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Krisenstab zum Krieg gegen die Ukraine: Sporthalle in der Alsfelder Straße am Bürgerpark wird in den kommenden Tagen als weitere Notunterkunft für Geflüchtete hergerichtet – Platz für maximal 570 Menschen – Bisher 630 Personen in Darmstadt registriert
18. März 2022 Soziales

Der Krisenstab der Wissenschaftsstadt Darmstadt zum Krieg gegen die Ukraine hat sich in seiner Sitzung am Freitag, 18. März 2022, vor allem weiter mit der Schaffung zusätzlicher Kapazitäten zur Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine beschäftigt. Um auf die perspektivisch steigenden Zahlen von Schutzsuchenden zu reagieren, hat sich der Krisenstab dafür entschieden, neben dem bereits als Notunterkunft zur Verfügung stehenden Bürgermeister-Pohl-Haus zunächst die Sporthalle in der Alsfelder Straße am Bürgerpark herzurichten. Dies wird laut Berufsfeuerwehr etwa 8 bis 10 Tage in Anspruch nehmen und schafft zusätzlichen Platz für bis zu 570 Personen. Schulen und Sportvereine als Hauptnutzer wurden bereits informiert. Aus den Reihen des Berufsschulzentrums Nord haben zahlreiche Lehrkräfte ihre Unterstützung für das Freiräumen der Halle angeboten. Die Arbeiten sollen heute starten.

„Mit der Herrichtung der Sporthalle in der Alsfelder Straße schaffen wir weitere dringend notwendige Kapazitäten bei der Unterbringung von Schutzsuchenden“, erläutert Oberbürgermeister und Krisenstabsleiter Jochen Partsch. „Die Halle hat dabei klare logistische Vorteile gegenüber anderen Standorten: Sie ist zentral gelegen, es gibt viel Platz und sie ist vor allem im Hinblick auf logistische Notwendigkeiten gut anzudienen. Uns ist bewusst, dass durch die notwendige Belegung andere Nutzerinnen und Nutzer der Halle aus den Schulen und Sportvereinen zunächst zurückstehen müssen. Dies tut uns leid und wir werden selbstverständlich versuchen, hier schnellstmöglich Alternativen zu finden und Abhilfe zu schaffen. In der aktuellen Situation und mit Blick auf die zu erwartende Anzahl wöchentlicher Zuweisungen von Geflüchteten von 100 Personen und mehr müssen wir jedoch zügig und zielgerichtet agieren.“

Mit Stand 18.03.22 sind bisher insgesamt 630 geflüchtete Personen aus der Ukraine in Darmstadt im Leistungsbezug registriert. Davon sind 459 bei Verwandten und Bekannten untergebracht, 49 sind über das Amt für Soziales und Prävention privat untergebracht, 122 befinden sich im Hotel.
„Zusätzlich erwarten wir heute eine Zuweisung von rund 100 Personen, die wir zunächst über das Wochenende im Bürgermeister-Pohl-Haus in Wixhausen unterbringen werden, bevor sie im Laufe der kommenden Woche, nach der Registrierung dann auf Hotels verteilt werden sollen“, erklärt Oberbürgermeister Jochen Partsch weiter. „Es kommen aber nach wie vor auch viele Menschen auf anderen Wegen zu uns, um die wir uns schnell kümmern müssen – deshalb bringt die private Aufnahme von Menschen an den professionellen Strukturen vorbei, bei aller Anerkennung des Engagements, oft eine zusätzliche Schwierigkeit, da diese Menschen ebenfalls früher oder später in die Registrierung kommen müssen, wenn sie einen Leistungsbezug brauchen oder die Kinder in die Schule sollen. Es zeigt sich jetzt schon, dass eine Anzahl von bei Privatpersonen untergebrachten Geflüchteten von der Stadt aufgenommen werden müssen, da die Belastung verständlicherweise zu hoch ist.“

Um der in den kommenden Tagen und Wochen weiter steigenden Zahl von Schutzsuchenden begegnen zu können, werden derzeit zusätzlich zur Herrichtung der Sporthalle in der Alsfelder Straße weitere Unterbringungsmöglichkeiten geprüft. So ist angestrebt, heute 8 weitere Hotels in den Pool mit aufzunehmen um weitere Kapazitäten zu den aktuell verfügbaren 438 Betten hinzuzufügen. Gleichzeitig wird die Anmietung von Gewerbeimmobilien geprüft.

Alle Ankommenden erhalten ein erstes Covid-Screening und ein Impfangebot. „Klar ist aber auch“, so OB Partsch, „dass sich bei den derzeitigen Inzidenzen Infektionen kaum werden vermeiden lassen. Um bei einem positiven Schnelltest bis zur Abklärung zumindest kurzfristig eine Sicherheit zu schaffen, wird in den Sammelunterkünften ein Isolierbereich vorgehalten.“ Erfahrungen aus dem Landkreis zeigten aber, dass viele der Menschen bereits abgeschlossene Impfserien auch mit mRNA-Impfstoffen hätten.

„Das Staatliche Schulamt arbeitet zudem intensiv an der Vorbereitung von schulischer Betreuung, gleiches gilt für das Jugendamt, das sich insbesondere um unbegleitete minderjährige Geflüchtete kümmert“, erklärt der OB.

Neben der Versorgung und Unterbringung der Schutzsuchenden hat sich der Krisenstab auch erneut mit dem zweiten Themenfeld, der Unterstützung der Partnerstädte befasst. Hier gibt es beim geplanten Transport von Stromaggregaten leider eine Verzögerung. Aufgrund noch zu klärender logistischer Fragestellungen wird der Transport voraussichtlich erst am kommenden Montag bzw. innerhalb der kommenden Wochen starten können. „Alle Beteiligten arbeiten aber mit Hochdruck daran, dass wir die benötigten Hilfsgüter in den kommenden Tagen dann auch losschicken können“, so Partsch.

Quelle: Pressestelle der Wissenschaftsstadt Darmstadt

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