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Meinungen zu Lederprodukten und Schadstoff-App gefragt: Neue Bürgerpanel-Umfrage gestartet
1. Mai 2020 Wissenschaft

Ob Schuhe, Taschen oder Autositze: Viele Produkte bestehen aus Leder. Warum ist das Material so beliebt und wie gut wissen die Menschen darüber Bescheid, dass bei der Herstellung von Lederprodukten oft besorgniserregende Chemikalien verwendet werden? Das möchte die Hochschule Darmstadt (h_da) in ihrer neuen Bürgerpanel-Umfrage untersuchen. Die Forschenden wollen zudem wissen, ob Verbraucherinnen und Verbraucher die neue App „Scan4Chem“ nutzen würden, über die man herausfinden kann, ob in Alltagsprodukten schädliche Chemikalien enthalten sind. Interessierte können sich ab sofort für das Bürgerpanel registrieren und erhalten dann einen Online-Fragebogen.

„Leder wird häufig so behandelt, dass es viele positive Eigenschaften wie Langlebigkeit und Robustheit besitzt. Mit dieser Behandlung gehen aber auch Risiken einher, die Käuferinnen und Käufern von Lederprodukten möglicherweise nicht bewusst sind“, erläutert Prof. Dr. Daniel Hanss aus dem Projekt Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung (s:ne) der h_da. „Bei manchen Schritten der Gerbung werden zum Beispiel teilweise besorgniserregende Chemikalien eingesetzt. Wir interessieren uns dafür, warum Menschen Lederprodukte kaufen, was über die Behandlung von Leder bekannt ist und wie groß das Interesse an Informationen hierzu ist.“

Im Rahmen von s:ne wird am Beispiel von Lederwaren schon längere Zeit dazu geforscht, wie Hersteller ihr Lieferketten-Management verbessern können, damit unter anderem die eingesetzten Chemikalien durchgängig nachvollziehbar sind. Davon würden letztendlich auch Verbraucherinnen und Verbraucher profitieren. Hier kann die App „Scan4Chem“ einen Beitrag leisten: Interessierte können hierüber bei Herstellern und auch im Handel erfragen, inwiefern in Lederwaren, aber auch in vielen weiteren Alltagsprodukten wie Handyhüllen, Zahnbürsten oder Kopfhörern besonders besorgniserregende Stoffe enthalten sind.

„Die Unternehmen sind verpflichtet, hierzu Auskunft zu geben“, sagt Dr. Julian Schenten aus der Forschungsgruppe ´sofia´, die das europäische Projekt „LIFE AskREACH“ wissenschaftlich begleitet, aus dem die „Scan4Chem“-App hervorgegangen ist. „Je mehr Menschen Barcodes auf Produkten einscannen, um hierüber Auskunft zu kritischen Inhaltsstoffen zu erhalten, desto stärker kann der Anreiz für die Industrie sein, eigene Lieferketten nachzuvollziehen und sich Gedanken über alternative Inhaltsstoffe zu machen. Wir möchten mit unserer Umfrage wissen, ob die Menschen die App nutzen würden und ob sie eine Entscheidungshilfe für Einkäufe wäre.“

Interessierte können sich ab sofort auf https://buergerpanel.h-da.de für das Bürgerpanel registrieren und erhalten dann einen Online-Fragebogen.

Bürgerpanel – Hintergrund:
Das Bürgerpanel der Hochschule Darmstadt befragt Bürgerinnen und Bürger aus Darmstadt und Umgebung regelmäßig zu Ideen, die den Alltag der Menschen verbessern und die Nachhaltige Entwicklung in der Region voranbringen können. Es ist Teil des Projekts „Systeminnovation für Nachhaltige Entwicklung“ (s:ne) der h_da, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Land Hessen im Rahmen der Förderlinie „Innovative Hochschule“ gefördert wird. In s:ne entwickeln Forschende gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung neue Innovationen. Die Ergebnisse der Bürgerpanel-Befragungen fließen in die Entstehung und Umsetzung dieser Initiativen ein.

Weitere Informationen zu s:ne: https://sne.h-da.de/

Quelle: Hochschule Darmstadt

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