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Krisenstab zum Krieg gegen die Ukraine: 1087 Vertriebene offiziell in Darmstadt registriert – Amt für Soziales unterstützt auch bei der Krankenversorgung – Großes ehrenamtliches Engagement wird weiter ausgebaut
6. April 2022 Soziales

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Krieg gegen die Ukraine hat sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 6. April 2022, weiter mit den beiden Themenfeldern Unterbringung der Geflüchteten und Unterstützung der Darmstädter Partnerstädte in der aktuellen Krisensituation beschäftigt.

Wie die AG ‚Unterbringung‘ berichtet, sind bisher 1087 Vertriebene aus der Ukraine offiziell registriert worden. Davon sind 320 Personen in Hotels, 80 privat und 687 bei Freunden und Bekannten untergebracht oder haben bereits eine Wohnung gefunden. Die bisher in der Notunterkunft im Bürgermeister-Pohl-Haus untergebrachten Personen sind mittlerweile alle auf Hotels und andere Unterkünfte verteilt. Für den morgigen Donnerstag hat das Land Hessen 72 weitere Personen angekündigt, die dort untergebracht werden. Davon 64 ukrainische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger und 8 weitere Geflüchtete aus anderen Ländern.

Vor diesem Hintergrund baut die Stadt ihre Unterbringungsmöglichkeiten weiter aus. So sollen die bereits angemieteten, möblierten Container in Kürze auf dem Nordbad-Parkplatz aufgestellt werden. Darüber hinaus befindet sich man auch bei der Mobilisierung dauerhaften Wohnraums in letzten Abstimmungen zu möglichen Liegenschaften, die für die Herrichtung von Wohnraum in Frage kommen. OB Jochen Partsch erläutert in diesem Zusammenhang noch einmal die spezielle Herausforderung bei der aktuellen Unterbringung: „Die aktuelle Aufnahme der Vertriebenen aus der Ukraine verläuft im Gegensatz zur humanitären Notlage 2015/16 unter größeren Unsicherheiten, da wir zum einen wissen, dass viele der Menschen nach einem möglichen Ende des Krieges wieder in ihr Heimatland zurückkehren möchten zum anderen aber nicht einschätzen können, ob dies überhaupt möglich sein wird. Dies hängt sehr vom Verlauf des Krieges in der Ukraine ab. Insofern bereiten wir uns in Bezug auf die Unterbringung mit allen Beteiligten, Verwaltung, bauverein, Stadtgesellschaft, besonnen und vorausschauend auf mehrere mögliche Szenarien vor, deren Eintreffen wir jedoch nicht beeinflussen können.“

Wichtig ist dem OB auch noch einmal ausdrücklich zu betonen, dass jedem Hilfesuchendem beim Amt für Soziales und Prävention auch schnell und unbürokratisch geholfen wird: Wer sich dort anmeldet, kommt in den Leistungsbezug, was über quartalsweise ausgestellte Krankenscheine auch eine medizinische Versorgung miteinschließt: „Es ist wirklich notwendig, das noch einmal in aller Klarheit zu betonen: Kommen Sie zu uns, melden Sie sich und Sie bekommen schnell die Unterstützung, die Sie brauchen!“

Das gilt auch für die Eingliederung in den Schulbetrieb. Auch hier wird niemand abgewiesen. Zwar sei der Beratungsbedarf enorm und steige kontinuierlich wie das Schuldezernat betont, trotzdem gäbe es aktuell noch freie Plätze in Intensivklassen, in denen schon 61 Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine untergekommen sind.

Neben dem weiteren Ausbau der Infos für Vertriebene auf der städtischen Homepage über https://liup.de/ukraine-willkommen-in-darmstadt weist das koordinierende Amt für Vielfalt und Internationale Beziehungen auch noch einmal auf das große und stetig wachsende ehrenamtliche Engagement hin.

Auch die Hilfe für die Partnerstadt Uzhhorod geht weiter: So befindet sich die Koordination des Transports von schwerem Gerät in die Ukraine mit Unterstützung des EAD nach Angaben der koordinierenden Ämter auf einem guten Weg und wird hoffentlich in Kürze starten können.

Ehrenamtskoordination Ukraine (PDF)

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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