START-Schülerstipendien: Jetzt bewerben!


25. Februar 2011 - 08:41 | von | Kategorie: Jugend | Artikel drucken
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Gesellschaftlich engagierte und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund können sich noch bis zum 15. März 2011 für das START-Stipendienprogramm bewerben. START unterstützt sie mit einer finanziellen Förderung und zahlreichen Bildungsangeboten auf dem Weg zum Abitur. Interessenten können sich online bewerben unter www.start-stiftung.de.

In Hessen wird die Bildungsinitiative zum zehnten Mal ausgeschrieben. START möchte Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund, die gute schulische Leistungen und ein überzeugendes soziales Engagement aufweisen, verstärkt die Möglichkeit zu einer höheren Schulbildung und damit verbunden bessere Chancen für eine gelungene Integration bieten. Die START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH führt das Stipendienprogramm durch. Getragen wird START in Hessen außerdem von 24 weiteren Partnern.

„Bildung ist der Schlüssel zur Integration. Das START-Programm leistet hier einen enorm wichtigen Beitrag, denn begabte junge Menschen mit Migrationshintergrund können dank dieses Stipendiums einen zukunftsfähigen Bildungsabschluss erwerben. Eine gute Bildung ist die Grundlage für gute Karrierechancen. Wer wiederum einen guten Arbeitsplatz hat, der ist zugleich deutlich besser in die Gesellschaft integriert“, sagte Kultusministerin Dorothea Henzler.

Inhalte und Erfahrungen

Das START-Stipendium umfasst eine materielle und eine ideelle Förderung. Die materielle Förderung besteht aus einem monatlichen Bildungsgeld in Höhe von 100 € und einer PC-Grundausstattung (Laptop, Drucker) mit Internetanschluss. Zur ideellen Förderung zählen verpflichtende Bildungsseminare – z. B. aus den Bereichen Demokratie, Sprache und Medien – und frei wählbare Seminare mit künstlerischem, sozial- und naturwissenschaftlichem sowie wirtschaftlichem oder sportlichem Schwerpunkt. Hinzu kommen Exkursionen in privatwirtschaftliche Unternehmen und öffentliche Verwaltungseinrichtungen, Besuche von Kulturveranstaltungen, individuelle Beratungen zur schulischen und persönlichen Entwicklung sowie zur Studien- und Berufsplanung. Die START-Stipendien werden zunächst für die Dauer eines Jahres gewährt und bei anhaltend guten Leistungen und gesellschaftlichem Engagement bis zum Erreichen eines Bildungsabschlusses wie dem Abitur verlängert.

Andrea Bartl, Geschäftsführerin der START-Stiftung gGmbH, erläutert: „Uns ist es wichtig, den Stipendiaten Zugang zu Themen und Kontakten zu ermöglichen, die über das schulische Maß hinausgehen. Gerade diese Form der ideellen Förderung wird von den Stipendiaten sehr geschätzt, weil sie ihnen Schlüsselqualifikationen vermittelt und die Stipendiaten sich in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützt fühlen.“

Von dem Erfolg der START-Stipendiaten sind die START-Partner in Hessen überzeugt: „START ist ein wahres Erfolgsprogramm. Bereits 130 hessische Stipendiaten haben ihr Abitur mit großem Erfolg abgelegt. Durch START erfahren die engagierten Jugendlichen, dass sie in Deutschland willkommen sind, dass Leistung sich lohnt und dass es hier eine echte Chance für sie gibt“, betont Marlehn Thieme, Deutsche Bank Stiftung, im Namen der Förderer.

Voraussetzungen und Auswahlverfahren Voraussetzungen für ein START-Stipendium sind neben einem Migrationshintergrund der Schülerinnen und Schüler, ihrer Eltern oder Großeltern gesellschaftliches Engagement und ein Notendurchschnitt von 2,5 und besser. Zum Zeitpunkt der Bewerbung sollten die Jugendlichen die Klassenstufen 9 und 10 (bei 13-jähriger Schulzeit) bzw. die Klassenstufen 8 und 9 (bei 12-jähriger Schulzeit) besuchen. Das Stipendium richtet sich ausdrücklich an Schülerinnen und Schüler aller Schulformen.

Interessenten reichen in einem ersten Schritt online unter www.start-stiftung.de eine Kurzbewerbung ein. Nach einer Vorauswahl werden die aussichtsreichsten Kandidaten aufgefordert, eine ausführliche Bewerbung online abzugeben. Für die endgültige Auswahl werden die Bewerberinnen und Bewerber zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

In Hessen ist START eine gemeinsame Bildungsinitiative der START-Stiftung – ein Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung – gGmbH und folgender Partner: American Women’s Club of the Taunus e. V., BT Spickschen Stiftung, Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung, Deutsche Bank Stiftung, Deutsche Telekom Stiftung, Edmund Vey-Stiftung in Verwaltung der Frankfurter Sparkasse 1822, Dr. Michael Endres, Daniela und Ulrich Fehring, Stadt Frankfurt – Dezernat für Soziales, Senioren, Jugend und Recht, Freunde der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung e. V., Grohe-Stiftung, Helmut Mader Stiftung, Hessisches Kultusministerium, Kreis Offenbach, Verena und Dr. Stephan Leithner, Kathrin und Rolf Lochmüller, Elisabeth, Boris, Patrick, Brigitte und Jochen Sauerborn, Sonnenstrahl Kinderfonds Stiftung, Stiftung PRO ASYL, Stiftung NGAC, Andrea C. Stuhlsatz, Union International Club, von Schad’sche Stiftung, Dr. Bernhard und Ursula Wunderlin.

Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung hat das START-Schülerstipendienprogramm im Jahr 2002 mit rund 20 Stipendien in Hessen begonnen. Heute unterstützen über 100 Kooperationspartner das Programm – Stiftungen aus Deutschland und den USA, Kultusministerien, Kommunen, Privatpersonen, Unternehmen und Vereine. Seit 2007 führt die START-Stiftung gemeinnützige GmbH als Tochtergesellschaft der Hertie-Stiftung das Programm durch. Im Schuljahr 2010/2011 werden insgesamt rund 700 Schülerinnen und Schüler aus über 60 Herkunftsländern gefördert. Zusammen mit den Stipendiaten, die bereits das Abitur abgelegt haben, profitier(t)en rund 1.200 Stipendiaten von dem Programm. Von den 485 Alumni machten 97 Prozent das Abitur – 43,5 Prozent davon sogar mit einer Durchschnittsnote von 1,5 und besser. Nahezu alle ehemaligen START-Stipendiaten wählen für ihren weiteren Ausbildungsweg ein Studium. Im START-Alumni e. V. können sie dem Netzwerk weiterhin verbunden bleiben. START ist in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen vertreten.

Quelle: START-Stiftung gGmbH

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