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Mehr Lebensraum für Insekten – Wissenschaftsstadt Darmstadt wandelt Rasenfläche an der Havelstraße in Blumenwiese um


16. November 2018 - 08:27 | von | Kategorie: Umwelt |
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BlumenUnter dem Motto ‚Stadtwiesen statt Rasen‘ und mit dem Ziel mehr Lebensraum für Insekten im Stadtgebiet zu schaffen, wandelt das Grünflächenamt der Wissenschaftsstadt Darmstadt in der Havelstraße eine Zierrasenfläche in eine abwechslungsreiche Blumenwiese um. Bereits im Sommer wurden dafür dort zwei Rasenflächen von insgesamt rund 1200 m² umgepflügt. Aufgrund der Sommertrockenheit musste der Aussaattermin einige Male verschoben werden, konnte aber jetzt mit Blick auf das bevorstehende Regenwetter erfolgen. Nach der Aussaat muss nun noch das Saatgut angewalzt werden. Die Herbst- und Winterfeuchte bewirkt die Keimung der Samen und die milde Wintersonne begünstigt die Entwicklung der jungen Pflänzchen.

Grünflächendezernentin Barbara Boczek dazu: „Mit der Umwandlung der Rasenfläche an der Havelstraße zu einer Blumenwiese setzen wir unseren Weg zu artenreicheren Grünflächen im Stadtgebiet weiter fort. Durch die Umwandlung entsteht hier ein neuer Lebensraum für Insekten aller Art – und das direkt im Herzen Darmstadts. Schon vor einigen Jahren wurden bereits extensiv gepflegte Wiesen am Carl-Schenck-Ring angelegt. Das Blumenwiesenprojekt in der Havelstraße ist ein Beispiel für die Anlage von Wildwiesen im Stadtgebiet Darmstadts. Um dem hohen Nutzungsdruck durch die erholungssuchenden Bürgerinnen und Bürger zu begegnen, wird es aber auch zukünftig Bereiche mit regelmäßig gemähten Rasenflächen geben, die als Liege- und Spielwiesen genutzt werden können. Dabei sind Grünflächen und Parks auch wichtige Lebensräume für Vögel, Insekten, Schmetterlinge und viele andere Tiere. Daher wird das Grünflächenamt auf den wenigen genutzten Rasenflächen nach und nach Naturwiesen anlegen.“

Wie das Grünflächenamt informiert, können die Bürgerinnen und Bürger Darmstadts wesentlich zum Erfolg der Wiesenprojekte beitragen, indem sie folgendes beachten: Wiesenblumen wachsen auf nährstoffarmen Böden. Hundekot, Essensreste oder Müll beeinträchtigen die Entwicklung der Pflanzen. Auch werden dadurch die Mäharbeiten unnötig erschwert. Die Stadt appelliert daher an die Bürgerinnen und Bürger, mitzuhelfen, die Flächen frei von Unrat zu halten. Durch das Niedertreten oder Abknicken von Pflanzen wird die Wiese außerdem in ihrem Aufbau und ihrer Funktion als Lebensraum für Insekten und Kleintiere gestört. Auch in diesem Punkt ist eine Unterstützung wünschenswert.

Im Gegensatz zu bunten einjährigen Blühmischungen brauchen Wiesen Zeit, um sich optimal zu entwickeln und um zu blühen. In den Saatmischungen wird es Arten geben, die konkurrenzstark sind und schnell wachsen, andere Arten werden mehr Zeit brauchen, um sich zu entfalten. Von Monat zu Monat und von Jahr zu Jahr wird sich daher die Artenvielfalt verändern. Es braucht daher etwas Geduld, bis sich der Blütenreichtum entfalten wird.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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