Betrugsversuche durch erpresserisch formulierte E-Mails


17. Mai 2018 - 06:09 | von | Kategorie: Aktuelles, Info | Artikel drucken
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ComputerSeit einigen Wochen bekommen hessische Polizeibehörden vermehrt Mitteilungen von Bürgerinnen und Bürgern, dass sie eine erpresserische Email erhalten haben. Die Täter teilen den Empfängern darin mit, dass der Computer gehackt und ein Trojaner installiert wurde. Die Täter behaupten weiter, durch die angeblich aufgespielte Schadsoftware sei auch der Zugriff auf die Web-Cam des Rechners möglich. Durch den behaupteten Zugriff seien die Angeschriebenen beim Besuch von Webseiten mit pornografischen Inhalten und damit verbundenen sexuellen Handlungen vor dem Computer gefilmt worden. Nur durch die Überweisung von 500,00EUR in Bitcoin ließe sich die Veröffentlichung verhindern.

Wer erhält diese Nachrichten?

Betrüger versenden solche Erpressungsnachrichten über Adresslisten, die im Vorfeld durch sogenannte Crawler im Internet zusammengesucht oder über dunkle Kanäle gekauft wurden. Nach Erkenntnissen des Hessischen Landeskriminalamtes erhalten derartige Erpresser-E-Mails auch Empfänger, deren Computer gar nicht über eine eingebaute Kamera verfügt.

Ist der Computer wirklich infiziert worden?

Bisher liegen dem Hessischen Landeskriminalamt keine Erkenntnisse darüber vor, dass die entsprechenden Computer tatsächlich gehackt bzw. mit einer Schadsoftware infiziert wurden. Auch liegen keine Erkenntnisse vor, dass die von den Tätern angeblich gefertigten Videos tatsächlich existieren. Die Täter hoffen, dass mit den breit gestreuten E-Mails einige Empfänger verunsichert und damit zu einer Zahlung bewegt werden können.

Was ist zu tun?

Den Empfängern solcher erpresserischer Mails rät das Hessische Landeskriminalamt:

– Zahlen Sie kein Geld an die Absender,
– Antworten Sie nicht auf derartige E-Mails und
– Wenden Sie sich an Ihre örtliche Polizeidienststelle.

Ein wirksamer Schutz vor der unberechtigten Nutzung der eigenen Web-Cam durch Kriminelle ist einfach: Kleben Sie die Web-Cam ab! Grundsätzlich empfiehlt das Hessische Landeskriminalamt, die Programme des Rechners regelmäßig zu aktualisieren und eine Schutzsoftware zu nutzen. Hierdurch wird das Risiko minimiert, Opfer von Cyberkriminellen zu werden.

Weitere nützliche Informationen zu diesem und zu weiteren Themen finden Sie unter www.polizei.hessen.de und www.polizei-beratung.de.

Quelle: Hessisches Landeskriminalamt

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