Die hessischen Universitäten wehren sich gegen geplante Budgetkürzungen


29. März 2010 - 08:36 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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TU DarmstadtMit großem Unverständnis hat die Konferenz Hessischer Universitätspräsidien die am  Ankündigung von Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann am 26. März 2010 zur Kenntnis genommen, die Hochschuletats ab 2011 stark zu kürzen. „Die auf Jahre angelegten Einschnitte werden deutlich zu spüren sein und die Grundsubstanz der Universitäten beeinträchtigen“, kritisierte der Präsident der TU Darmstadt und Sprecher der Konferenz Hessischer Universitätspräsidien, Professor Hans Jürgen Prömel.

Von den Universitäten werde zu Recht erwartet, dass sie steigende Studierendenzahlen bewältigen und in den kommenden Jahren die doppelten Abiturjahrgänge aufnehmen, ohne Abstriche bei der Qualität von Studium, Forschung und Lehre zu machen. „Diese Herausforderung passt überhaupt nicht zusammen mit den jetzt vorgelegten Eckpunkten, welche die strukturelle Unterfinanzierung der Universitäten nochmals verschärfen“, sagte Prömel.

Angesichts der demografischen Entwicklung und der sich sehr deutlich wandelnden Arbeitsmarkt-Bedürfnisse seien Wirtschaft und Wissenschaft stärker denn je angewiesen auf hervorragend qualifizierte Absolventen und wissenschaftlichen Nachwuchs. „Qualitätseinbußen an den Universitäten kann sich niemand leisten“, so Prömel.

Sollte es bei den Eckdaten bleiben, würde zum Beispiel das Budget der TU Darmstadt erheblich über dem Durchschnitt der hessischen Hochschulen gekürzt werden. Allein 2011 müsste die TU Darmstadt einen Rückgang von 8,5 Millionen Euro hinnehmen – und einen mindestens so hohen Fehlbetrag voraussichtlich auch in den folgenden Jahren verkraften. Der Einschnitt entspricht dem gesamten Jahresbudget eines mittelgroßen Fachbereichs der TU Darmstadt. Eine „strukturelle Benachteiligung“ sieht Prömel außerdem darin, dass das Land Hessen für die an einer Technischen Universität typischen ingenieurwissenschaftlichen und informatikbezogenen Studienplätze „viel zu geringe“ Pauschalpreise, sogenannte Clusterpreise, bei der Grundfinanzierung veranschlagt. 

Quelle: TU Darmstadt

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