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Hochsaison: Birkenpollen in der Luft – Tipps und Tricks für Allergiegeplagte
6. April 2022 Info

Die Nase läuft und ist verstopft, die Augen tränen und jucken, das Atmen fällt schwer: Es ist Pollenflugzeit. Viele Allergikerinnen und Allergiker reagieren besonders stark auf Birkenpollen, die Anfang April ihre Hochsaison einläuten. Sie gehören zu den aggressivsten Baumpollen, die zudem in einer besonders hohen Anzahl produziert werden und bis zu 300 Kilometer weit fliegen können. Zur Linderung der Symptome helfen jedoch nicht nur Medikamente. Wer eine Reihe nützlicher Tipps beachtet, kann sich etwas Erleichterung verschaffen. 

Birkenpollen

Birkenpollen zählen zu den aggressivsten und stärksten Baumpollenallergenen und treten in einer gigantischen Anzahl auf. Bei oft trockenem Wetter sind besonders viele Birkenpollen in der Luft.

Im April ist die Hochsaison für den Flug der Birkenpollen. Milde Winter aber verkürzen die vegetationsfreie Zeit, sodass die Pollensaison schon früher im Jahr beginnen kann. Dies ist ein Trend, den man in Zeiten der globalen Erwärmung bereits klar erkennt. Dazu kommen längere Trockenphasen im Frühjahr.

Der erste Weg führt zum Spezialisten 

Wer befürchtet, an einer Pollenallergie zu leiden, umgangssprachlich auch Heuschnupfen genannt, sollte sich zunächst an einen Arzt oder eine Allergologin des Vertrauens wenden. Denn bei rund 30 Prozent der Pollenallergikerinnen und -allergiker wird aus einem harmlosen Heuschnupfen im Laufe der Jahre ein chronisches Asthma. Ärztliches Fachpersonal kann eine gesicherte Diagnose stellen und eine geeignete Therapie einleiten, damit auch Allergiker den Frühling in vollen Zügen genießen können. Wer zusätzlich zum ärztlichen Rat einige einfache Regeln beachtet, kann sich zudem die Pollenzeit etwas erleichtern.

Taktisch lüften 

Im Frühling das Haus nicht zu verlassen, ist keine Option. Doch den Pollen den Weg ins Haus so schwer wie möglich zu machen, durchaus. Es ist ratsam, die Wohnung in ländlichen Gebieten zwischen 19 und 24 Uhr zu lüften, in der Stadt hingegen zwischen 6 und 8 Uhr morgens. Björn Goldhausen, Pressesprecher und Meteorologe von WetterOnline erklärt „Auf dem Land ist die Pollenkonzentration in den Morgenstunden hoch, weil die Pollen vermehrt bis zur Mittagszeit freigesetzt werden und in höhere Luftschichten aufsteigen. In den Städten speichern Beton und Asphalt zusätzlich die Wärme, daher ist die Thermik dort viel ausgeprägter und die Pollenkonzentration abends am höchsten.“ Ganz geschlossen halten sollten Menschen mit Pollenallergie die Fenster bei starkem Wind, denn dann fliegen die kleinen Allergieauslöser rund um die Uhr.

Das pollenfreie Schlafzimmer 

Da Pollen auf der Kleidung haften, ist es ratsam, zu Hause angekommen, zügig die Kleidung zu wechseln. Dies sollte nicht im Schlafzimmer geschehen, um diesen Raum pollenfrei zu halten. Auch sollten getragene Kleidungsstücke nicht im Schlafzimmer aufbewahrt werden. Idealerweise macht dabei auch der Partner mit. Ein mindestens wöchentlicher Wechsel von Bettwäsche und Handtüchern trägt zudem ebenso zum Wohlbefinden der Heuschnupfen-Geplagten bei wie das Duschen und Haarewaschen vor dem Zubettgehen.

Frühjahrsputz für Allergiker

Der Frühjahrsputz fällt für Allergiker besonders intensiv aus: In der pollenintensiven Zeit sollte täglich Zeit für ein gründliches Staubsaugen aller Böden, Polstermöbel und Teppiche eingeplant werden. Auch das feuchte Abwischen der Oberflächen aller Möbel gehört auf den Putzplan. Während des Pollenflugs ist es für Allergiker ratsam, ihre Wäsche nicht im Freien zu trocknen, da sich die Pollen in der Wäsche verfangen können.

Sport auf Sparflamme

Regelmäßiger Sport stärkt das Immunsystem und macht uns weniger anfällig für Krankheiten und Allergien. Doch aufgepasst: Während der intensiven Pollenflugzeit sollten Pollenallergiker möglichst keinen Sport im Freien treiben. Je nach Pollenkonzentration ist bestenfalls in den frühen Morgenstunden bzw. späten Abendstunden eine Jogging-Runde im Park drin. Eine andere Möglichkeit ist es, seinen Sport ins Fitnessstudio oder ins Hallenbad zu verlegen.

Wirksame Hausmittel

Nasenduschen und Dampfbäder verschaffen Pollengeplagten verlässlich Erleichterung, denn sie befeuchten die Schleimhäute und lindern den Juckreiz. Einfach in 500 bis 750 Milliliter kochendes Wasser ein bis zwei Teelöffel hochwertiges Salz einrühren und rund zehn Minuten inhalieren. Nach dem Abkühlen kann die Flüssigkeit für eine wohltuende Nasenspülung verwendet werden. Juckende Augen freuen sich über kühlende und feuchte Kompressen, die nach etwa einer Viertelstunde für spürbare Erleichterung sorgen. In Kombination mit einem schleimlösenden Vollbad mit Pfefferminzöl eine wahre Wohltat.

Tipp: Wer die Pollen im Blick behalten möchte, kann sich unter www.wetteronline.de/pollenvorhersage tagesaktuell drüber informieren, welche Pollen derzeit fliegen.

Quelle: WetterOnline – Meteorologische Dienstleistungen GmbH

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