Bürgermeister und Familiendezernent Wolfgang Glenz: „Eine Frauenquote kann nur greifen, wenn sich auch die Arbeitsbedingungen ändern“


17. Februar 2011 - 14:09 | von | Kategorie: Pressemitteilung | Artikel drucken
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Neues Rathaus DarmstadtZur aktuellen Diskussion, ob eine Frauenquote in Unternehmen ein sinnvolles Instrument zur Karriereförderung ist, hat sich jetzt Darmstadts Bürgermeister und Familiendezernent Wolfgang Glenz geäußert: „Eine Frauenquote kann nur dann greifen, wenn sich auch die Arbeitsbedingungen für Mütter und Väter in Unternehmen ändern.“ Dazu gehörten nach Ansicht des Fachdezernenten für Kinderbetreuung auch das Schaffen von Betriebskindergärten und das Angebot von Notfallbetreuungsplätzen, die auch an Wochenenden oder Abenden Kinder qualitativ hochwertig und liebevoll betreuten.

„Mit unserer frauen- und familienfreundlichen Politik haben wir als Wissenschaftsstadt Darmstadt schon mehrfach Zeichen gesetzt“, so Wolfgang Glenz. Deshalb stehe die Stadt im Bundesdurchschnitt sehr gut da. Nur wenige deutsche Großstädte könnten bei der U3-Betreuung eine 30-prozentige Versorgung vorweisen, wie Darmstadt sie bereits jetzt erreicht habe.

Auch die Unternehmen am Wirtschaftsstandort Darmstadt werden nach Kräften unterstützt. So konnte die Wissenschaftsstadt mit viel Engagement die Betreiber des „Fluggi-Landes“, einer Ad-hoc Betreuung für Kinder von Beschäftigten Darmstädter Unternehmen, gewinnen. „Mit dieser Einrichtung ist es uns gelungen, ein weiteres wichtiges Glied im Gesamtkonzept eines familienfreundlichen Wirtschaftsstandortes zu schließen“, so Bürgermeister Glenz. Denn auch im Notfall und zu ungewöhnlichen Zeiten gebe es nun Betreuungsplätze, sofern die Unternehmen sich dort eingekauft hätten.

Zudem fördert die Wissenschaftsstadt Darmstadt aktuell den Ausbau der „betriebsnahen Kinderbetreuung“. Hiermit werden Darmstädter Unternehmen durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds motiviert, eigene Einrichtungen für die Kinderbetreuung ihrer Beschäftigten zu errichten und zu betreiben. In Darmstadt erhalten sie außerdem die Zusicherung für eine Anschlussfinanzierung. „Die betriebsnahe Kinderbetreuung ist aus unserer Sicht ein ideales Mittel für Unternehmen im Kampf um qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, das wir gern unterstützen“, erläutert Familiendezernent Glenz. So werde auch dem demographischen Wandel und dem Fachkräftemangel Rechnung getragen. Die Optimierung der Angebote zur Kinderbetreuung müsse also auch im Interesse der Unternehmen liegen.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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