Stadt und Forstamt entfernen Totholz entlang der Mühlschneise westlich von Eberstadt


12. Oktober 2017 - 08:27 | von | Kategorie: Umwelt | Artikel drucken
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt und das Forstamt Darmstadt beginnen voraussichtlich ab Donnerstag, 12. Oktober 2017, mit der Fällung abgestorbener Bäume entlang der Mühlschneise westlich von Eberstadt. Die Maßnahme dient dem Schutz der Bürgerinnen und Bürger. „Wir müssen unverzüglich etwas tun um die abgestorbenen Bäume aus den Waldabteilungen zu bekommen, die Gefahr dass die Bäume auf die Wege stürzen ist zu groß“, erklärt dazu Hartmut Müller, Forstamtsleiter des Forstamtes Darmstadt.

Es gibt mehrere Faktoren warum die Bäume im Bereich der Mühlschneise absterben. Durch das zu trockene Frühjahr sind die Waldbäume stark geschwächt in die Vegetationsperiode gestartet, des Weiteren haben die Maikäferengerlinge in den Stadtwaldabteilungen im Bereich der Mühlschneise sehr stark zugenommen, so dass auf großer Fläche die Bäume absterben. Gleichzeitig hat das Kieferntriebsterben in der Fachsprache „Diplodia“ rasant zugenommen.

„Wir sind sehr erschüttert über das diesjährige Ausmaß der Schäden“, erklärt Müller und Stadträtin Dr. Barbara Boczek ergänzt: „Die Waldbesitzer sind insbesondere zum Schutz der Erholungssuchenden dazu verpflichtet die Waldbesucher vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen zu schützen (sog. Verkehrssicherungspflicht). Da mit einer Revitalisierung der geschädigten Bäume nicht mehr zu rechnen ist und um einer weiteren Entwertung des Holzes vorzubeugen, müssen sie nun leider gefällt werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Holzes kommt der Sanierung der geschädigten Waldflächen zu gute.“

In den nächsten Wochen werden die geschädigten Bäume entlang der Mühlschneise und den Waldwegen die bevorzugt von Waldbesuchern genutzt werden mit Hilfe eines Harvesters entnommen. Dabei wird versucht, einen Großteil der Bäume vom Weg aus aufzuarbeiten. „Der Harvester hat den Vorteil, dass die abgestorbenen Bäume aus Sicht der Unfallgefahr sicher auf den Waldboden gebracht werden können“, so Müller. „Dies läuft sehr pfleglich und es ist eine sichere Methode.“ Dabei kann es zu Sperrungen einzelner Wege und Pfade kommen. Stadt und Forstamt bitten um Verständnis, denn die Sicherheit der Waldbesucher ist wichtig. Waldbesucher sind angehalten in jedem Fall die aufgestellten Sperrschilder zu respektieren.

Eine Waldsanierung durch Anlage von Kulturen wird überall dort konsequent umgesetzt, wo das Risiko für die Neuanpflanzungen durch den Engerlingsfraß tolerierbar ist. „Im Waldgebiet an der Mühlschneise müssen wir jedoch auf Grund der aktuell hohen Engerlingsdichten Pflanzungen zunächst zurückstellen“, erklärt Müller. Die Wurzeln der jungen Bäume würden vom Engerling gefressen. Aktuell haben dort Neuanpflanzungen keine Chance.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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