Neue Halle auf August-Euler-Flughafen eingeweiht


12. Juni 2012 - 20:09 | von | Kategorie: Wissenschaft | Artikel drucken
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Tower August-Euler-Flugplatz - Bild: HeidasDer August-Euler-Flugplatz in Griesheim ist seit 2005 Eigentum der TU Darmstadt, die seitdem die Infrastruktur Zug um Zug den aktuellen Forschungsbedürfnissen anpasst. Um Platz für die verschiedenen Flugzeuge und Fahrzeuge zu schaffen, die für Forschungszwecke auf dem Flugplatz eingesetzt werden, hat die TU Darmstadt nun eine neue Lagerhalle errichtet. Die Baukosten der neuen Halle, die in sechsmonatiger Bauzeit auf der Grundplatte eines eingestürzten Hangars aus dem Jahr 1936 entstanden ist und rund 1.000 Quadratmetern Nutzfläche bietet, betrugen insgesamt 425.000 Euro; ein nennenswerter Beitrag stammt von der Continental AG.

Als Forschungspartner nutzen die TU Darmstadt und Continental den Flughafen im Rahmen ihrer nunmehr schon zehnjährigen Forschungskooperation PRORETA, das die Grundlagen für die Entwicklung hochinnovativer Fahrerassistenzsysteme schafft. Insgesamt sind über ein Dutzend Fachgebiete der TU Darmstadt auf dem August-Euler-Flughafen aktiv: Unter anderem testen Lichttechniker hier, wie stark neu entwickelte LED-Rücklichter blenden, Aerodynamiker untersuchen an zwei Motorseglern, wie sich verschiedene Einflussfaktoren unter realen atmosphärischen Bedingungen auf die Umströmung der Flugzeuge auswirken, und Geodäten nutzen den Platz, um neue Anwendungen von Satellitennavigationssystemen zu entwickeln.

Die Technische Universität Darmstadt verfügt als einzige deutsche Universität über ein eigenes Flugfeld. Der Flughafen ist nach dem Luftfahrtpionier August Euler benannt, der auf dem Griesheimer Sand im Jahr 1908 den ersten amtlich anerkannten Flugplatz Deutschlands einrichtete. Ein großer Teil des rund 71 Hektar großen Flugplatzgeländes ist seit 1996 Naturschutzgebiet, das zahlreichen gefährdeten Tier- und Pflanzenarten eine Heimat bietet. Das Tower-Gebäude wurde im Jahr 2008 renoviert und dient inzwischen als Informationszentrum.

Bild: Heidas
Quelle: TU Darmstadt

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