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Arbeitsmarktzahlen im Dezember 2017: Mehr als die Hälfte der Arbeitslosen hat einen Migrationshintergrund – Entscheidende Schlüssel sind bessere Bildung und Ausbildung


3. Januar 2018 - 15:31 | von | Kategorie: Wirtschaft | Artikel drucken
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Die Zahl der Arbeitslosen in Südhessen ist im Dezember 2017 um 116 auf 20.110 gefallen. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 4,5 Prozent. Zum Jahresende ist der Arbeitsmarkt damit weiterhin auf Erfolgskurs.

„Menschen mit Migrationshintergrund sind leider immer noch besonders häufig arbeitslos. Die Hauptursachen hierfür sind fehlende Qualifikationen und mangelnde Sprachkenntnisse. Das muss dringend besser werden, denn der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund in Hessen wächst deutlich: Bei den 18 bis 64-jährigen hat nur jeder vierte einen Migrationshintergrund, bei den unter 6-jährigen hingegen schon fast jeder zweite. Die entscheidenden Schlüssel sind bessere Bildung und Ausbildung“, sagte Dirk Widuch, Geschäftsführer der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU), Geschäftsstelle Darmstadt und Südhessen.

Die deutsche Sprache sei Grundvoraussetzung für eine gute Qualifikation und bessere Erwerbschancen. „Die Bildungspolitik des Landes muss dafür sorgen, dass gerade junge Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund so früh wie möglich Deutsch lernen, um gute Voraussetzungen für Schule und Ausbildung zu haben. Wir freuen uns, dass die Landesregierung Sprache und Bildung in ihrem Integrationsplan an erste Stelle gesetzt hat und die frühkindliche und vorschulische Bildung als oberste Priorität sieht. Dieses Versprechen muss sie jetzt halten und auch den Erfolg ihrer Maßnahmen laufend überprüfen“, sagte Widuch.

„Erfreulicherweise waren zuletzt rund zwei Drittel der Menschen mit ausländischen Wurzeln in Hessen erwerbstätig und in so gut wie allen Berufen vertreten – vom Professor bis zum Angelernten. Auf der anderen Seite hat aber auch mehr als die Hälfte der Arbeitslosen in Hessen einen Migrationshintergrund – überproportional viele. Grund hierfür ist das verglichen mit der Gesamtbevölkerung niedrigere Qualifikationsniveau: Mehr als jeder dritte Migrant hat überhaupt keinen Berufsabschluss, während es im Rest der Bevölkerung nur 10 Prozent sind. Nur 40 Prozent der Migranten haben bislang eine betriebliche Ausbildung abgeschlossen. Bei den Menschen ohne Migrationshintergrund sind es hingegen fast 60 Prozent. Daher wirbt die Wirtschaft gerade für die Möglichkeiten und Perspektiven einer betrieblichen Ausbildung. Denn die hessischen Unternehmen suchen Mitarbeiter mit Kenntnissen in Theorie und betrieblicher Praxis – und das ganz unabhängig von der Herkunft“, sagte Widuch.

Quelle: Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände e.V. (VhU)

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