Neuordnung und Vereinfachung der Verkehrsflüsse am Hauptbahnhof


19. Februar 2009 - 14:15 | von | Kategorie: Pressemitteilung, Verkehr | Artikel drucken
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Hauptbahnhof DarmstadtDer Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt hat in seiner Sitzung am gestrigen Mittwoch (18.02.09) beschlossen, die Verkehrsflüsse am Hauptbahnhof im Bereich Goebelstraße/Poststraße neu zu ordnen und zu vereinfachen. Dies wird durch das Aufheben der Trennung von Öffentlichem Personennahverkehr (ÖPNV) und Individualverkehr in der Poststraße erreicht. Die Gefahr einer Verwechslung der beiden Fahrbahnen für Abbieger von der Goebelstraße wird so vermieden, der ausfahrende Verkehr aus der Poststraße kann zweistreifig geführt werden.
Die Baukosten für die Neugestaltung beziffern sich auf rund 21.000 Euro, für die notwendige Anpassung von Signalanlagen, Beschilderung und Fahrbahnmarkierung entstehen Kosten in Höhe von rund 15.000 Euro. Die Arbeiten werden zwischen März und Juni vorgenommen, rund zwei Wochen dauern und mit den derzeit anstehenden Arbeiten am Hauptbahnhof vertaktet.
„Der Knotenpunkt am Hauptbahnhof wird durch die gemeinsame Führung von Individualverkehr und ÖPNV in der Poststraße Richtung Westen für den Verkehrsteilnehmer wesentlich übersichtlicher und sicherer. Mit der Umsetzung der Planung kann jetzt begonnen werden, nachdem das Land Hessen als wichtiger Zuschussgeber seine Forderung nach einer strikten Trennung der Wege für Bus und Bahn von den Strecken für die anderen Verkehrsteilnehmer endlich aufgegeben hat“, so Bau- und Verkehrsdezernent Dieter Wenzel nach der Magistratssitzung.Bei der Umgestaltung des östlichen Vorplatzes am Darmstädter Hauptbahnhof in Darmstadt war auch eine Neuordnung der Straßenbahngleise rund um den Hauptbahnhof und die Goebelstraße vorgenommen worden. Dabei wurde für den Knotenpunkt
Goebel-/Poststraße eine verkehrstechnische Konzeption mit entsprechender Signalsteuerung erarbeitet. Grundlage war die ausdrückliche Forderung des Landes Hessen als Zuschussgeber nach Schaffung eines besonderen Bahnkörpers für den ÖPNV.
Bereits kurz nach der Inbetriebnahme musste festgestellt werden, dass ein Begegnungsverkehr Bus-Bahn im Bereich der Poststraße nicht immer möglich war: Die aus über 80 ÖPNV-Fahrten in der Stunde resultierenden Verkehrsbehinderungen führten zu umfangreichem Rückstau. Außerdem hatte sich im Zeitraum zwischen Planung und Verkehrsfreigabe durch eine Umorganisationen innerhalb der Postfilialen ein deutlich höheres Verkehrsaufkommen ergeben, als bislang speziell in der Poststraße anzunehmen war.
Zwischenzeitlich haben sich aufgrund der komplexen Verkehrsabwicklung am Gesamtknoten über 30 Unfälle ereignet. In einer speziellen Verkehrsuntersuchung wurde festgestellt, dass Lösungsmöglichkeiten nur möglich sind, wenn auf den besonderen Bahnkörper für den ÖPNV verzichtet werden kann.
Das Land Hessen hatte erst nach langwierigen und schlussendlich negativen Versuchen mit Änderungen am Signalprogramm der Ampeln und den Straßenmarkierungen einem Verzicht auf gesonderte Fahrwege für den ÖPNV zugestimmt.

Quelle: Stadt Darmstadt – Pressestelle – Pressedienst

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