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Alltagswelten erobern: Wie Kinder vom täglichen Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad profitieren


22. August 2018 - 07:56 | von | Kategorie: Jugend | Artikel drucken
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SchuljungeRucksack auf und raus in die frische Morgenluft. Abkürzung durch den kleinen Park. Die ersten Kastanien wollen mit dem Fuß aus ihrer stacheligen, grünen Hülle befreit werden. Weiter über den Zebrastreifen auf die andere Straßenseite. Dort zwei Freunde abholen und auf den letzten 500 Metern zur Schule eifrig über die Pläne für die große Pause diskutieren: Das neue Schuljahr hat begonnen.

Ob Schulanfängerinnen und Schulanfänger oder Fünftklässlerinnen und Fünftklässler – nach den ersten Wochen im neuen Schuljahr stellt sich langsam der Alltag ein. Wichtiger Bestandteil dieses kindlichen Alltags: der Schulweg. Diesen als tägliches Ritual zu Fuß oder mit dem Rad zu absolvieren, dazu will die Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH) Eltern, Kinder und Schulen bewusst ermutigen.

Freiraum für die eigene Entwicklung

Ab dem Zeitpunkt, wenn Kinder den täglichen Weg zur Schule erstmals ohne elterliche Begleitung zurücklegen, eröffnen sich Kindern eigene Erfahrungsräume: Auf dem Schulweg werden Freundschaften gepflegt und Konflikte geschlichtet, die sozialen Kompetenzen und das Selbstbewusstsein gestärkt, das Lebensumfeld erkundet. Gleichzeitig hat ein Kind, das seinen Schulweg zu Fuß oder auf dem Rad absolviert, für die körperliche und geistige Entwicklung wichtige Bewegung. Denn Radfahren und Zufußgehen fördert nicht nur die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Durch die selbstständige Teilnahme am Straßenverkehr lernen Kinder früh, sich im öffentlichen Raum sicher zu bewegen. Natürlich sollte der Weg vorher geübt werden – auch kann das Kind bei Bedarf zunächst noch zu Fuß oder auf dem Rad begleitet werden. Wenn es den Schulweg bald darauf aber eigenständig meistert, macht es die ersten, wichtigen Schritte in die Selbstständigkeit.

Radeln für das Team: Wettbewerb Schulradeln geht in den Endspurt

Der Schulweg mit dem Rad lohnt sich in Hessen derzeit übrigens doppelt: Noch bis Ende September laufen in vielen Städten, Gemeinden und Landkreisen in Hessen die Aktionszeiträume für das Schulradeln. Bei dem Wettbewerb treten Schülerinnen und Schüler, Lehrende und Eltern 21 Tage lang gemeinsam unter dem Motto „3 Wochen radeln, 3 Mal punkten: für eure Schule, eure Stadt, euren Kreis“ in die Pedale. Ziel ist es, in Teams so viele Fahrradkilometer wie möglich zu sammeln. Ausgezeichnet werden die Schulen mit den meisten Gesamtkilometern, mit den größten Teams und mit den meisten Kilometern je Teilnehmerin und Teilnehmer. Neben den eifrigsten Radlerinnen und Radlern werden auch die besten Schulaktionen zum Fahrradfahren ausgezeichnet. „Wir laden in diesem Jahr alle hessischen Schulen dazu ein, an der Fahrradaktion „Lenken und Denken – Fahrrad trifft Schule!“ teilzunehmen,“ ruft Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir auf und erläutert: „Schulen und Klassen können noch bis zum 15. Oktober an der Aktion teilnehmen und mit ihren kreativen und innovativen Beiträgen zeigen, was Fahrradfahren für sie bedeutet.“ Alle Informationen zum Wettbewerb Schulradeln und zur Fahrradaktion gibt es auf www.besserzurschule.de/schulradeln.

Fachzentrum unterstützt Schulisches Mobilitätsmanagement

Schulen, Schulträger und Kommunen in Hessen erhalten zudem Unterstützung durch das Fachzentrum für Schulisches Mobilitätsmanagement: Mit vielfältigen Angeboten berät das Fachzentrum bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen, die den Schulweg sicherer und nachhaltiger gestalten. So soll bei den Kindern langfristig ein bewusstes Mobilitätsverhalten gestärkt werden. Und davon profitieren am Ende alle: Denn wer könnte seine Zeit nicht besser nutzen als mit Stress im Verkehrschaos vor dem verstopften Schultor? Alle Informationen zum Fachzentrum Schulisches Mobilitätsmanagement und Tipps für eigene Aktivitäten an Schulen gibt es auf www.besserzurschule.de in der Rubrik Angebotsdatenbank.

Quelle: Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen (AGNH)

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