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Merck erreicht Ziele 2017 – Dividende soll steigen


8. März 2018 - 08:44 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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MerckMerck hat seine Ziele für das Jahr 2017 erreicht und mit den Neuzulassungen zweier Medikamente wichtige strategische Erfolge erzielt. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr, während das EBITDA pre, belastet durch negative Währungseffekte, leicht sank.

„2017 war ein ordentliches Jahr für Merck. Wir haben uns in einem anspruchsvollen Umfeld gut behauptet und alle Ziele für das Jahr erreicht“, sagte Stefan Oschmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung und CEO von Merck. „Wir halten daher Kurs und werden unsere innovationsgetriebenen Wachstumsstrategien für Healthcare, Life Science und Performance Materials gezielt weiter umsetzen. Ferner arbeiten wir weiter konsequent daran, den akquisitionsbedingten Verschuldungsgrad zügig zurückzufahren“, so Oschmann weiter.

Merck erzielte 2017 einen Umsatz von 15,3 Mrd. € (2016: 15,0 Mrd. €). Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 2,0 %, wofür vor allem die starke organische Entwicklung der Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science verantwortlich war. Dabei trugen auf Konzernebene alle Regionen zum organischen Umsatzwachstum von 3,8 % bei. Der stärkere Euro führte indes zu währungsbedingten Umsatzrückgängen in Höhe von –1,5 %. Aus Akquisitionen und Veräußerungen resultierte ein Rückgang der Konzernumsatzerlöse von –0,3 %.

Das operative Ergebnis (EBIT) wuchs um 1,8 % und lag bei 2,5 Mrd. € (2016: 2,5 Mrd. €). Das EBITDA pre, die wichtigste Ertragskennzahl des Unternehmens, ging um –1,7 % auf 4,4 Mrd. € zurück (2016: 4,5 Mrd. €). Neben dem schwierigen Währungsumfeld trug hierzu auch der Anpassungsprozess im Geschäft mit Flüssigkristallen bei.

Das Konzernergebnis stieg 2017 um fast 60 % auf die Rekordhöhe von 2,6 Mrd. € (2016: 1,6 Mrd. €). Zu dieser Steigerung des bereits sehr guten Vorjahresergebnisses trug neben dem erfolgreichen operativen Geschäft auch der außerordentliche Ertrag im Zusammenhang mit der US-Steuerreform in Höhe von 906 Mio. € bei.

Das Ergebnis je Aktie pre sank um –0,8 % auf 6,16 € (2016: 6,21 €). Der Hauptversammlung am 27. April 2018 wird vorgeschlagen, die Dividende um 5 Cent auf 1,25 € je Aktie zu erhöhen. Dies würde eine anhaltende Dividendensteigerung seit 2009 bedeuten.

Umsatz, EBITDA pre und Ergebnis je Aktie pre liegen innerhalb der Zielkorridore für 2017. Es ist somit gelungen, alle Ziele in einem anspruchsvollen Marktumfeld zu erreichen.

Merck hat seine Nettofinanzverbindlichkeiten, die im Wesentlichen aus der Sigma-Aldrich-Akquisition stammen, zum Ende des Geschäftsjahrs 2017 um insgesamt 1,4 Mrd. € beziehungsweise –11,9 % auf 10,1 Mrd. € reduziert (31.12.2016: 11,5 Mrd. €). Diesen Kurs wird das Unternehmen auch weiter konsequent fortsetzen.

Zum 31.12.2017 beschäftigte Merck weltweit 52.941 Mitarbeiter (31.12.2016: 50.414).

Healthcare und Life Science tragen organisches Wachstum im 4. Quartal

Im 4. Quartal 2017 wuchs der Konzernumsatz um 0,5 % auf 3,8 Mrd. € (Q4/2016: 3,8 Mrd. €), wofür vor allem das organische Wachstum der Unternehmensbereiche Healthcare und Life Science verantwortlich war. Das EBITDA pre des Konzerns ging im 4. Quartal um –6,5 % auf 1,0 Mrd. € (Q4/2016: 1,1 Mrd. €) zurück. Das Ergebnis je Aktie pre lag im 4. Quartal 2017 bei 1,31 € (Q4/2016: 1,43 €), ein Rückgang um –8,4 %.

