können Fragen auch per Mail an mspda [at] iwu.de geschickt werden.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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