Christian Gerber, Bandoneón, und das Kammerorchester an der TU Darmstadt spielen Werke von Piazzolla, Voříšek und Mendelssohn


16. November 2017 - 15:28 | von | Kategorie: Kultur | Artikel drucken
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Kammerorchester an der TU DarmstadtAm 19. und am 25. November 2017 gibt das Kammerorchester an der TU Darmstadt ein „Concierto Sinfónico“. Unter der Leitung von Andreas Weiss als Gastdirigent sind die Ouvertüre für Bläser in C-Dur von Mendelssohn und die Sinfonie D-Dur des tschechischen Komponisten Jan Václav Voříšek zu hören. Solist des Abends ist Christian Gerber, gefragter und vielseitiger Bandoneónist ist aus Hamburg. Gemeinsam spielen Gerber und das Kammerorchester Astor Piazzollas weltbekanntes Adiós Nonino und sein Concierto para Quinteto.

Die Konzerte sind am Sonntag, 19. November 2017 um 20.00 Uhr in der Christuskirche Darmstadt Eberstadt (Heidelberger Landstr. 155, Einlass ab 19.30 Uhr) und am Samstag, 25. November 2017 um 19.00 Uhr in der evangelischen Dreifaltigkeitskirche Reinheim/Odw. (Kirchstr. 25, Einlass ab 18.30 Uhr) zu hören. Das Konzert in der Christuskirche wird von der Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung gefördert. Der Eintritt zu beiden „Concierto Sinfónico“-Konzerten ist frei, es wird um eine Spende gebeten.

Weitere Informationen auf www.kammerorchester-tud.de.

Christian Gerber

Christian Gerber ist einer der gefragtesten und vielseitigsten Bandoneónisten. Mit seinem 2001 gegründeten „Quinteto Ángel“ gastiert er regelmäßig in ganz Europa und teilte die Bühne bereits mit zahlreichen Größen des Tangos wie Alberto Podestá, Juan José Mosalini, Alfredo Marcucci, Raul Garello, Luis Stazo und anderen. Als Gast spielte er unter Anderem bereits beim WDR Rundfunksinfonieorchester Köln, den Hamburger Symphonikern, der Staatsoper Hannover, den Hamburger Philharmonikern und dem Berliner Konzerthausorchester.

Neben der Mitwirkung bei zahlreichen Genre-übergreifenden Projekten und Konzerten mit zeitgenössischer Musik runden Film- und Theatermusiken und -kompositionen (z.B. für das Deutsche Theater Berlin, die Schaubühne Berlin, das Hamburger Schauspielhaus) seine musikalische Tätigkeit ab.

Seit 2003 spielt er außerdem gemeinsam mit der Gruppe „Tangocrash“ („Preis der Deutschen Schallplattenkritik 2008“) und ist Teil der Gruppe „Stazo Mayor“ um Grammy Preisträger Luis Stazo. 2011 folgte die Gründung des Isabelle van Keulen Ensembles um die gleichnamige Violinvirtuosin, das sich der Musik Astor Piazzollas verschrieben hat.

Andreas Weiss

Andreas Weiss entstammt einer Musikerfamilie; mit fünf Jahren erhielt er Violinunterricht von der Mutter, später kamen Horn und Klavier hinzu. Früh wurde auch sein Interesse am Dirigieren geweckt: er debütierte bereits als 16-jähriger mit Mozarts „Bastien und Bastienne“. Seine dirigentische Ausbildung erhielt er bei Jiri Stárek, Karl Maria Zwissler und Helmuth Rilling sowie in Meisterkursen, u.a. bei Rafael Kubelik.

1976 wählte ihn das Junge Kammerorchester Heidelberg zum künstlerischen Leiter; während der fast zehnjährigen Zusammenarbeit mit diesem Orchester entstanden auch zahlreiche Radio-Produktionen für den SWR. Mit Erfolg stellte sich Andreas Weiss 1980 beim Deutschen Musikrat vor: die Aufnahme in die 25. und 26. Bundesauswahl Junger Künstler brachte ihm erste Engagements bei namhaften deutschen Orchestern ein. 1983 war er Preisträger des IV. Internationalen Dirigentenwettbewerbs des Ungarischen Fernsehens in Budapest sowie des II. Internationalen Dirigentenwettbewerbs „Grzegorz Fitelberg“ in Katowice, wo er zusätzlich mit den Sonderpreisen der Schlesischen Philharmonie und des Großen Sinfonieorchesters des Polnischen Rundfunks ausgezeichnet wurde.

Als ständiger Gastdirigent stand er jeweils mehrere Spielzeiten am Pult des Folkwang Kammerorchesters Essen und der Südwestfälischen Philharmonie; eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn seit vielen Jahren auch mit dem Ansbacher Kammerorchester und der Internationalen Sommerakademie Schloß Pommersfelden, wo er bisher über 20 Sinfoniekonzerte leitete. Von 1985 bis 1993 war er musikalischer Leiter der Kammeroper Frankfurt. Als Gastdirigent arbeitet er mit zahlreichen Orchestern im In- und Ausland (u. a. Radio-Sinfonie-Orchester Basel, DSO Berlin, Ungarisches Rundfunkorchester, hr-Sinfonieorchester, Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, Radio-Philharmonie Hannover, Sinfonieorchester des Polnischen Rundfunks und Fernsehens, Schlesische Philharmonie Katowice, Bamberger Symphoniker und Stuttgarter Philharmoniker) sowie herausragenden Solisten (u.a. Justus Franz, Reinhold Friedrich, Ulf Hoelscher, Christoph Prégardien, Loriot) und trat bei renommierten Festivals auf (Internationale Maifestspiele Wiesbaden, Frankfurt Feste in der Alten Oper, Europäisches Musikfest Stuttgart).

1986 wurde Andreas Weiss auf eine Professur an die Hochschule für Musik in Karlsruhe berufen; er leitete dort über 30 Jahre die Kapellmeisterklasse und das 2012 gegründete Schulmusikorchester. Zahlreiche seiner Absolventen sind im In- und Ausland in leitenden Positionen bei Orchestern, an Theatern und Hochschulen tätig.

In der Spielzeit 2017/18 hat ihn die Philharmonie Baden-Baden als ständigen Gastdirigenten für die Leitung zahlreicher Konzerte verpflichtet.

Kammerorchester an der TU Darmstadt

Wichtigstes „Markenzeichen“ des 1981 von Studenten gegründeten Kammerorchesters an der TU Darmstadt sind seine abwechslungsreichen Konzerte, die einen weiten Bogen über verschiedene Musikepochen hinweg schlagen. Neben dem bekannteren Repertoire aus Barock, Klassik und Romantik spielt das Ensemble in fast jedem seiner Programme auch Werke des 20. Jahrhunderts bis hin zu Jazz und Weltmusik. Oft arbeiten die etwa 40 Musikerinnen und Musiker mit hervorragenden Solisten aus den Reihen des Staatsorchesters Darmstadt oder des hr-Sinfonieorchesters sowie ausgezeichneten Musikstudenten zusammen. 2016 stiftete das Kammerorchester in Zusammenarbeit mit dem Bundeswettbewerb Jugend musiziert erstmals einen Sonderpreis für junge Musikerinnen und Musiker. Leiter des Ensembles ist seit Anfang 2014 Arndt Heyer. Die Konzerte im November 2017 dirigiert Andreas Weiss als Gastdirigent.

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