Kinderbetreuung in Darmstadt: Kosten in der Kindertagespflege stiegen auf 500.000 Euro


12. März 2010 - 08:28 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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„Der Ausbau der Kinderbetreuung in allen Altersgruppen ist zu einem der Markenzeichen der familienfreundlichen Politik der Wissenschaftsstadt Darmstadt geworden. Auch im städtischen Haushalt schlagen diese Aufwendungen erheblich zu Buche, Spitzenreiter ist dabei der Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren“, so Bürgermeister und Familiendezernent Wolfgang Glenz bei seiner Bilanz der Kinderbetreuungsangebote in Darmstadt.

7.250 Kinder bis zehn Jahren sollen bis Ende 2010 in Darmstadt einen Betreuungsplatz in Kinderkrippen und Tagespflege, in Kindertagesstätte und in Horten haben. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt stellt inzwischen Betreuungsangebote für Kinder zwischen drei und sechs Jahren mit rund 4.300 Plätzen auf einem Versorgungsgrad von knapp 95 Prozent sicher und hat dieses Angebot in den letzten Jahren nachfrageorientiert weiterentwickelt, etwa durch Qualitätsverbesserungen wie die Flexibilisierung der Betreuungszeiten, kleinere Gruppen oder Integrationsmaßnahmen. Das Platzangebot wird sich bis Ende 2010 durch neue Einrichtungen um weitere 100 Plätze erhöhen und damit einen Versorgungsgrad von rund 98 Prozent erreichen.

Bei den Hortkindern wurde das Angebot mit 1.800 Plätzen gehalten, weitere Plätze wurden durch Ausbau der Betreuungsangebote für schulpflichtige Kinder in den Grundschulen geschaffen.

Der Schwerpunkt der familienorientierten kommunalen Kinderbetreuungspolitik der Wissenschaftsstadt Darmstadt lag in den vergangenen Jahren auf dem Ausbau der Betreuung von Kindern unter drei Jahren (U3). Familiendezernent und Bürgermeister Wolfgang Glenz: „Wir konnten das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren in den letzten vier Jahren um mehr als das Doppelte erhöhen. Die Anzahl der Plätze in Krippen und Krabbelstuben ist von 389 auf 713 Plätze bis Ende 2009 gestiegen.“

Für diese Betreuungsangebote, ob von städtischen Einrichtungen, freien Trägern oder kirchlichen Kindertagesstätten, stehen im Ergebnishaushalt der Stadt allein in diesem Jahr geplante 38,466 Millionen Euro bereit, das entspricht einer Quote von neun Prozent (im 2006: sechs Prozent) und im Vergleich zum Haushaltsjahr 2006 einer Steigerung der Aufwendungen um rund 10 Millionen Euro. Seit der Übernahme des Amtes für Familie und Kinderbetreuung in das Dezernat von Bürgermeister Wolfgang Glenz im Jahr 2006 steigen die Investitionen in die Kinderbetreuung kontinuierlich: Lagen die Ausgaben hierfür im Haushaltsjahr 2006 noch bei 28,1 Millionen Euro, so wurden bereits im Folgejahr 30,6 Millionen Euro investiert.

Auch in der Tagespflege geht Darmstadt neue Wege: Seit Mitte 2009 bekommen Tagesmütter und Tagesväter ihr Entgelt von der Wissenschaftsstadt Darmstadt, was zu einem deutlichen Anstieg der Bedeutung der Tagespflege geführt hat.

Lag das Angebot in der Tagespflege 2005 noch bei 13 Tagesmüttern für ganz Darmstadt, so konnten 2009 schon 96 Tagesmütter und -väter etwa 300 Plätze zur Verfügung stellen.

Der Versorgungsgrad für die unter Dreijährigen innerhalb der Tagespflege und den Tageseinrichtungen ist in diesem relativ kurzen Zeitraum von zehn auf 24 Prozent gestiegen. Weitere sechs Projekte sind für 2010 geplant und finanziert, damit wird mit etwa 1.150 Plätzen einen Versorgungsgrad von 27 Prozent erreicht.

Die Kosten in der Kindertagespflege stiegen von 165.000 Euro ab dem Jahr 2008 auf 500.000 Euro für das Jahr 2010.

Ein Teil des Ausbaus des Betreuungsangebots soll sich auch am Arbeitsplatz in Form von betriebsnahen Einrichtungen orientieren. Strategisch wird der betriebsnahe Ausbau des Betreuungsangebots für die unter Dreijährigen durch ein Förderprogramm aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unterstützt. Um Unternehmen in Darmstadt für eine Beteiligung an dem Ausbau von Betreuungsplätzen für die unter Dreijährigen zu gewinnen, plant die Wissenschaftsstadt Darmstadt, den Unternehmen nach Ablauf des Förderprogramms eine Anschlussfinanzierung zuzusichern..

„Die vom Gesetzgeber geforderte 35-prozentige Versorgung für Eltern, die Kinder unter drei Jahren in eine Betreuung geben wollen oder müssen, bis zum Jahr 2013 bereit zu halten, wird die Wissenschaftsstadt Darmstadt bei gleich bleibendem Tempo und entsprechender Finanzierung erreichen können“, erläutert Familiendezernent Wolfgang Glenz.

Der Bürgermeister weiter: „Das Erfüllen dieser Anforderungen bildet sich auch in unserem Haushalt deutlich ab. Lag der Haushaltsansatz im Jahr 2006 noch bei 260.000 Euro für zwei neu geplante Einrichtungen freier Träger, so stieg die Zahl im Folgejahr 2007 bereits auf 1,4 Millionen Euro für fünf neue Einrichtungen. Im Jahr 2008 belief sich der Haushaltsansatz auf knapp 1,4 Millionen Euro für die Förderung der freien Träger, genauso wie 2009.“ Das Haushaltsjahr 2010 sei für den Ausbau der U3-Betreuung bislang das absolute Spitzenjahr, 3.023.800 Euro sehe die Finanzierung allein der freien Träger vor. Wolfgang Glenz abschließend: „Wir werden an Kindern und dem Bedarf ihrer Eltern nicht sparen.“

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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