Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn erhält den „Erasmus Kittler Preis“


27. Februar 2013 - 08:28 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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Die HSE Stiftung verleiht am 18. April 2013 zum dritten Mal den „Darmstädter Impuls“. Mit dem Preis für herausragendes gemeinnütziges Engagement werden in diesem Jahr Einzelpersonen oder Initiativen auf nationaler und regionaler Ebene ausgezeichnet. Den nationalen „Erasmus Kittler Preis“ erhält die Holocaust-Überlebende Trude Simonsohn. Sie wird für ihren herausragenden Einsatz für die Versöhnung und Verständigung der Menschen geehrt. Als Zeitzeugin berichtet Trude Simonsohn regelmäßig insbesondere in Schulen von ihrem Leidensweg zur Zeit des Dritten Reiches. Durch ihre Geschichte will sie die Jugend bestärken, Verantwortung zu übernehmen und Zivilcourage zu beweisen. „Trude Simonsohn leistet durch ihr Engagement einen entscheidenden Beitrag zu einer friedlichen, durch Toleranz geprägten Welt. Sie ist damit ein Vorbild für gelebte Werte“, sagt Karl Starzacher, Vorsitzender des Kuratoriums der HSE Stiftung. Der „Erasmus Kittler Preis“ ist mit 20.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 18. April 2013 im Darmstädter Wissenschafts- und Kongresszentrum „darmstadtium“ statt.

Zwei Preisträger erhalten in diesem Jahr den mit jeweils 10.000 Euro dotierten „Ludwig Bergsträsser Preis“ für ihr Engagement in der Region Rhein-Main-Neckar. Der erste Preisträger ist die Interessengemeinschaft Darmstädter Migrantenselbstorganisationen. Diese engagiert sich in Darmstadt sowie in der Region herausragend für ein Zusammenleben in Vielfalt, Chancengleichheit und gegenseitiger Wertschätzung. Die Interessengemeinschaft ist ein kultur- und religionsübergreifendes Netzwerk von Migrantenvereinen, das regional den interkulturellen Dialog anregt und sich durch Veranstaltungen sowie Weiterbildungsangebote für mehr Teilhabe und Integration stark macht.

Zweiter Preisträger ist der Verein Kunstfreunde Bergstraße e. V. Sein Ziel ist die Pflege und Förderung bildender Kunst in all ihren Ausprägungen, vor allem der Malerei und Plastik sowie der Literatur. Großes Engagement zeigen die Mitglieder des Vereins zudem im Bereich der Förderung von Menschen mit Behinderung, insbesondere von behinderten Kindern. Seit vielen Jahren organisieren die Kunstfreunde Bergstraße die integrative „Sommerakademie“, bei der Kinder mit und ohne Behinderung gemeinsam malen und töpfern. „Die beiden Preisträger des diesjährigen „Ludwig Bergsträsser Preises“ fördern durch ihr Engagement Gemeinsamkeit in Vielfalt. Sowohl die Interessengemeinschaft Darmstädter Mi-grantenselbstorganisationen als auch die Kunstfreunde Bergstraße e. V. leisten regional einen relevanten Beitrag zu einer lebenswerten Entwicklung unserer Gesellschaft“, sagt Prof. Dr. Joachim-Felix Leonhard, stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums der HSE Stiftung.

Mit dem „Darmstädter Impuls“ will die HSE Stiftung Menschen für ihren herausragenden ehrenamtlichen Einsatz würdigen und zugleich einen Anstoß für mehr bürgerschaftliches Engagement geben. Die Auszeichnungen des „Darmstädter Impuls“ werden in einem zweijährigen Turnus vergeben, das Kuratorium der HSE Stiftung beschließt über die Preisträger.

Die HSE Stiftung
1999 hat die HSE die HSE Stiftung als gemeinnützige rechtsfähige Stiftung bürgerlichen Rechts gegründet. Mit der HSE Stiftung bekräftigt der Nachhaltigkeitskonzern HSE AG seinen Willen, unabhängig vom Marktgeschehen Verantwortung in der Region zu übernehmen. Zweck der HSE Stiftung ist insbesondere die Förderung gemeinnützigen bürgerschaftlichen Engagements, vor allem in der Region Rhein-Main-Neckar. Dazu zählen Projekte und Veranstaltungen von Vereinen, Institutionen und Einrichtungen, die das Zusammenleben bereichern und die identitätsstiftend für die Region sind. 2010 wurde die HSE Stiftung für ihr herausragendes Engagement von der Hessischen Landesregierung als „Stiftung des Monats Februar“ ausgezeichnet. Die HSE Stiftung wird von einem Vorstand geleitet und von einem Kuratorium mit neun renommierten Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Gesellschaft beraten.

Die Stifterin
Die HSE AG ist einer der führenden Energie- und Infrastrukturdienstleister sowie mit den ENTEGA-Tochtergesellschaften einer der größten Anbieter von Ökostrom und klimaneutralem Erdgas in Deutschland. Als Wegbereiterin einer zukunftsfähigen Energieversorgung ge-staltet die HSE die Energiewende aktiv mit. Zu ihren Aufgaben gehören die regenerative

Energieerzeugung, die umweltschonende Versorgung mit Energie und Trinkwasser genauso wie der Bau und Betrieb von Netzen und energieeffizienten Großanlagen. Dabei folgt die HSE dem Dreischritt CO2 vermeiden, vermindern und kompensieren. Als Nachhaltigkeitskonzern möchte die HSE den Menschen und ihren Kunden eine hohe Lebensqualität ermöglichen, die nicht auf Kosten der Umwelt geht. In allem was die HSE und ihre Unternehmen tun, handeln sie mit Verantwortung – mit einem ganzheitlichen Blick auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt.

Quelle: HEAG Südhessische Energie AG (HSE)

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