Healthcare mit gutem organischem Wachstum

Der Unternehmensbereich Healthcare hat im Jahr 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 4,7 % erzielt. Währungseffekte wirkten sich mit –1,6 % auf den Umsatz aus. Der Umsatz von Healthcare wuchs 2017 um 2,1 % auf 7,0 Mrd. € (2016: 6,9 Mrd. €).

Rebif, das zur Behandlung rezidivierender Formen der Multiplen Sklerose eingesetzt wird, verzeichnete 2017 organisch einen Rückgang um –5,5 % und erzielte unter Berücksichtigung negativer Währungseffekte von –2,0 % Umsätze von 1,6 Mrd. € (2016: 1,7 Mrd. €). Die Umsätze mit dem Krebsmedikament Erbitux beliefen sich nach leichtem organischen Rückgang von –1,3 % und negativen Währungseffekten in Höhe von –1,7 % auf 853 Mio. € (2016: 880 Mio. €). Mit Gonal-f, dem führenden Medikament zur Behandlung von Unfruchtbarkeit, erzielte Healthcare Umsätze von 704 Mio. € (2016: 753 Mio. €). Der organische Rückgang von –4,6 % resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung in Nordamerika und Europa, wobei die starken Vorjahresumsätze in Nordamerika durch eine vorteilhafte Wettbewerbssituation geprägt waren. Zudem wirkten sich Währungseffekte mit –1,8 % negativ aus.

Das Consumer-Health-Geschäft erzielte 2017 ein organisches Wachstum in allen Hauptabsatzregionen von insgesamt 7,6 %. Unter Berücksichtigung eines negativen Währungseffekts von –0,5 % und eines Portfolioeffekts von –1,0 % erwirtschaftete das Geschäft Umsatzerlöse von 911 Mio. € (Vorjahr: 860 Mio. €). Zu dieser Entwicklung trugen vor allem die globalen strategischen Kernmarken bei, insbesondere Neurobion und Nasivin, aber auch die regionale Marke Vigantol, die vorrangig in Europa vertrieben wird. Im September 2017 hatte Merck bekannt gegeben, strategische Optionen für das Consumer-Health-Geschäft vorzubereiten.

Das EBITDA pre von Healthcare sank 2017 um –8,4 % auf 1,9 Mrd. € (2016: 2,1 Mrd. €). Hierbei machten sich zum einen höhere Investitionen in die Forschungs- und Entwicklungspipeline bemerkbar, zum anderen gestiegene Marketing- und Vertriebskosten im Zuge der Markteinführungen der neu zugelassenen Medikamente Mavenclad und Bavencio. Die EBITDA pre-Marge von Healthcare sank für das Geschäftsjahr 2017 auf 27,9 % (2016: 31,0 %).

Life Science wächst 2017 profitabel

Der Unternehmensbereich Life Science erzielte im Geschäftsjahr 2017 ein organisches Umsatzwachstum von 5,3 %, das teilweise durch negative Währungseffekte von –1,7 % aufgezehrt wurde. Die Umsatzerlöse konnten um 4,0 % auf 5,9 Mrd. € gesteigert werden (2016: 5,7 Mrd. €). Alle drei Geschäftseinheiten trugen im Berichtsjahr positiv zum organischen Wachstum von Life Science bei.

Die Geschäftseinheit Process Solutions, die Produkte und Dienstleistungen für die gesamte Wertschöpfungskette der Arzneimittelherstellung anbietet, wuchs im Geschäftsjahr 2017 organisch um 8,0 %. Nach einem verhaltenen organischen Umsatzwachstum in der ersten Jahreshälfte war bei einigen Großkunden zum Jahresende hin eine Steigerung der Nachfrage zu verzeichnen. Die Umsatzerlöse stiegen insgesamt um 6,0 % auf 2,2 Mrd. € (2016[1]: 2,1 Mrd. €). Die Geschäftseinheit Research Solutions, die Produkte und Dienstleistungen zur Unterstützung von Forschungsaktivitäten in pharmazeutischen, biotechnologischen und akademischen Forschungseinrichtungen anbietet, erwirtschaftete 2017 ein organisches Umsatzplus von 3,0 %. Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit stiegen auf 2,1 Mrd. € (20161: 2,0 Mrd. €). Die Geschäftseinheit Applied Solutions erzielte mit ihrem breiten Angebot an Produkten für klinische und diagnostische Prüflabore sowie die Lebensmittelindustrie ein organisches Umsatzwachstum von 4,7 %. Unter Berücksichtigung von Währungs- und Akquisitionseffekten wuchs ihr Umsatz auf 1,6 Mrd. € (20161: 1,5 Mrd. €).

