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Das Kammerorchester an der TU Darmstadt spielt Werke von Tschaikowski und Enescu


9. Juli 2022 - 10:12 | von | Kategorie: Kultur |
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Die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert, war eine ungewohnt lange Zeit des Friedens, die Grundlage für einen deutlichen Aufschwung von Wirtschaft und Kultur in Europa war. Die Bläser und Streicher des Kammerorchesters an der TU Darmstadt präsentieren im Konzertprogramm „La Belle Époque“ zwei Kompositionen, die den Geist dieser Zeit zu Gehör bringen.

“Ein Wunder” nannte der Kamermusikexperte Harry Halbreich den Bläserklang in George Enescus Dixtuor. Das 1906 in Paris uraufgeführte Stück verwendet die Bläser in bestechend schöner Farbigkeit. Die Besetzung entspricht einem doppelten Bläserquintett, in dem die 2. Oboe durch ein Englischhorn ersetzt ist. Die Pariser Musikkritik war begeistert von Enescus Werk. Der Kritiker Jean Huré schrieb, Enescu habe mit der Modernität des Werkes sogar Debussy hinter sich gelassen.

Die Serenade für Streichorchester op. 48 gehört zu den berühmtesten Orchesterwerken Tschaikowskys. In ihr vereinigen sich der Mozartscher Esprit, französische Eleganz und deutsch-romantische Innigkeit. Tschaikowsky komponierte 1880 die Serenade während einer Erholungsphase und Schaffenspause in ländlicher Umgebung auf dem Gut seiner Schwester.

Der häufig von Selbstzweifeln und Depressionen heimgesuchte Tschaikowsky schrieb ein Stück von ungewöhnlich optimistischem Charakter, das den Kreis von der eleganten Musiksprache des 18. Jahrhunderts zur russischen kraftvollen Musik schließt. Der Walzer aus der Streicherserenade ist vielleicht eines der populärsten Werke von Tschaikowsky. Man glaubt sich in einen Ballsaal der Belle Époque versetzt, in dem sich Paare im Tanz wiegen und beim sanften Ausklingen der Musik wie ein Traum verschwinden.

Das Konzertprogramm „La Belle Époque“ ist zu hören am Sonntag, 17. Juli 2022 um 10 Uhr im Nachbarschaftsgarten des Prinz-Emil-Garten, Darmstadt, und um 18 Uhr in der Laurentiuskirche Seeheim-Jugenheim (Kirchstraße 7).

Weitere Informationen auf www.kammerorchester-tud.de.

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