Vortrag über die digitale Strategie von Populisten


27. August 2017 - 08:27 | von | Kategorie: Veranstaltung | Artikel drucken
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt lädt in Kooperation mit dem Verein „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ für Donnerstag, 31. August 2017, um 19.30 Uhr zu Vortrag und Diskussion zum Thema „Die digitale Strategie von Populisten – Wie der politische Onlinediskurs instrumentalisiert wird“ mit den Kommunikationswissenschaftlern Dr. Jörg Haßler und Simon Kruschinski, M.A. von der Johannes-Gutenberg-Universität, Mainz in die Gaststätte Altes Schalthaus, Rodensteinstraße 2 ein. Stadträtin Iris Bachmann spricht ein Grußwort.

Spätestens seit dem Brexit und der US-Präsidentschaftswahl ist das Wort Populismus wieder in aller Munde. Das Internet bietet Populisten, die gegen vermeintliche Eliten antreten, zahlreiche Plattformen zur direkten Kommunikation mit den Bürgern. Dr. Jörg Haßler und Simon Kruschinski, M.A. werden über Kommunikationsstrategien und wissenschaftliche Befunde zur Wahlkampfkommunikation sprechen. Dabei stehen vor allem die Fragen im Mittelpunkt, was unter Populismus genau zu verstehen ist, wie Populisten die Herstellung einer alternativen Öffentlichkeit in sozialen Netzwerken gelingt und wie dabei sogenannte Filterblasen und Echo-Kammern entstehen können.

Die beiden Forscher beschäftigen sich mit Wahlkampfkommunikation und Online-Kommunikation. Sie haben bei zurückliegenden Wahlen zum Bundestag und bei Landtagswahlen Befragungen von Wahlkampfstrategen und Wahlkampfhelfern durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Parteien in sehr unterschiedlichem Maße neue digitale Medien einsetzen. Social-Media-Auftritte können dabei fehlende finanzielle Ressourcen ersetzen, sind aber in der Regel mit einem hohen personellen Aufwand verbunden. Der direkte Kanal zu den Wählern wird allerdings auch im politischen Diskurs instrumentalisiert. So werden Echo-Kammern, bei denen sich Nutzer gleicher Meinung gegenseitig in ihren Ansichten bestärken, gezielt genutzt um die Themensetzung im Wahlkampf zu beeinflussen.

Die beiden Referenten – Mitarbeiter am Lehrstuhl für politische Kommunikation des Instituts für Publizistik an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz – forschen zu den Themen Wahlkampfkommunikation, Onlinekommunikation und Populismus. Dr. Jörg Haßler arbeitet seit 2011 an den Universitäten in Jena und Mainz zur politischen Kommunikation. Simon Kruschinski ist seit 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Publizistik in Mainz und arbeitet derzeit am Projekt „Der Einfluss von Social Bots und Fake News auf die Bundestagswahl 2017: Eine ‚Big Data‘-Analyse politischer Diskussionsinhalte auf Facebook“.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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