Das EBITDA pre von Life Science stieg 2017 um 8,1 % auf 1,8 Mrd. € (2016: 1,7 Mrd. €), worin sich die starke organische Umsatzentwicklung von Life Science, ein aktives Kostenmanagement und das Realisieren von Synergien aus der Sigma-Aldrich-Akquisition widerspiegeln. Die EBITDA pre-Marge stieg auf 30,4 % (2016: 29,2 %).

Performance Materials spürt verschärften Wettbewerb im Geschäft mit Flüssigkristallen

Die Umsatzerlöse des Unternehmensbereichs Performance Materials sanken 2017 um –2,6 % auf 2,4 Mrd. € (2016: 2,5 Mrd. €). Eine wesentliche Ursache war ein Rückgang der organischen Umsätze um –1,7 %, da das Geschäft mit Displaymaterialien hinter dem des Vorjahrs zurückblieb. Auch der gegenüber dem Vorjahr stärkere Euro belastete die Entwicklung der Umsatzerlöse mit –0,9 %.

Die Geschäftseinheit Display Materials, bestehend aus dem Flüssigkristallgeschäft und komplementären Materialien, verzeichnete 2017 organisch rückläufige Umsatzerlöse. Sie behauptete aber weiterhin ihre marktführende Position. Der Umsatzrückgang war auf den verschärften Wettbewerb im Geschäft mit etablierten Flüssigkristalltechnologien zurückzuführen. Davon ausgenommen war die energiesparende UB-FFS-Technologie mit einem hohen zweistelligen Wachstum. Die Geschäftseinheit Display Materials erzielte 2017 gut 50 % der gesamten Performance-Materials-Umsatzerlöse.

Die Geschäftseinheit Integrated Circuit Materials (IC-Materials), in der das Geschäft mit Materialien für die Produktion integrierter Schaltkreise gebündelt ist, erzielte ein sehr starkes organisches Umsatzwachstum, zu dem alle wesentlichen Geschäfte beitrugen, besonders jedoch das Geschäft mit dielektrischen Materialien sowie Depositionsmaterialien für die Chip-Produktion. Die Umsatzerlöse der Geschäftseinheit Pigments & Functional Materials wuchsen moderat. Haupttreiber war hierbei die Nachfrage nach Materialien für dekorative Anwendungen wie etwa Xirallic-Pigmenten, die insbesondere in Automobillacken zum Einsatz kommen. In der Geschäftseinheit Advanced Technologies führte die gestiegene Nachfrage nach OLED-Materialien zu einem signifikanten Umsatzwachstum.

Um seinen Fokus 2018 noch stärker auf die Bedürfnisse von Kunden und Märkten auszurichten, hat Merck im Dezember 2017 angekündigt, das Knowhow des Unternehmensbereichs Performance Materials in drei neu gestalteten Geschäftseinheiten zu bündeln, die nach Zielmärkten aufgestellt sind: Display Solutions, Semiconductor Solutions und Surface Solutions.

Das EBITDA pre von Performance Materials sank 2017 um –11,4 % auf 980 Mio. € (2016: 1.106 Mio. €). Die EBITDA pre-Marge ging auf 40,1 % zurück (2016: 44,1%). Die Profitabilität von Performance Materials blieb somit auch 2017 die höchste der drei Unternehmensbereiche von Merck.

Merck erwartet für 2018 Umsatzwachstum und Rückgang des EBITDA pre

Für den Konzern erwartet Merck im Geschäftsjahr 2018 ein moderates organisches Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahr. Beim EBITDA pre rechnet Merck auf währungsbereinigter Basis für den Konzern für 2018 mit einem leichten prozentualen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Darüber hinaus ist mit einer Währungsbelastung des EBITDA pre von etwa –4 % bis –6 % gegenüber dem Vorjahr zu rechnen, die sich in allen drei Unternehmensbereichen niederschlagen wird. Diese Einschätzung basiert auf der Annahme eines negativen Währungseffekts, insbesondere aufgrund der Entwicklung des US-Dollars und der weiteren Abwertung der Währungen verschiedener Wachstumsmärkte.

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Quelle: Merck KGaA

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