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Globaler Klimastreik in Darmstadt
18. März 2022 Umwelt

Anlässlich des globalen Klimastreik-Aktionstag am 25.03.22 ruft das Darmstädter Klimastreik Bündnis erneut zu einer Großdemonstration ab 12 Uhr auf dem Karolinenplatz auf. Vor dem Hintergrund des Krieges gegen die Ukraine fordert das Bündnis den sofortigen Ausstieg aus den fossilen Energien Kohle, Gas und Öl und ein Sofortprogramm für den Ausbau von regenerativen Energietechniken. Für die bereits entstandenen und zukünftigen Klimaschäden müssen Kompensationsleistungen durch die Industriestaaten und deren fossilen Industrie-Konzerne geleistet werden.

Weltweit geht die Klimabewegung am 25.03.2022 auf die Straße. Denn die Maßnahmen der internationalen Staatengemeinschaft sind nicht ausreichend, um dem 1,5 Grad Ziel näher zu kommen. Die Corona-Pandemie hat den gesellschaftlichen Fokus stark verschoben. Das Resultat: 2022 wird der globale CO2 – Ausstoß weiter auf höchstem Niveau liegen. Das ist ein Desaster und es muss sofort gehandelt werden.

Kohle, Gas und Öl sind die klimaschädlichsten Energieträger überhaupt. Sie sind maßgeblich für die rasante Erderwärmung und den daraus resultierenden irreparablen Schaden verantwortlich. Der fossil-industrielle Komplex baut auf den globalen und kolonialen Ausbeutungsverhältnisse auf und setzt diese fort. Landraub, Umweltzerstörung und Hungerlöhne sind immernoch die Realität im globalen Süden.

„Nur eine radikale Abkehr von fossilen Energien kann den Klimawandel in der Art begrenzen, dass unumkehrbare Klimaveränderungen verhindert werden und unser aller Lebensgrundlage erhalten bleibt“ sagt Daniel vom Bündnis und ergänzt: „Gas ist keine Brückentechnologie. Im Gegenteil: die Taxonomie der EU ist nur eine künstliche Verzögerung des fossilen Ausstieg und verhindert den sofortigen und umfassenden Ausbau der Erneuerbaren.“

Gleichzeitig finanziert die Abnahme der fossilen Energieträger Putins Krieg gegen die Ukraine. Denn ein Großteil der Wirtschaftsleistung Russlands fällt auf den Export seiner fossilen und klimaschädlichen Energieträger zurück.

„Wer Putins Krieg und nicht der russischen Bevölkerung schaden will, muss die Importen aus Russland kappen“ sagt Kathi vom Bündnis und stellt klar: Anstatt nun 100 Milliarden in die Aufrüstung und Militarisierung zu stecken, müssen alle Ressourcen und Anstrengungen in den rasanten Ausbau regenerativer Energien gesteckt werden. Die Transformationsprozesse müssen sozial abgefangen werden und dürfen nicht zu Lasten von Menschen mit geringem Einkommen gehen.

Das Ruder muss endlich herum gerissen werden. Laut dem Weltklimarat wird die Lebensgrundlage von 50-75% der Menschen im Jahr 2100 bedroht sein, wenn wir nicht endlich bereit sind, die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen. Bereits heute sind die Auswirkungen des Klimawandels beispielsweise durch die Veränderung des El-Ninio-Efektes oder extremer Wetterereignisse wie Dürreperioden oder Überschwemmungen, spürbar. Die am meisten von der Klimakrise betroffenen Personen und Regionen (MAPA) befinden sich schon heute in Kämpfen um ihre Lebensgrundlage.

„Uns ist es wichtig, dass wir auf die bereits vorhandenen Effekte der Klimakrise hinweisen und uns solidarisch mit den am meisten von der Klimakrise betroffenen Personen und Regionen und ihren realen Kämpfen erklären und mit ihnen für eine klimagerechte Welt kämpfen“ sagt Kathi vom Bündnis. „Die fossilen Industrienationen des globale Nordens sind auch heute noch verantwortlich für die koloniale und rücksichtslose Ausbeutung von Black, Indigenous & People of Color. Wir fordern Entschädigungsleistungen die die Effekte der Klimakrise abfedern“

12 UHR | AUFTAKTKUNDGEBUNG & LAUFDEMO
14:30 UHR | ABSCHLUSSKUNDGEBUNG, BAND & INFOSTÄNDE

www.klimastreik-darmstadt.de

Quelle: Daniel Harber

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