Einzigartig in Europa – Die „Darmstädter Wämser“


28. September 2012 - 08:14 | von | Kategorie: Ausstellung | Artikel drucken
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Darmstädter WamsIm Herbst 2013 wird das Hessische Landesmuseum Darmstadt nach einer umfassenden Sanierung wieder eröffnet. Auf 12 000 Quadratmeter Ausstellungsfläche werden etwa 6000 Exponate einer der bedeutendsten Universalsammlungen Deutschlands präsentiert. Damit verbunden ist die Rückkehr der ausgelagerten Sammlungsbestände des HLMD nach Darmstadt.

Den Anfang machen die „Darmstädter Wämser”, eine imposante Sammlung von Textilien aus dem 17. Jahrhundert. Zusammengetragen wurden die achtzehn Gewandoberteile Kölner Bürgerinnen und Bürger durch den Baron von Hüpsch (1730 – 1805), der sie dem Landgrafen und späteren Großherzog Ludewig von Hessen-Darmstadt vermachte. So kamen sie in das Landesmuseum, wo sie allerdings aufgrund ihres fragilen Zustands seit 1945 nicht mehr ausgestellt werden konnten.

1995 erklärt sich die Abegg-Stiftung in Riggisberg, eines der führenden Institute für Textilrestaurierung, bereit, die Kostüme aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung auf eigene Kosten zu restaurieren. Über dreizehn Jahre wurden die Gewänder kostümhistorisch untersucht und minutiös konserviert. 2008 wurden die Ergebnisse in einer großen Sonderausstellung erstmals in Riggisberg vorgestellt. Zudem wurde ein vielbeachteter und umfassender Katalog publiziert.

Nun gelangen die „Darmstädter Wämser“ nach einem aufwändigen Transport aus der Schweiz wieder unversehrt zurück in die Depots des HLMD. Nach der Wiedereröffnung des Museums 2013 wird im stetigen Wechsel jeweils eine Auswahl von ihnen in der neu eingerichteten Dauerausstellung mit Kunsthandwerk des 16. – 18. Jahrhunderts zu sehen sein. „Wir freuen uns darauf, die Wämser nach über 50 Jahren endlich wieder dem Publikum präsentieren zu können“, sagt Dr. Wolfgang Glüber, Kustos für Kunsthandwerk am HLMD: „Es handelt sich hier um einen weltweit einmaligen Schatz, dessen Faszination sich kaum jemand entziehen kann.“

Foto: Wolfgang Fuhrmannek, HLMD
Quelle: Hessisches Landesmuseum Darmstadt

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