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Virtuelles Korkenknallen – h_da feiert digitales Richtfest fürs Studierendenhaus


3. Juni 2020 - 13:38 | von | Kategorie: Wissenschaft |
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Mit großen Schritten geht es auf der Baustelle des Studierendenhauses der Hochschule Darmstadt (h_da) voran. Jetzt ist der Rohbau fertiggestellt. In diesen Tagen hätte die h_da Richtfest gefeiert für ihr derzeit wichtigstes und größtes Bauprojekt mit Gesamtkosten von rund 33 Millionen Euro. Doch die Corona-Pandemie fordert auch hier ihren Tribut. Nie war es auf dem Campus so still, nie waren hier so wenige Menschen unterwegs wie zurzeit. Vorlesungen, Workshops und Seminare finden digital statt. Doch was für die Lehre gilt, gilt auch für die Feste: Die Hochschule sucht und findet Alternativen – und feiert ihr Richtfest digital. Dazu möchte die h_da ab sofort mit allen Interessierten virtuell anstoßen auf https://www.h-da.de/richtfest-studierendenhaus.

Was ein Richtfest erst zum Richtfest macht, fehlt auch auf der multimedialen Webseite nicht: Der Richtspruch, ganz real, oben auf dem Dach des Rohbaus, wurde in Filmform festgehalten. Per Videobotschaft melden sich Hessens Wissenschaftsministerin Angela Dorn und Hochschulpräsident Prof. Dr. Ralph Stengler. In einem Interview äußern sich die Architekten des Stuttgarter Büros Glück + Partner zu ihrem Bau.

Wie das Studierendenhaus einmal aussehen wird, kann ebenfalls besichtigt werden. Eine Gruppe von Architektur-Studierenden der h_da um ihren Lehrbeauftragten Dill Khan ermöglicht einen Blick in die Zukunft. Ein Semester lang haben die jungen Leute unter Anleitung ihres Dozenten mit Hilfe der Building Information Technology (BIM) das Studierendenhaus modelliert, ihm Leben eingehaucht und eine „Sneak Preview“ für das neue Gebäude vorbereitet. Der Film aus dem Fachbereich Architektur war für die vielen Gäste gedacht, die eigentlich am 15. Mai 2020 im Rohbau zum Feiern zusammengekommen wären. Aber auch auf dem Computer- oder Smartphone-Bildschirm bleibt die Wirkung nicht aus. Hut ab! Und: Film ab!

„In Corona-Zeiten laufen auch die Richtfeste anders ab: Wir treffen uns nicht mit festem Schuhwerk und Schutzhelm auf der Baustelle, sondern im Internet, um den Baufortschritt des Studierendenhauses der Hochschule Darmstadt zu feiern“, sagt Wissenschaftsministerin Angela Dorn. „Ich freue mich sehr, dass die Hochschule Darmstadt mitten im Zeitplan ist und in eigener Bauherrschaft das Projekt voranbringt. Das Studierendenhaus wird eine wichtige Anlaufstelle für alle Studierenden, in der alle Beratungs- und Serviceangebote gebündelt werden. Ich wünsche allen Beteiligten weiterhin gutes Gelingen.“

Ab 2021 wird sich im neuen Studierendenhaus alles um die Anliegen der Studierenden drehen: Das Student Service Center und das Prüfungsamt ziehen in das neue Gebäude ein, ebenso das Hochschulzentrum für Studienerfolg und Berufsstart (HSB), das International Office, Teile des AStA und das Familienbüro. Hinzu kommen Seminarräume, ein Lernzentrum und die Mensaria des Studierendenwerks im Erdgeschoss. Als „kleine Schwester“ der großen Mensa Schöfferstraße wird die Mensaria vielen die Gelegenheit bieten, den gefürchteten Mittagspausen-Stau zu meiden und neue Menü-Alternativen zu probieren: In der Mensaria werden die Speisen mittags an Koch-Stationen frisch zubereitet. Außerdem gibt es auch außerhalb der Stoßzeiten Snacks und Getränke.

Bei rund 33 Millionen Euro liegen die Gesamtkosten für den fünfgeschossigen Neubau, finanziert werden sie aus Mitteln des Hochschulpakts 2020. Ein Novum: Erstmals hat die h_da bei einem Bauprojekt dieser Größe die Bauherrschaft selbst inne. Und auch in puncto Partizipation und Kommunikation ist das Studierendenhaus ein Leuchtturmprojekt: Diejenigen, die im nächsten Jahr ins neue Gebäude einziehen werden, waren schon früh in die Planungen eingebunden, wurden zur ihren Anforderungen und Wünschen befragt und konnten mitentscheiden. In regelmäßigen Treffen mit den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Bau und Liegenschaften wurde konstruktiv und kreativ diskutiert. Oft waren die Architekten des Stuttgarter Büros Glück + Partner dabei, um alle Beteiligten auf den aktuellen Stand zu bringen.

„Wir benötigen diesen Neubau dringend und ich möchte allen danken, die dieses Projekt in einer solch schwierigen Zeit zum Erfolg führen“, sagt Kanzler Norbert Reichert. „Wir möchten unseren Studierenden – derzeit sind es rund 17.000 – in Zeiten der Zunahme virtueller und digitalisierter Lehrangebote auch einen realen Raum für die Dimension der sozialen Zusammenarbeit bieten. Bildung für das Leben und die Gesellschaft. Deshalb hoffen wir, dass das neue Gebäude auch eine große Strahlkraft über unseren Campus hinaus für Gäste aus der ganzen Stadt haben wird.“

Quelle: Hochschule Darmstadt

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