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Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung genehmigt Probebetrieb der Abflugroute AMTIX kurz


10. September 2020 - 06:51 | von | Kategorie: Aktuelles, Umwelt |
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FlugzeugNachdem sich die Frankfurter Fluglärmkommission im September 2019 mit großer Mehrheit für die Umsetzung des Probebetriebs der verlagerten Abflugroute AMTIX kurz ausgesprochen hatte, hat das zuständige Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung mit der Veröffentlichung der entsprechenden Rechtsverordnung am Freitag (04.09.20) nun den Weg für einen Start des Probebetriebs ab dem 5. November 2020 frei gemacht.

Die neue Routenvariante verlässt die derzeitige Routenführung in Höhe von Gräfenhausen, verläuft anschließend in der Mitte des Korridors zwischen Erzhausen und Wixhausen, um bei Roßdorf wieder auf den derzeitigen Routenverlauf einzuschwenken. Aktuell verläuft die Route auf einer gerade Linie zwischen Wixhausen und Arheilgen und bringt aufgrund der in den letzten Jahren erreichten Flugbewegungszahlen eine hohe Fluglärmbelastung für die Bevölkerung dort und in Kranichstein mit sich.

„Wir freuen uns sehr, dass der Probebetrieb nun beginnen kann. Der immense gemeinsame Einsatz der Beteiligten im Forum Flughafen und Region und in der Frankfurter Fluglärmkommission – nicht nur im Rahmen des Konsultationsverfahrens – hat den Weg für diese Entscheidung gewissenhaft und fundiert vorbereitet. Daher gilt unser Dank diesen Institutionen. Angesichts der prognostizierten eindeutigen Entlastungswirkung der  Verlagerung für Arheilgen und Kranichstein, von der auch die Bevölkerung in Wixhausen profitieren kann, bin ich sehr auf die Ergebnisse des Probebetriebs gespannt“, erläutert die für Fluglärm zuständige Umweltdezernentin Barbara Akdeniz.

Der Probebetrieb soll zeigen, ob  die im Laufe der Konsultation angestellten Lärmberechnungen grundsätzlich bestätigt werden können, ob der erwartete Gesamtentlastungseffekt für die Region auch in der Realität eintreten kann und ob die Flugzeuge den neuen gekurvten Routenverlauf mit ausreichender Genauigkeit einhalten können. Hierzu werden im Rahmen eines Monitoringkonzepts unter anderem Radarspuren ausgewertet und Fluglärmmessungen erfolgen, die nicht nur an vorhandenen Fluglärmmessstellen, sondern auch an mobilen Messstationen durchgeführt werden. Bei einem positiven Ergebnis könnte die neue Flugroute nach nochmaliger Beratung in der Fluglärmkommission und im Forum Flughafen und Region dann durch das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherung in den Regelbetrieb überführt werden.

„Bei der Freude, dass es nun mit der Entlastung für den Darmstädter Norden losgehen kann, ist aber auch zu bedenken, dass der Probebetrieb in einer absoluten Ausnahmesituation beginnt: so wird die Startbahn West derzeit nicht genutzt und die im Vergleich zum Vorjahr derzeit deutlich geringeren Starts vom Parallelbahnsystem des Flughafens abgewickelt. Da es aber nur eine Frage der Zeit ist, bis ein Wiederansteigen der Flugbewegungszahlen eintreten wird, bin ich mir sicher, dass die beim Monitoring federführenden Institutionen auf diese nicht voraussehbare Änderung der Rahmenbedingungen passend reagieren werden. Bereits bei der letzten Sitzung der Fluglärmkommission waren sich alle Kommunen einig, dass das Anwachsen des Flugverkehrs nach der Krise nachhaltig gestaltet werden muss und Lärmschutz nicht wirtschaftlichen Zwängen geopfert werden darf. In dieser Linie müssen auch aktive Schallschutzmaßnahmen wie die Verlagerung der AMTIX kurz Route weiter vorangetrieben werden“, so Akdeniz abschließend.

Weitere Informationen zum geplanten Monitoringkonzept sind auf der Internetseite zum Konsultationsverfahren einsehbar.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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