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Gestiegene Inzidenz auf 49,4: Wissenschaftsstadt Darmstadt verfügt erste Stufe des hessischen Eskalationskonzepts ab Dienstag – Tests in Innengastronomie und Beschränkung von Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen – 15 neue Fälle am Sonntag


15. August 2021 - 12:59 | von | Kategorie: Info |
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CoronavirusDer Covid-19-Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich am Sonntagmorgen, 15. August 2021, in einer Sondersitzung zusammengefunden, um das weitere Vorgehen der Stadt bezüglich des derzeit ansteigenden Infektionsgeschehens abzustimmen. „Leider machen die derzeit kontinuierlich steigenden Fallzahlen ein schnelles Handeln unbedingt notwendig, weswegen die Stadt erneut eine Allgemeinverfügung erlässt, die zunächst die Stufe 1 des Hessischen Eskalationskonzeptes auf kommunaler Ebene umsetzt“, erläutert Oberbürgermeister Jochen Partsch. Die neuen Beschränkungen (u.a. eine Testpflicht in der Innengastronomie sowie die Beschränkung von Teilnehmerzahlen bei Veranstaltungen) gelten ab Dienstag, 17. August 2021.

Am Ende der vergangenen Woche (KW 32/2021) hatte man zunächst von einer Verschärfung der Beschränkungen abgesehen, da es zu diesem Zeitpunkt ein überwiegend auf Reiserückkehrer zurückgehendes Infektionsgeschehen gab. Eine erneute qualitative Bewertung des aktuellen Infektionsgeschehens durch das Gesundheitsamt ergab nun aber eine neue und kritischere Einschätzung der Situation. Wie das Amt mitteilt, nehmen die Fälle derzeit kontinuierlich zu, was auch die Nachverfolgung der Kontakte und Infektionsketten wieder schwieriger macht. Zurückzuführen sei der Anstieg derzeit ganz klar auf zum großen Teil ungeimpfte und infizierte Reiserückkehrer im Alter zwischen 20 und 40 Jahren, insbesondere aus der Türkei. Das diffuse Infektionsgeschehen in der Stadt bezieht sich ebenso wesentlich auf Ungeimpfte im Alter zwischen 20 und 40 Jahren. Allein für den Sonntag (15.08.21) wurden 15 neue Fälle gemeldet. Hier sei nach der Hälfte der Ferienzeit ein Trend erkennbar, der sich in den kommenden Wochen noch fortsetzen dürfte. OB Partsch appelliert hier noch einmal ganz klar an die betroffenen Bevölkerungsgruppen: „Wer aus Risikogebieten zurück nach Darmstadt kommt, hat die Verpflichtung sich auch entsprechend vorsichtig zu verhalten. Dazu zählen Tests und Quarantäne und dazu zählt auch eine Impfung! Es ist kein Zufall, dass derzeit vor allem ungeimpfte Personen die Erkrankung wieder neu aus anderen Ländern nach Darmstadt eintragen, weswegen wir unsere Impfstrategie in den kommenden Wochen auch noch einmal speziell auf bestimmte Bevölkerungsgruppen und Communities ausweiten werden und weitere niedrigschwellige Angebote machen. Es ist wichtig, dass wir hier alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um das Infektionsgeschehen so lange wie möglich so gering wie möglich zu halten oder wenn möglich zurückzudrängen.“

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Mit steigenden Infektionszahlen und Inzidenzen um die 50 nehmen auch die Belegungen in den Krankenhäusern wieder zu. Auch das Klinikum rechnet daher mit steigenden Zahlen auf den Normal- und Intensivstationen in den kommenden Tagen und Wochen. Derzeit befinden sich auf Normal- und Intensivstation im Klinikum Darmstadt 6 (2), im Elisabethenstift 4 (1) und im Alice-Hospital 0 (0) Patientinnen und Patienten mit Covid-19. In den Kinderkliniken wird ein Patient behandelt.

Aufgrund dieser Entwicklung kommt der Krisenstab am Montag, 16. August 2021, erneut zu einer unplanmäßigen Sitzung zusammen, auch um zu beraten, wie nach einem möglichen Überschreiten der nächsten Stufe von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (die Anfang der Woche erwartet wird) weiter verfahren werden soll.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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