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Darmstadt plant Neubebauung von 37 Wohnungen auf Areal „Am Tierbrunnen“


23. April 2022 - 07:24 | von | Kategorie: Lokal |
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant die Neubebauung auf einem Areal Am Tierbrunnen. Dort soll eine innerstädtische Wohnbebauung für 37 Wohnungen, davon 10 geförderte Wohnungen, realisiert werden. Ergänzende Nutzungen wie Lebensmittel-Nahversorger und Gastronomie im Erdgeschoss sowie eine Parkgarage im Untergeschoss sind vorgesehen. Das Bebauungskonzept soll nun dem Magistrat vorgelegt werden. Für die Umsetzung der Planung ist die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans erforderlich. Dieser wird begleitet von vertraglichen Vereinbarungen, in denen die städtischen Zielsetzungen zum Klimaschutz, zur Gestaltung der umliegenden Grün- und Freiflächen und zur sozialgerechten Bodennutzung verankert sowie Fragen zur Kostenübernahme geregelt werden.

„Damit erhalten wir eine gestalterische Aufwertung der stadträumlich exponierten Lage und schaffen weiteren dringend benötigten Wohnraum“, erläutert Planungsdezernent Michael Kolmer.

In Abstimmung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt hatte die RoKi Grundstücksverwaltungs GmbH, die Grundstückseignerin des insgesamt rund 2000 Quadratmeter großen Areals südöstlich des Kreuzungsbereichs der Heinrichstraße und Nieder-Ramstädter Straße, ein konkurrierendes städtebauliches Verfahren ausgelobt. „Ziel war die Entwicklung eines Bebauungsvorschlags, der den stadtgestalterischen Ansprüchen und den Qualitätsanforderungen an diesem Standort gerecht wird sowie weiteren dringend erforderlichen Wohnraum in innerstädtischer Lage schafft und damit einen wesentlichen Beitrag zur ökologisch und ökonomisch nachhaltigen Stadtentwicklung leistet“, erläutert Kolmer weiter. Als erster Preisträger des Gutachterverfahrens, an dem vier Planungsbüros teilnahmen, wurde der Entwurf des Darmstädter Planungsbüros planquadrat ausgezeichnet.

Die Neubebauung soll zusätzlichen innerstädtischen Wohnraum schaffen und damit die gesamtstädtische Zielsetzung der Innenentwicklung weiter verfolgen. Durch kurze Wege innerhalb von Darmstadt kann die „15-Minuten-Stadt“ weiterentwickelt und ein Beitrag zur dringend erforderlichen Mobilitätswende geleistet werden. In der Gestaltung der Dachflächen und Fassaden wurde vor allem auf das Thema der Nachhaltigkeit und der klimapolitischen Ziele der Stadt Wert gelegt. Die Fassaden sollen begrünt werden. Die intensive Begrünung der nicht überbauten Teile des Erdgeschosses schafft gleichzeitig eine qualitativ hochwertige Freifläche für die Wohnnutzung in den oberen Geschossen.

Das mit externen und städtischen Fachleuten besetzte Beurteilungsgremium lobte den Entwurf insbesondere, weil stadträumliche Qualitäten mit der Schaffung von Wohnraum und mit klimatischen Zielsetzungen verknüpft werden. „Hier entsteht ein Beitrag zur Innenentwicklung, der durch hohe gestalterische Qualität besticht und einen wichtigen Stadtbaustein im Verschränkungsbereich zwischen der Grünanlage Am Tierbrunnen mit dem Eingangsbereich zum Alten Friedhof sowie den stadteinwärts führenden Verkehrsachsen darstellt“, lobt Dezernent Kolmer.

Auf dem Plangrundstück befinden sich zurzeit leer stehende zweigeschossige Wohngebäude sowie im rückwärtigen Bereich ehemals als Werkstätten genutzte Hallen. Die aufgegebene Nutzung weist deutliche städtebauliche Defizite auf und wird dem Potential des Standortes in keiner Weise gerecht. „Eine Aufwertung ist städtebaulich dringend geboten“, bewertet Planungs- und Umweltdezernent Kolmer die Situation vor Ort.

Das gutachterlich ausgewählte Bebauungskonzept, das auf privaten Grundstücken umgesetzt werden soll, sieht nun vor, die exponierte Ecklage des Areals mit einem sechs bis siebengeschossigen Punkthaus zu betonen und mit einer grünen Fuge den Übergang zur Blockrandbebauung in der Heinrichstraße zu schaffen. Hier soll an die bestehenden Geschosswohnungen des bauvereins ein gleichhohes Wohngebäude angeschlossen werden. Die städtebauliche Geste formuliert damit zwei Baukörper auf einem grünen Sockel, der einen Lebensmittelmarkt und eine gastronomische Nutzung beinhalten soll. Die zwischen den Baukörpern liegende grüne Fuge führt das Grün der parkähnlichen Anlage „Am Tierbrunnen“ und des stark durchgrünten Hauptfriedhofs weiter bis an den Kreuzungsbereich der Hauptverkehrsachsen und der daran angrenzenden straßenbegleitenden Blockrandbebauung mit überwiegender Wohnnutzung.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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