Um den vollen Funktionsumfang dieser Webseite zu erfahren, benötigen Sie JavaScript. Hier finden Sie die Anleitung wie Sie JavaScript in Ihrem Browser einschalten. Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschließt Realisierung eines Raddirektweges zwischen Darmstadt und Frankfurt | DarmstadtNews.de

Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschließt Realisierung eines Raddirektweges zwischen Darmstadt und Frankfurt


20. Januar 2018 - 10:43 | von | Kategorie: Verkehr | Artikel drucken
  Teilen auf: Twitter | Facebook | Google+ | AddThis

FahrradDer Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung vom 17. Januar 2018 die Realisierung eines Raddirektweges zwischen Darmstadt und Frankfurt beschlossen. Auf dem Gebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt verläuft die Raddirektverbindung von Erzhausen kommend auf dem Wald- und Wirtschaftsweg östlich parallel zu den Gleisen (Frankfurt-Darmstadt). Auf Initiative des Regionalverbandes FrankfurtRheinMain, der dazu im Jahr 2015 eine detaillierte Machbarkeitsstudie erstellt hatte, wurde die Realisierung des Projektes der Regionalpark Südwest GmbH angetragen.

Verkehrsdezernentin Dr. Barbara Boczek dazu: „Einen Raddirektweg im Herzen des Rhein-Main-Gebietes zu realisieren, setzt eine sehr komplexe Umsetzungsstrategie angesichts der vielen konkurrierenden Nutzungen und erforderlichen Genehmigungen voraus. Ein solches Pilotprojekt ist für alle von besonderer Bedeutung, stellt es doch einen Meilenstein für die Zukunft des Radverkehrs in der Rhein-Main Region dar. Besonders in den Niederlanden und Dänemark werden Radschnellwege bereits seit Jahren gebaut und stellen eine nachgefragte Alternative zum Pkw dar. Ein wichtiges Ziel dieser Raddirektverbindung ist es, Berufspendler, die heute mit dem Pkw zur Arbeit fahren, vom Fahrrad als sinnvolles Verkehrsmittel zur Arbeit zu überzeugen“. Geringe Umwege und damit Reisezeitgewinne, insbesondere auf Kurz- und Mittelstrecken (5-10 km) zwischen den Innenstädten sowie eine gute Sichtbarkeit des Angebotes im Stadtgebiet, die Nutzung bestehender Straßen- und Radwegeverbindungen sowie ein stärkeres Sicherheitsempfinden zu Tagesrandzeiten durch mehr Kontrolle und Beleuchtung des Weges favorisieren eine Führung, die durch die Städte führt.“

Für einen Raddirekt- oder Radschnellweg wurde vom Regionalverband FrankfurtRheinMain im Jahr 2015 eine detaillierte Machbarkeitsstudie erstellt. Ergebnis war, dass ein Raddirektweg eine wichtige infrastrukturelle Einrichtung im Rhein Main Gebiet und eine attraktive Mobilitätsoption für den Ausbau des Verkehrssystems darstellt. Angesichts der Schadstoff- Lärm- und Luftbelastungen durch den individuellen Fahrzeugverkehr in Kommunen muss der Ausbau des Radverkehrsnetzes inner- und außerörtlich eine wichtige Verkehrsmaßnahme sein.

Die Realisierung der gesamten Raddirektverbindung ist in fünf Bauabschnitte unterteilt, die jeweils einzelne funktionierende Abschnitte bilden und nach und nach den gesamten Verlauf erstellen. 1. Bauabschnitt: Verbindung zwischen den Bahnhöfen Egelsbach, Erzhausen und Wixhausen. 2. Bauabschnitt: Bahnhof Egelsbach bis Bahnhof Langen Streckenabschnitt in Dreieich. 3. Bauabschnitt: Bahnhof Wixhausen bis Langener Straße (Anschlusspunkt an Radrouten nach Darmstadt) Streckenabschnitte in Dreieich und Neu-Isenburg. 4. Bauabschnitt: Verlängerung in Darmstadt entlang Langener Straße bis Gräfenhäuser Straße Lückenschluss zwischen Langen und Dreieich. 5. Bauabschnitt: Lückenschluss Dreieich Neu-Isenburg bis Frankfurt. Auf dem Gebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt verläuft die Raddirektverbindung von Erzhausen kommend auf dem Wald- und Wirtschaftsweg östlich parallel zu den Gleisen (Frankfurt-Darmstadt). Mit dem Ausbau soll 2018 begonnen werden. Auf die Darmstädter Abschnitte zwischen Erzhausen und Langener Straße entfielen rund 1,2 Millionen Euro.

Für einen Raddirektweg gibt es besondere Anforderungen. Grundsätzlich gilt, dass er 4 Meter breit für den gegenseitigen Verkehr sein sollte. Gibt es auf Abschnitten Mischverkehr (neben Radverkehr auch landwirtschaftlicher Verkehr oder Fußverkehr) empfiehlt sich eine Verbreiterung um 1 Meter auf 5 Meter. Der Belag sollte asphaltiert sein, um einen durchgängigen Qualitätsstandard für Radfahrer zu gewährleisten. Wassergebundene Decken können nur gefördert werden, wenn dies eine Auflage der Naturschutzbehörde ist. Eine Beleuchtung des Raddirektweges ist ebenfalls anzustreben, da gerade die Strecke zur Arbeit im Winter oft im Dunkeln zurückgelegt wird. Eine Markierung bzw. Beschilderung ist unbedingt notwendig. Dabei soll der Verlauf auf der Fahrbahn farblich gekennzeichnet werden. Zusätzlich können noch Schilder eingesetzt werden.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Teilen auf: Twitter | Facebook | Google+ | AddThis

Tags: , , , , , , ,