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Wissenschaftsfeindlichkeit gefährdet Erfolge in der Bekämpfung der Corona-Pandemie – Ministerin warnt vor Debatten auf Basis von Halbwissen und Lügen


10. Dezember 2020 - 13:01 | von | Kategorie: Info |
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Wissenschaftsfeindliche Positionen können dazu führen, dass Menschen die zur Eindämmung der Corona-Pandemie nötigen Verhaltensregeln missachten, und damit zu einer Verlängerung der Pandemie und der Beschränkungen beitragen. Davor hat Wissenschaftsministerin Angela Dorn im Plenum des Hessischen Landtages gewarnt: „Angstmacherei, Manipulation und Lügen schwächen unser aller Immunsystem, die Stärke unserer Demokratie. Wissen ist dafür der beste Impfstoff – gegen die Pandemie und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es ist gut und richtig, über den besten Weg aus der Krise zu streiten. Es ist aber brandgefährlich, das auf der Basis von Glauben, Halbwissen, Propaganda und Lügen zu tun statt auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse. Wir haben das Mittelalter mit Hunger, Pest und Hexenverfolgung hinter uns gelassen, weil wir gelernt haben, auf die Wissenschaft zu hören. Wir können ins Weltall fliegen, Armut verringern und Krankheiten bekämpfen, weil wir Wissenschaft betreiben. Wir leben so gut, wie wir leben, weil wir in einer Wissensgesellschaft leben.“

Ministerin Dorn betonte die Bedeutung der Wissenschaftskommunikation: „Die Welt braucht klare Fakten, verständlich erklärt. Die Gesellschaft muss verstehen, wie Wissenschaft funktioniert. Wir müssen immer wieder erklären, dass Versuch und Irrtum dazugehören.“ Während das Vertrauen in die Wissenschaft Umfragen zufolge 2020 deutlich gestiegen sei, würden zugleich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Ziel von Hass und Drohungen. „Es ist an uns Politikerinnen und Politikern, zu sagen, wer für Entscheidungen verantwortlich ist: wir. Deshalb müssen wir den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern den Rücken stärken und eine gemeinsame Antwort der Demokratinnen und Demokraten auf Anfeindungen geben.“

„Wir haben die Verantwortung, auch Bereiche in der Forschung zu fördern, die aktuell kein Trendthema sind, denn wir wissen heute nicht, welche Herausforderungen morgen oder übermorgen auf uns zukommen“, erläutert Ministerin Dorn. So sei die Virologie vor wenigen Jahren alles andere als ein Top-Thema gewesen. Jetzt haben sich Hessens medizinführende Universitäten in Marburg, Gießen und Frankfurt, die in der Virologie bundesweit herausragend aufgestellt sind, zum „Pandemienetzwerk hessische Universitätsmedizin“ zusammengeschlossen. Im aktuell hohen Arbeitsaufkommen unterstützt das Land das Netzwerk mit 4,35 Millionen Euro – zusätzlich zur Ausstattung der Universitäten und dem hessischen Förderprogramm LOEWE für Spitzenforschung. „Wir brauchen eine breit aufgestellte Forschungsförderung, und wir fördern mit LOEWE auch Forschung, bei der ungewiss ist, ob sie die erhofften Ergebnisse bringt. Denn Forschungsfreiheit heißt auch, dass wir bereit sein müssen, das Risiko einzugehen, dass Forschung scheitert.“

Quelle: Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst

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